Mastodon

Presseverteiler

FĂŒr den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail ĂŒbermittelt werden. Beachten Sie bitte deren AGB and Datenschutzbestimmungen .

Press Contact

Carla Hinrichs
Telephone: 03023591611 (neue Nummer!)
E-Mail: [email protected]

Press releases

2022

03.10.2022 17 Uhr: Kanzleramt verschönert - Am Nationalfeiertag kĂŒndigt Letzte Generation dauerhafte Autobahnblockaden an

Kanzleramt verschönert – Am Nationalfeiertag kĂŒndigt Letzte Generation dauerhafte Autobahnblockaden an


Berlin, 03.10.2022, 17:00 Uhr
– Gestern am Tag der Deutschen Einheit kĂŒndigten die BĂŒrger:innen der Letzte Generation dauerhafte Autobahnblockaden ab der kommenden Woche an. Eine entsprechende ErklĂ€rung verlasen sie vor dem Bundeskanzleramt in Berlin [1]. Im Anschluss malten sie ein Herz in orangen Kreis als Symbol der Letzten Generation an die Mauer des RegierungsgebĂ€udes.

 

Am 03. Oktober 1990, vor genau 32 Jahren, wurde Deutschland wiedervereinigt. Die Berliner Mauer war gefallen. Seit 32 Jahren erinnert der 03. Oktober daran, dass Zusammenhalt, Frieden, Freiheit und Demokratie die grundlegenden SĂ€ulen fĂŒr ein gutes Leben fĂŒr alle bilden.

 

Die BĂŒrgerinnen der Letzten Generation standen vor dem Sitz der Regierungschefs, um deutlich zu machen, dass genau dieser Zusammenhalt und dieser Frieden heute dramatischer bedroht ist, als je zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. DĂŒrre, Hitze, WaldbrĂ€nde und Überflutungen nehmen immer weiter zu. Die Anzahl derer, denen die Klimakrise ihr Hab und Gut und ihre Liebsten raubt, lĂ€sst sich schon jetzt kaum mehr ĂŒberblicken. Immer grĂ¶ĂŸer wird die Gefahr, selbstverstĂ€rkende Effekte in Gang zu setzen und damit Katastrophen von so schrecklichem Ausmaß herbeizufĂŒhren, dass selbst die friedlichste, demokratischste Gesellschaft daran zerbrechen muss.

 

Trotzdem scheitert die Bundesregierung daran, einfachste Gegenmaßnahmen umzusetzen. Tempo 100 auf Autobahnen scheint zu einschneidend und ein 9-Euro-Ticket zu teuer zu sein. WĂ€hrend Millionen BĂŒrger:innen nicht mehr wissen, wie sie wegen der gestiegenen Kosten noch ihren Alltag bestreiten sollen und wir dem Zusammenbruch unserer Gesellschaft direkt ins Auge blicken, werden diese einfachen Sicherheitsmaßnahmen nicht durchgefĂŒhrt.

 

„Sollte die Regierung nicht zur Vernunft kommen, werden wir in einer Woche auf Berlins Straßen strömen und den Alltag so lange unterbrechen, bis sich das Ă€ndert – wie wir es der Regierung bereits offen angekĂŒndigt haben. Nur so können wir unsere letzte Chance auf ein Leben in Sicherheit und Freiheit ergreifen“, verlas Carla Rochel als Teil der ErklĂ€rung vor dem Bundeskanzleramt.

 

„Die Ideen und Werkzeuge, um diese tiefe Krise zu lösen, liegen bereits in unseren HĂ€nden. Was den Entscheidungstragenden noch fehlt, ist der Mut, damit eine lebenswerte Welt zu errichten. Mut, den wir aufbringen können, wenn die Menschen in BĂŒrger:innenrĂ€ten zusammenkommen, sich gemeinsam auf Lösungen verstĂ€ndigen und diese umsetzen“, fĂŒgte Kim Schulz hinzu, der neben ihr stand.

 

Die Letzte Generation tritt in ihrem Widerstand gemeinsam mit anderen Gruppen wie Debt4Climate und den Wissenschaftler:innen von Scientist Rebellion auf. Diese Koalition stellt sich mit vereinten KrÀften dem Versagen der Bundesregierung und damit der Zerstörung unserer Gesellschaft in den Weg.

