Bürger:innen über Ostern hinter Gittern

Frankfurt 14.02.2022, 19:30 Uhr: Nach mehreren Brückenblockaden diesen Morgen wurden 41 Bürger:innen festgenommen. Nach aktuellem Stand wurden 12 von ihnen einer Haftrichterin vorgeführt, welche eine Gewahrsamsdauer bis Montag, 18 Uhr veranlasste. Die Bürger:innen der letzten Generation setzten sich seit Montag täglich auf Autobahnen und Hauptverkehrsadern der Stadt. Sie fordern die Bundesregierung auf, eine Erklärung abzugeben, keine neuen Projekte für fossile Infrastruktur weiter auszubauen und zu finanzieren.

“Die Bundesregierung unterschreibt das Todesurteil der jungen Generation, wenn sie jetzt anfängt, in der Nordsee nach Öl zu bohren. Das ist fossiler Wahnsinn. Ich will das Überleben schützen und muss jetzt die Ostertage in einer kahlen Zelle anstatt mit meiner geliebten Familie verbringen”, sagt Carla Rochel, ihrem Rechtsbeistand telefonisch aus dem Polizeigewahrsam. 

Carla Rochel
Carla Rochel (20)

Zudem entschuldigen die Bürger:innen der letzten Generation sich für den Sturz einer Radfahrerin heute Morgen, die auf dem Öl ins Schlittern geriet. Sie rufen die Öffentlichkeit und Medien dazu auf, die Situation richtig zu betrachten.

“Wir versuchen unser Bestes, niemanden mit unseren Aktionen zu gefährden. Wir wünschten eine Störung wäre nicht notwendig, wir sehen aber keine andere Möglichkeit mehr auf den bevorstehenden Zusammenbruch unserer Zivilisation aufmerksam zu machen”, sagt Aimee van Baalen.

“Diese Situation darf nicht wie schon zuvor falsch erzählte Situationen mit Krankenwagen benutzt werden, um die große Story daraus zu drehen, während niemand darüber berichtet, dass das Versagen der Bundesregierung, der Klimakrise zu begegnen, aktuell das Überleben von Milliarden Menschen gefährdet”, sagt Henning Jeschke.

Dass das Öl auf den Radweg lief, sei nicht geplant gewesen und täte ihnen leid. Die Bürger:innen hatten mit lautem Rufen versucht, die Radfahrenden auf das Öl aufmerksam zu machen. Die Polizei, welche nach wenigen Minuten eintraf, sperrte den Bereich, trotz mehrfacher Bitten der Bürger:innen nicht hinreichend ab, weswegen weitere Menschen ins Schlittern gerieten. 

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Carla Hinrichs
Telefon: +49 641 201099549
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