Widerstand auf MĂĽnchen ausgeweitet – Mundtot machen oder tödlichen Klimanotfall endlich ernst nehmen?

03.11.2022 - UnterstĂĽtzer:innen der Letzten Generation weiten den Widerstand auf MĂĽnchen aus. Ort: Karlsplatz.
03.11.2022 - UnterstĂĽtzer:innen der Letzten Generation weiten den Widerstand auf MĂĽnchen aus. Ort: Karlsplatz.

MĂĽnchen, 3.11.2022, 10:30 – Wie zuvor angekĂĽndigt, weitet die Letzte Generation ihren zivilen Widerstand nun nach MĂĽnchen aus. Zur Stunde wird der MĂĽnchner Stadtverkehr am Karlsplatz unterbrochen. Die UnterstĂĽtzer:innen aller Altersgruppen setzen und kleben sich auf die StraĂźe und fordern erste SicherheitsmaĂźnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor der Klimakatastrophe. Die jĂĽngst ist 18 Jahre alt, der älteste ein 79-jähriger. Auch in Berlin und Freiburg kommt es heute wieder zu StraĂźenblockaden.

13 Wissenschaftler:innen, die ihre Stimme erhoben haben, um die Regierung vom tödlichen Kurs in den Klimakollaps abzubringen, befinden sich noch immer in Haft. Sie müssen insgesamt sieben Tage im Gefängnis bleiben.

13 of them will be held until Fri, Nov. 4th , two others will remain in custody until Tue 1st & Wed 2nd of November.

Another scientist, who has been held in custody since October 28th after participating in a road blockade with us, will remain in prison until Nov. 1st .

— Scientist Rebellion (@ScientistRebel1) November 1, 2022

Aimée van Baalen (23), Sprecherin der Letzten Generation, bezieht hierzu Stellung:
„Die Regierung verstößt durch das Ignorieren und Leugnen von Fakten und durch ihre daraus resultierende Untätigkeit konstant gegen Gesetze, gegen unsere Verfassung. Sie gefährdet dadurch das Leben der Bevölkerung. Wissenschaftler:innen leisten gegen dieses Politikversagen friedlichen Widerstand – und werden dafĂĽr eingesperrt. Was sagt das ĂĽber unser Land aus? Wir können dieses schreiende Unrecht nicht hinnehmen und haben nun unseren Widerstand auf Bayern ausgeweitet.”

Aimée van Baalen | Foto: (c) Stefan Müller
Aimée van Baalen

Judith (42) ist Mutter von zwei Kindern. Sie beteiligt sich heute an den Blockaden in München und riskiert dadurch, ebenfalls eingesperrt zu werden. Sie führt aus, warum sie das nicht mehr abschreckt: „Natürlich will ich nicht ins Gefängnis, selbstverständlich habe ich Angst davor. Aber was ist denn die Alternative? Dass ich nichts tue und dabei zusehe, wie wir ungebremst auf die Klimakatastrophe zurasen? Dass ich akzeptiere, dass für Macht und Profit die Zukunft unserer Kinder wissentlich zerstört wird? Das ist einfach keine Option.”

Der renommierte deutsche Meteorologe und Klimaforscher Mojib Latif erklärte kürzlich in einem Interview: „Ich habe den Eindruck, die Bevölkerung soll ruhig gestellt werden, indem die Politik vorgibt, man habe das Problem im Griff. Aber das ist eine Illusion.”

Judith
Foto: Marlene Charlotte Limburg

Doch die Bevölkerung lässt sich nicht ruhig stellen. Egal ob durch Lügen, Greenwashing oder drohende Gefängnisstrafen.
Angesichts der nahenden Katastrophe ist das kollektive Schweigen tödlich.
Die Unterstützer:innen der Letzten Generation stellen die Gesellschaft und die Justiz vor die Wahl: Sie können ihre Mitbürger:innen dafür verurteilen, dass sie die Wahrheit sagen und für den Schutz von Leben einstehen, sie können sie einsperren und mundtot machen. Oder wir können die Lage endlich ernst nehmen und die ersten Sicherheitsmaßnahmen gegen den drohenden Klimakollaps einleiten.

Pressekontakt
Carla Hinrichs
Telefon: +49 3023591611
E-Mail: [email protected]

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