 

[1] Video der ErklÀrungsverlesung und Kunstaktion

28.09.2022 12:00: Versagen die Gerichte? - Henning Jeschke verteidigt Klimanotstand

Versagen die Gerichte? – Henning Jeschke verteidigt Klimanotstand

 

Berlin, 28.09.2022, 12:00 – Die Regierung versagt im Klimanotstand. Daher hatte Henning Jeschke sich im Juni mit der Letzten Generation friedlich in Berlin auf die Autobahnabfahrt geklebt. Wegen seines Widerstandes gegen das fossile Weiter-So wurde er heute vor das Amtsgericht Tiergarten geladen. 
Obwohl die Richterin Jeschkes Handeln als moralisch gerechtfertigt sah und den Vorwurf des Widerstandes abwies, verurteilte sie ihn wegen “versuchter Nötigung” zu 200 Euro Strafe.

Jeschke sagte: “Ich habe richtig gehandelt und werde es wieder tun. In einer Demokratie habe ich nicht nur Rechte, sondern auch die Pflicht, Widerstand zu leisten, wenn eine Regierung verbrecherisch handelt.”

Henning Jeschke verteidigte sich selbst vor dem Gericht. Er bestĂ€tigte, dass er an der friedlichen Versammlung teilgenommen hatte. Auch dass diese zu einer erheblichen Unterbrechung des Alltags fĂŒhren sollte, wurde nicht bestritten. 
Es ging in dem heute vorgetragenen PlĂ€doyer nicht darum, ein möglichst geringes Strafmaß zu erwirken, sondern dem Gericht seine eigene Verantwortung im Klimanotstand deutlich zu machen. Das Gericht sollte anerkennen, dass ziviler Widerstand gegen einen Regierungskurs, der immer tiefer in die Klimakrise fĂŒhrt, moralisch und juristisch gerechtfertigt ist. 

„Unsere Regierung tut weiterhin nichts Wesentliches, um das ĂŒberschreiten von Klimakipppunkten zu verhindern. Das sind keine gebrochenen Wahlversprechen, das ist Massenvernichtung. Deshalb halte ich mein Handeln fĂŒr richtig und daher werde ich auch weiterhin friedlichen Widerstand leisten, egal wie sich das Gericht heute entscheidet.“, stellte Jeschke schon in seiner ErstĂ€ußerung zu den VorwĂŒrfen der Staatsanwaltschaft klar. Sein gesamtes Eingangsstatement finden Sie im Anhang. 

Um dem Gericht den Klimanotstand darzulegen, berief sich die Verteidigung auf Veröffentlichungen der renommiertesten deutschen Klimawissenschaftler:innen, wie z.B. Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, der in der Vergangenheit uns alle als die „letzte Generation” bezeichnete, die eine Klimakatastrophe noch verhindern könne. [1] Persönlich vor Ort war Dr. Karim Zantout, Post-Doktorand am Potsdam Institut fĂŒr Klimafolgenforschung. Er wollte dem Gericht bezeugen, dass die staatlichen Gegenmaßnahmen Deutschlands gegen den Klimanotstand angesichts der existenziellen Bedrohung unserer Gesellschaft unzureichend seien. Das Gericht wollte den Wissenschaftler nicht anhören.

Die Richterin Geschwendtner war sichtlich berĂŒhrt. Sie sei selbst Mutter einer 14-jĂ€hrigen Tochter. „Ich weiß, ihr seid keine Spinner, die sich auf der Autobahn festkleben, ihr wisst euch nicht anders zu helfen.“, sagte sie heute in Richtung des Angeklagten.

Trotzdem verurteilte sie Jeschke am Ende zu 20 TagessĂ€tzen. Gleichzeitig fĂŒgt sie an, dass sein Handeln moralisch gerechtfertigt sei, nun aber nicht juristisch.

„Auch nach dem heutigen Urteil werde ich ganz sicher kein Zuschauer sein, wĂ€hrend wir in Richtung Vernichtung rasen. Wenn selbst die Richterin anerkennen muss, dass Straßenblockaden moralisch gerechtfertigt sind – wenn sie anerkennen muss, dass ein Banner neben der Straße zu halten kein geeignetes Mittel darstellt, um den Zusammenbruch unserer Gesellschaft noch aufzuhalten, dann ist der Auftrag an uns BĂŒrger:innen eigentlich klar.”, sagt Henning Jeschke kurz nach dem Gerichtsprozess.

