PCK Tanklager Seefeld lahmgelegt – Menschen der Letzten Generation kleben sich an Öltransporter

Berlin, 23.05.2022 – Heute morgen blockierten etwa 30 Menschen der Letzten Generation das PCK Mineralöl-Tanklager Seefeld, von dem aus Berlin ein Drittel seines Ölverbrauchs deckt. Dabei klebten sie sich an der Straße fest und kletterten auf die Öl-Laster, um diese möglichst lange aufzuhalten. Parallel gab es bundesweit in vier StĂ€dten Straßenblockaden der Letzten Generation; weitere sind im Tagesverlauf geplant.

Nach letztem Stand waren am Lager Seefeld zunÀchst mindestens 20 Tanklaster blockiert; die Verladung wurde wohl eingestellt.

Menschen der Letzten Generation blockieren einen Öltransporter

Mit ihren Aktionen fordert die Letzte Generation den GrĂŒnen-Minister Robert Habeck auf, eine LebenserklĂ€rung abzugeben: Es darf keine neue fossile Infrastuktur geben, insbesondere keine neuen Öl-Bohrungen in der Nordsee!

Maja Winkelmann (23)

Maja Winkelmann, die gerade ihr Studium abgeschlossen hat, wĂ€hrend sich auf der Straße anklebt: 
„Fossile Brennstoffe vernichten unsere Lebensgrundlagen und rauben damit uns und unseren Kindern jegliche Zukunft. Wenn wir nicht jetzt aufhören, neue fossile Infrastruktur zu finanzieren und zu bauen, erwarten uns Hungersnöte, immer mehr und hĂ€ufigere Naturkatastrophen und Kriege um immer knappere Ressourcen. Wir mĂŒssen jetzt massiv die erneuerbaren Freiheits- und Friedenstechnologien ausbauen und endliche eine echte WĂ€rmewende einleiten.”

Solvig Schinköthe (42)

Solvig Schinköthe, die heute zusammen mit ihrer Tochter Öl-Laster blockiert, ergĂ€nzt: 
„Die Verantwortlichen nutzen Putins Angriffskrieg in der Ukraine, um ohne große öffentliche Beachtung ihren fossilen Wahnsinn weiter zu treiben. Sie genehmigen neue FlĂŒssiggas-Terminals, finanzieren diese mit Milliarden an Steuergeldern und erlauben neue Gasbohrungen in der Nordsee. Wir brauchen jetzt eine ErklĂ€rung unserer Bundesregierung, dass sie fĂŒr und nicht gegen unser Überleben und das unserer Kinder arbeitet.”

Lina Schinköthe (20)

Ihre Tochter Lina (20) erklÀrt, warum sie heute erneut den Verkehr stört: 
„Die Geschichte zeigt uns: Friedlicher ziviler Widerstand kann funktionieren, wenn wir jetzt zusammenkommen, um entschlossen und gewaltfrei “Nein!” zu sagen zum fossilen Wahnsinn. Denn wir haben nur noch zwei bis drei Jahre, in denen wir den fossilen Pfad der Vernichtung noch verlassen können. Was wirst du in diesen zwei bis drei Jahren tun – was ist deine Verantwortung? Komm’ zum Vortrag, zum Training und mit uns auf die Straße!”

In Berlin, Stuttgart, Mannheim und MĂŒnchen setzten sich heute Morgen BĂŒrger:innen von der Letzten Generation auf die Straße und verursachten enorme Verkehrsstörungen. Blockaden in weiteren StĂ€dten sind fĂŒr den heutigen Montag angekĂŒndigt.

Erst letzte Woche haben Bundesregierung und Bundesrat im Eilverfahren ein neues Gesetz beschlossen, das den Bau von bis zu zwölf FlĂŒssiggas-Terminals ermöglicht. Mit diesen ImportkapazitĂ€ten wĂŒrden selbst die russischen Gaslieferungen aus Friedenszeiten bei Weitem ĂŒbertroffen. FlĂŒssiggasterminals an Land, die bis 2043 laufen sollen, sind unvereinbar mit dem Pariser Abkommen und nicht erforderlich, um Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewĂ€hrleisten. Der Landtag in Niedersachsen hat außerdem letzten Donnerstag neue Gasbohrungen in der Nordsee erlaubt. Die Bundesregierung befeuert damit den Zusammenbruch der Gesellschaft, wie wir sie heute kennen. 

Straßenblockade des PCK Mineralöl-Tanklagers Seefeld

Press Contact
Carla Hinrichs
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E-Mail: [email protected]

Online presentations (in german)

Jeden Donnerstag auf Zoom! 18:00 bis 19:00 Uhr.

Ein Vortrag ĂŒber die Klimakatastrophe, die Verleugnung der RealitĂ€t und die Möglichkeit, Verantwortung zu ĂŒbernehmen an diesem einzigartigen Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte.  Der erste Schritt, um aktiv zu werden!

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Bist du ĂŒberzeugt, dass sich alles Ă€ndern muss? Hast du genug von der Ignoranz und TrĂ€gheit der Regierenden? Wir sind bereit, alles zu geben. Mit deiner Spende kannst du uns unterstĂŒtzen, das zu tun.