[1] www.zeit.de/video/2019-09/6087750314001/klimawandel-was-wenn-wir-nichts-tun?sort=desc&page=28

22.09.2022 17:30: VortrÀge in 21 StÀdten - Letzte Generation ruft bei Fridays for Future-Streik zu zivilem Widerstand auf

VortrĂ€ge in 21 StĂ€dten – Letzte Generation ruft bei Fridays for Future-Streik zu zivilem Widerstand auf

 

Diesen Freitag finden anlĂ€sslich des globalen Klimastreiks VortrĂ€ge der Letzten Generation in insgesamt 21 deutschen StĂ€dten statt. (Eine Liste aller Termine finden Sie hier) Die Veranstaltungen, zu denen vielfach direkt bei den Fridays for Future-Kundgebungen aufgerufen werden wird, informieren ĂŒber die verheerenden Folgen der Klimakatastrophe. Außerdem werden die Teilnehmer:innen eingeladen, sich dem zivilen Widerstand auf Berlins Straßen ab dem 10. Oktober anzuschließen. 

Henning Jeschke (22), Mitinitiator der Letzten Generation, richtet sich an die Streikenden: “Es ist toll zu sehen, wie viele Menschen fĂŒr eine sichere und gerechtere Zukunft laut werden. Angesichts der dramatischen Lage, in der wir uns befinden, reicht laut sein aber lĂ€ngst nicht mehr aus. Weltweit steigen die Opferzahlen der Klimakatastrophe bereits jetzt ins Unermessliche. Wir können uns den tödlichen Kurs unserer Bundesregierung nicht lĂ€nger leisten. Es ist an der Zeit fĂŒr friedlichen zivilen Widerstand!”

Liste aller StÀdte, in denen es diesen Freitag VortrÀge geben wird:

  • Bonn
  • Dresden
  • DĂŒsseldorf
  • Göttingen
  • Greifswald
  • Heilbronn
  • Karlsruhe
  • Kassel
  • Köln
  • Leipzig
  • LĂŒbeck
  • Mainz
  • Mannheim
  • MĂŒnchen
  • NĂŒrnberg
  • Oldenburg
  • Passau
  • Potsdam
  • Stuttgart
  • Ulm
  • WolfenbĂŒttel
16.09.2022 16:30: Öllieferung fĂŒr Lindner – Wahlkampf-Unterbrechung in Oldenburg
Öllieferung fĂŒr Lindner – Wahlkampf-Unterbrechung in Oldenburg
 
Oldenburg, 16.09.22, 16:30 Uhr – Mehrere engagierte Menschen unterbrachen heute eine Rede des Bundesfinanzministers Christian Lindner auf einer Wahlkampfveranstaltung der FDP in Oldenburg. Sie mischten sich unter das Publikum, zogen sich Warnwesten an und schĂŒtteten Öl vor die Redner:innenbĂŒhne. Einige von ihnen sind auch bei der Letzten Generation aktiv. Mit der Aktion wollen sie Aufmerksamkeit auf die zerstörerischen Folgen des fossilen Weiter-Sos lenken.

Die Aktion fand als Reaktion auf ein kĂŒrzlich veröffentlichtes Interview mit Lindner statt, in dem er unter anderem Ölbohrungen in der Nordsee und das volle Ausschöpfen von Fracking-KapazitĂ€ten fordert. [1]

Eika Jacob (40) erklĂ€rt hierzu: „Solche Aussagen machen fassungslos. Als Teil der Regierung hat sich Christian Lindner zu deren Klimazielen verpflichtet. Weitere Investitionen in fossile Energien sorgen dafĂŒr, dass das Erreichen dieser Ziele unmöglich wird, und setzen unser aller Zukunft aufs Spiel!“
Und weiter: „Allen muss endlich bewusst werden, dass noch mehr dreckiges Öl, das wir klimazerstörerisch verbrennen, kein Grund zur Freude ist. Kaum steht Lindner selbst in den stinkenden ÖlpfĂŒtze, die er sich gerade noch gewĂŒnscht hat, vergeht ihm das LĂ€cheln.“

Sonja Manderbach (44) „Wenn Lindner unbedingt mehr Öl haben will, statt endlich einfachste Sparmaßnahmen, wie ein Tempolimit, zu ergreifen, bekommt er von uns seine erste Lieferung. Er und der Rest der Regierung mĂŒssen endlich begreifen, in was fĂŒr eine Katastrophe sie uns und kĂŒnftige Generationen da hineinziehen!“

Erst im Juli diesen Jahres hatte die Bundesregierung noch verkĂŒndet, sie bereite weder neue Ölbohrungen vor, noch prĂŒfe sie, inwieweit diese möglich wĂ€ren.
[2] Eine Kehrtwende wÀre ein fataler Schritt in die falsche Richtung.

[1] www.tagesschau.de/lindner-inflation-101.html
[2]  daserste.ndr.de/panorama/archiv/2022/Radikale-Klimaproteste-Stoppen-sie-die-Katastrophe,klimaproteste102.html
16.09.2022 9:00: Straßenblockade bleibt ohne Strafe - MĂŒnchner Gericht teilt Anliegen der Letzten Generation

Straßenblockade bleibt ohne Strafe – MĂŒnchner Gericht teilt Anliegen der Letzten Generation

 

MĂŒnchen, 16.09.2022, 9:00 Uhr – Vor dem Amtsgericht in MĂŒnchen ist es bei dem Verfahren gegen drei UnterstĂŒtzer:innen der Letzten Generation nur zu einer Verwarnung gekommen. Im Februar hatten die drei Heranwachsenden eine Hauptverkehrsader in MĂŒnchen blockiert, um gegen den katastrophalen Kurs der Bundesregierung in der Klimakrise Widerstand zu leisten. In dem Prozess nach Jugendstrafrecht wurde ihnen daher Nötigung vorgeworfen. Das Gericht machte heute jedoch klar, dass es die Anliegen der Angeklagten teilt und griff zu dem mildesten zur VerfĂŒgung stehenden Mittel.

Der heutige Gerichtsprozess fand vor der Kulisse einer bald unaufhaltbaren Klimakatastrophe statt. Laut UN-Berichten steuert die Menschheit auf eine rund 3 Grad heißere Welt zu. [1] Milliarden Menschen werden dann Wasserknappheit, Hunger, Flucht und Krieg erleben. Deshalb wird inzwischen vor dem völligen gesellschaftlichen Kollaps gewarnt. 

Obwohl ĂŒber die Konsequenzen seit Jahrzehnten völlige Klarheit herrscht, hĂ€lt die Bundesregierung weiter an einem Kurs fest, der die Gesellschaft immer tiefer in die Katastrophe hineintreibt. Deshalb sahen die drei Angeklagten es als ihre moralische Pflicht an, gegen dieses tödliche Verbrechen Widerstand zu leisten. 

“Wörter wie WaldbrĂ€nde, Krieg, DĂŒrren, Hitzetote, Ende der menschlichen Zivilisation begegnen uns allen fast tĂ€glich im Zusammenhang mit der Erderhitzung. Anstatt die Augen davor zu verschließen, will ich die Tatsache anerkennen, dass wir uns in einem Klimanotstand befinden und nicht angemessen handeln. Ich halte es fĂŒr meine Pflicht, dagegen anzukĂ€mpfen.”, teilt Annina Oberrenner (20) am Anfang der Verhandlung dem Gericht mit. (Das ganz Eröffnungs-Statement von Annina Oberrenner finden Sie im Anhang)

WĂ€hrend der Verhandlung stellten die Angeklagten auch immer wieder klar, dass sie die Entscheidung des Gerichts respektieren werden, sie jedoch völlig unabhĂ€ngig von dem Urteil weiterhin beabsichtigen, zivilen Widerstand zu leisten. Auch wenn das bedeutet, dass sie dazu wieder Straßen blockieren mĂŒssen. 

In seiner UrteilsverkĂŒndung stellte das Gericht klar, dass es die Anliegen der Angeklagten teile. Auch erkennt es ausdrĂŒcklich an, dass die Maßnahmen gegen die Erderhitzung im Kern viel zu gering sind. Der Richter sprach eine Verwarnung gegen die drei UnterstĂŒtzer:innen der Letzten Generation aus. Dies ist das geringste mögliche Mittel im Jugendstrafgesetz, wenn das Gericht sich nicht zu der klaren Position eines Freispruchs durchringen kann. Eine solche Verwarnung bringt keine weiteren rechtlichen Konsequenzen mit sich.

“Ich sehe das als einen gewissen Erfolg. Das Gericht hat mit seinem Urteil klargemacht, dass der Widerstand gegen die Vernichtung unserer Lebensgrundlagen durch die Regierung kein strafwĂŒrdiges Verhalten darstellt.” ordnet Luca Thomas (20) das Gerichtsurteil ein.

“Auch wenn ich mir gewĂŒnscht hĂ€tte, dass das Gericht den Mut findet, uns frei zu sprechen und sich damit gemeinsam mit uns gegen den tödlichen Kurs der Regierung zu stellen.” so Thomas weiter. 

[1] www.tagesschau.de/ausland/amerika/un-klimaziele-verfehlt-erderwaermung-101.html

10.09.2022 15:40: Drittes Mal Bundesliga gestört – damit der Ball auch in Zukunft noch rollt

Drittes Mal Bundesliga gestört – damit der Ball auch in Zukunft noch rollt

 

Frankfurt am Main, 10.09.2022, 15:40 Uhr – Soeben unterbrachen vier UnterstĂŒtzer:innen der Letzten Generation das Bundesliga-Spiel Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg in der Commerzbank Arena in Frankfurt am Main, um die Aufmerksamkeit auf die existenzielle Bedrohung unserer Gesellschaft durch die Klimakatastrophe zu lenken. Kurz nach dem Anpfiff der ersten Halbzeit liefen sie auf das Spielfeld. Auf ihren T-Shirts stand „Stoppt den fossilen Wahnsinn!“.

Jakob Beyer (28) dazu, weshalb er das Spiel stört: „Heute vor genau fĂŒnf Monaten haben wir schon einmal das Eintracht-Spiel hier in der Commerzbank Arena  unterbrochen. Genau wie vor fĂŒnf Monaten appellieren wir heute wieder an die Bevölkerung, Widerstand gegen unsere Regierung zu leisten, die uns in den Abgrund steuert. Nur so werden auch unsere Enkel- und Urenkelkinder noch Fußballspiele wie dieses hier erleben können.“

Lea Bonasera (24), Mitinitiatorin der Letzten Generation: „Wir können nicht weiter tatenlos zusehen, wie NormalitĂ€t und Alltag gelebt werden, obwohl wir in eine Katastrophe rasen. WĂ€hrend wir hier auf saftig grĂŒnen Rasen blicken, stehen Menschen weltweit bereits heute vor verdorrten FlĂŒssen, verbrannten WĂ€ldern und zerstörten StĂ€dten und Dörfern.“

In ihrer Warnung beruft sich die Letzte Generation auf Institutionen wie den Weltklimarat und die UN. Diese warnen regelmĂ€ĂŸig und unmissverstĂ€ndlich vor den Folgen, die uns aufgrund von Politikversagen im Angesicht des Klimakollaps erwarten. So sagte UN-GeneralsekretĂ€r Guterres: „Dieser Verzicht auf FĂŒhrung ist kriminell. Nach den derzeitigen Zusagen werden die weltweiten Emissionen im laufenden Jahrzehnt um fast 14 Prozent steigen. Das bedeutet eine Katastrophe.” [1]

Die Letzte Generation erhĂ€lt den Großteil ihrer finanziellen Mittel fĂŒr Mobilisierung, Öffentlichkeitsarbeit, Trainings und Weiterbildung vom Climate Emergency Fund.

[1] UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres: Anmerkungen zur Pressekonferenz – Vorstellung des IPCC-Berichts, Genf, 28. Februar 2022 – Vereinte Nationen – Regionales Informationszentrum fĂŒr Westeuropa (unric.org)

07.09.2022 08:00: 4 Monate auf BewĂ€hrung - Berliner nach Straßenblockade in Schweden verurteilt

4 Monate auf BewĂ€hrung – Berliner nach Straßenblockade in Schweden verurteilt

 

07.09.2022, Stockholm | Der Berliner Kevin Hecht (30) ist gestern fĂŒr seinen Einsatz gegen die Klimakatastrophe in Stockholm zu einer BewĂ€hrungsstrafe verurteilt und aus der U-Haft entlassen worden. Über zwei Wochen hatte der Informatiker dort verbracht, nachdem er am 22.09. an einer Straßenblockade des schwedischen Widerstandsprojekts ÅterstĂ€ll VĂ„tmarker („Moore wiederherstellen“) teilgenommen hatte.

Verurteilt wurde Hecht in Schweden fĂŒr „Sabotage“ zu vier Monaten BewĂ€hrung. Er hĂ€lt seinen Einsatz fĂŒr unser aller Leben jedoch fĂŒr richtig. Bei der öffentlichen Verhandlung im TingsrĂ€tt (Amtsgericht) sagt er: „Egal, ob dieses Gericht mein Handeln heute als Sabotage bewertet oder nicht, ich akzeptiere die Folgen. Denn der Wert meiner persönlichen Freiheit steht in keinem VerhĂ€ltnis zur Klimakatastrophe.“

Auch ĂŒber zwei Wochen im GefĂ€ngnis verbracht zu haben, bringt Hecht nicht von seiner Überzeugung ab, das Richtige getan zu haben. Wenn es legal sei, die Natur, KulturgĂŒter und Menschen aus ProfitgrĂŒnden zu zerstören, fĂŒhle es sich richtig an, fĂŒr Klimagerechtigkeit ins GefĂ€ngnis zu gehen, stellte er vor seiner Entlassung in einem Brief aus dem GefĂ€ngnis klar (Den ganzen Briefes von Kevin Hecht aus dem Stockholmer GefĂ€ngnis finden Sie als Transkript im Anhang und als Original unter diesem Link). 

Ebenfalls erst kĂŒrzlich ist der Dresdner Vater Christian BlĂ€ul freigekommen. Er hatte genau wie Hecht nach einer Straßenblockade 16 Tage in schwedischer U-Haft verbracht.

ÅterstĂ€ll VĂ„tmarker ist eine von elf Schwestern-Kampagnen der Letzten Generation. Jede dieser Kampagnen strebt an, mit Aktionen friedlichen zivilen Widerstands lokal passende Klimagesetzgebung in ihrem Land zu erwirken. Der Zusammenschluss dieser internationalen Widerstandsprojekte nennt sich das A22 Netzwerk. Dessen wichtigster Geldgeber ist der Climate Emergency Fund.

06.09.2022 08:40: Verkehrsblockaden in mehreren StÀdten - gegen tödliches fossiles Weiter-So

Verkehrsblockaden in mehreren StĂ€dten – gegen tödliches fossiles Weiter-So

 

Berlin, 06.09.2022,  8:40 Uhr – In Stuttgart, Kempten, Oldenburg, Heppenheim und Berlin blockieren heute BĂŒrger:innen der Letzten Generation den Verkehr. Sie leisten damit friedlichen Widerstand gegen das Politikversagen in der Klimakrise. Die Bundesregierung muss jetzt erste Schritte  wie ein Tempolimit und kostenlosen ÖPNV umsetzen.  

Judith B. (42), Mutter von zwei Kindern, erklĂ€rt, warum sie heute den Verkehr in Berlin blockiert: “Mir ist klar geworden: Wir mĂŒssen, ich wĂŒrde sogar sagen, wir dĂŒrfen nicht tatenlos zusehen, wie unsere Regierung Klimaziele formuliert, aber kaum etwas unternimmt, um sie zu erreichen. Nicht einmal einfache Schritte wie ein Tempolimit werden umgesetzt, um ernsthaft die Reduktion von Emissionen voranzutreiben. Diese UntĂ€tigkeit setzt die Zukunft unserer Kinder aufs Spiel!”

Eika (40), Mutter von 4 Kindern blockiert heute in Oldenburg gemeinsam mit ihrer Ă€ltesten Tochter (16) den Verkehr: „Die DĂŒrren, WaldbrĂ€nde, sinkende Grundwasserspiegel und Überflutungen sind bloß Vorboten von den Schrecken unserer Zukunft. Wir mĂŒssen jetzt die Notbremse ziehen! In zwei bis drei Jahren werden wir keine Chance mehr haben, eine tödliche Heißzeit zu verhindern, die Hunger, Krieg und Flucht in bisher unbekanntem Ausmaß mit sich zieht. Jetzt ist die Zeit fĂŒr zivilen, friedlichen Widerstand.“

Henning Jeschke (22), MitgrĂŒnder der Letzten Generation betont: „Unsere Bundesregierung stolpert durch diese Krise, ohne ein Konzept. Sie hat keinen Plan wie das Erreichen der Klimakipppunkte, in den nĂ€chsten 2-3 Jahren noch verhindert werden kann. Dieses fossile Weiter-so wird unsere Gesellschaft in den totalen Zusammenbruch fĂŒhren.” 

Die Bundesregierung erklĂ€rt bis 2045 KlimaneutralitĂ€t erreichen zu wollen. Dieser Zeitpunkt liegt weit nach dem kritischen Punkt, den der letzte IPCC-Bericht errechnet hat [1]. Sie verschließt damit die Augen vor der Wirklichkeit und treibt uns und die kĂŒnftigen Generationen ĂŒber die Klippe in den Abgrund einer Heißzeit.
Wir alle sind die letzte Generation, die diese dĂŒstere Zukunft noch abwenden kann.

Blockadeorte:
– Berlin 52,5179914, 13,4534106
– Heppenheim 49.643603, 8.624477
– Kempten 47.735863,10.328536, Stephanstraße Richtung Stadt
– Oldenburg Abfahrt Eversten, Hauptstraße Ecke Prinzessinweg
– Stuttgart  Bad Canstatt,  B10 RosensteinbrĂŒcke

[1] “Der Anstieg der globalen mittleren OberflĂ€chentemperatur (GST, „laufender Mittelwert“ ĂŒber 20 Jahre) im Vergleich zum vorindustriellem Niveau wird wahrscheinlich Anfang der 2030er Jahre den Wert von 1,5°C erreichen, und zwar in allen untersuchten Emissions-Szenarien (SSP1-1.9 bis SSP3-7.0), im Hochemissions-⁠Szenario⁠ SSP5-8.5 sogar frĂŒher.” www.umweltbundesamt.de/themen/ipcc-bericht-klimawandel-verlaeuft-schneller

03.09.2022 11:30: Deutscher wieder frei – nach 16 Tagen Einzelhaft in Schweden weiterhin entschlossen

Deutscher wieder frei – nach 16 Tagen Einzelhaft in Schweden weiterhin entschlossen

 

Stockholm, 03.09.2022 – Große Freude vor dem Stockholmer Bezirksgericht: Nach 16 Tagen in U-Haft ist Christian BlĂ€ul (40) wieder frei. Der Physiker und zweifache Vater war am 17. August bei einer friedlichen Sitzblockade unserer schwedischen Schwestern-Kampagne „ÅterstĂ€ll VĂ„tmarker“ („Sumpfgebiete Wiederherstellen“, [1]) festgenommen worden. Nun freut er sich auf ein Wiedersehen mit seiner Familie Zuhause in Dresden. Sein Urteil kennt er noch nicht, es wird am 16. September verkĂŒndet werden. 

„Ganz besonders freut mich, am Sonntag beim 16. Geburtstag meiner Tochter dabei sein zu können“, zeigte sich BlĂ€ul nach seiner Entlassung erleichtert. Wie lange er eingesperrt sein wĂŒrde, wĂ€re ihm wĂ€hrend der Haft nicht klar gewesen. Nun wisse er, es waren 16 Tage. LĂ€nger als er wurde in Schweden noch kein Mensch fĂŒr Klimaprotest festgehalten.

23 Stunden am Tag war BlĂ€ul wĂ€hrend der U-Haft alleine in seiner Zelle. Laut dem EuropĂ€ischen Komitee zur VerhĂŒtung von Folter können Gefangene in Einzelhaft großen seelischen und körperlichen Schaden davontragen [2]. BlĂ€ul sagt, er hĂ€tte die Einsamkeit gut aushalten können. Geholfen hĂ€tte ihm dabei die SolidaritĂ€t von außen, die ihn auch in seiner Zelle erreicht hat. In einem Statement nach seiner Entlassung bedankte er sich: „Ich habe von 64 Menschen Briefe erhalten.“ [3] Er werde alle beantworten.

BlĂ€ul ist weiterhin entschlossen, zivilen Widerstand zu leisten: „Keine Regierung tut auch nur annĂ€hernd genug, um eine tödliche Klimakatastrophe zu verhindern. Nicht die schwedische, und auch nicht die deutsche. Deshalb werde ich weiter an Straßenblockaden teilnehmen.“

In ca. zwei Wochen wird BlÀul sein Urteil erfahren. Er rechnet mit einer Geld- oder BewÀhrungsstrafe. Der Berliner Kevin Hecht (30) ist weiterhin in Stockholm in U-Haft. Er hatte sich am 22. August aus SolidaritÀt mit BlÀuls Inhaftierung an einer Blockadeaktion in Schweden beteiligt. Seine Gerichtsverhandlung wird am 6. September stattfinden.

[1] ÄterstÀllvÄtmarker.se/  
[2] rm.coe.int/16806fa178 
[3] twitter.com/Gogowitsch/status/1565731673509093376

01.09.2022 12:30: „Freifahrten” – BĂŒrger:innen fahren bundesweit ohne Ticket im ÖPNV

„Freifahrten” – BĂŒrger:innen fahren bundesweit ohne Ticket im ÖPNV

 

Berlin, 01.09.2022, 12:30 Uhr – Am heutigen Tag, dem ersten Tag nach dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets, fahren BĂŒrger:innen der Letzten Generation in Berlin, NĂŒrnberg sowie auf mehreren Bahnstrecken zwischen Frankfurt und Freiburg ohne Ticket im ÖPNV. 

Der friedliche Widerstand der BĂŒrger:innen richtet sich an die Bundesregierung. Sie solle ihre moralische Verpflichtung zum Schutz der Bevölkerung wahrnehmen und die Menschen vor den drohenden Hungerkatastrophen und Kriegen um die letzten Ressourcen bewahren. 

Mario Burkhardt (34) fĂ€hrt heute ohne Ticket in Berlin Bahn und sagt: „Warum reden wir vom kĂŒrzeren Duschen und Tankrabatten statt vom Einsparen durch dauerhaften kostenfreien ÖPNV? Warum soll die einfache Bevölkerung diesen Winter frieren, aber die Super-Reichen sollen nicht fĂŒr ihre kriegstreiberischen Öl-Profite bezahlen? Wir fahren hier und heute ohne Ticket, um an einem einzigen vieler Beispiele zu zeigen: Das alles kann sich Ă€ndern!“

AimĂ©e von Baalen (23) aus Dresden, eine der Sprecherinnen der Letzten Generation, betont: „Die lebensnotwendigen Ressourcen werden von denen straffrei verprasst, die in Privatjets ĂŒber unsere Köpfe fliegen. Aber sich sein Bahnticket nicht leisten zu können, heißt in Deutschland Knast. Dieses Unrecht können wir nicht ertragen.”

MitgrĂŒnderin der Letzten Generation Lea Bonasera (24): „Im Sommer 2022, wĂ€hrend Europa austrocknet und brennt und wir auf einen weltweiten Klimakollaps zusteuern, gibt es keine NeutralitĂ€t mehr. Jetzt keinen Widerstand zu leisten, bedeutet, den zerstörerischen Kurs unserer Regierung mitzutragen.”

Sie fordert die Bevölkerung auf: „Schließt euch unserem friedlichen Widerstand gegen die Vernichtung unserer Gesellschaft an!” 

Die BĂŒrger:innen der Letzten Generation fahren heute gemeinsam in Gruppen ohne Ticket in Bus und Bahn. Sie Warnwesten und laden mit Flyern zu VortrĂ€gen der Letzten Generation ein, um mehr Menschen in den friedlichen Widerstand gegen den Klimakollaps zu holen.

31.08.2022 10:00: AnkĂŒndigung: Bundesweite Freifahrten

AnkĂŒndigung: Bundesweite Freifahrten

 

31.08.2022, 10:00 Uhr – Nach dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets leisten BĂŒrger:innen der Letzten Generation friedlichen Widerstand gegen die Unbezahlbarkeit des ÖPNV. Ab dem 01. September werden Sie bundesweit ohne gĂŒltige Tickets öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Dabei wird mit VortrĂ€gen, Schildern und Werbematerial auf die Klimakatastrophe und den Irrsinn horender Preise im Nah- und Fernverkehr aufmerksam gemacht.

Die sozial- und klimapolitisch Engagierten fahren trotz allem bezahlt mit der Bahn: Vor dem Fahrtantritt wird der Preis fĂŒr ein bundesweit gĂŒltiges Ticket an einen Klimafond gespendet [1].

Eine der Engagierten ist Maja Winkelmann (24). Sie erklĂ€rt: „Ich bin wĂŒtend, dass das Leid der Menschen ignoriert wird. Die Regierung trifft die einfachsten Sofort-Maßnahmen nicht! Warum redet Sie Mitten im Klimanotfall vom kĂŒrzeren duschen und Tankrabatten statt vom Einsparen durch dauerhaften kostenfreien ÖPNV?“

Weiter fĂŒhrt sie aus: „WĂ€hrend jĂ€hrlich Menschen ins GefĂ€ngnis mĂŒssen, weil sie sich den Besuch bei den Enkeln nicht leisten können, rasen andere mit 200 km/h ĂŒber die Autobahn und verfeuern damit unsere Lebensgrundlage. Diese Ungerechtigkeit muss die Regierung jetzt anpacken!“

Lea Bonasera (24), Mitinitiatorin der Letzten Generation ergĂ€nzt: „Im Jahr 2022, nach einem brennenden Sommer, ist es an der Zeit finanziell benachteiligten Menschen die Teilhabe an MobilitĂ€t zu ermöglichen und gleichzeitig dafĂŒr zu sorgen, dass MobilitĂ€t nachhaltig möglich ist. Heute fahre ich symbolisch ohne Ticket Bahn. Damit starte ich selbstĂ€ndig den schnellen, fairen Wandel, den es jetzt braucht!”

Mit ihrer Aktion lĂ€d die Letzte Generation alle Interessierten ein, sich an den Freifahrten zu beteiligen. Mehr Informationen bietet die Bewegung auch in ihren VortrĂ€gen: VortrĂ€ge – Letzte Generation đŸ”„.

[1] 9 Euro Fonds – Das 9 Euro Ticket aus der Solidargemeinschaft

30.08.2022 19:30: Gerichtsprozess: Gericht verschließt Augen vor Klimakatastrophe

Gerichtsprozess: Gericht verschließt Augen vor Klimakatastrophe

 

Wir blicken der Klimakatastrophe direkt in die Augen: Nachdem diesen Sommer weltweit die WĂ€lder gebrannt haben und unsere Felder vertrocknet sind, flieht das Gericht im ersten Prozess gegen die Letzte Generation vor seiner Verantwortung in der Krise.

Angeklagt wurde ein junger Mensch, der mutig und friedlich Widerstand gegen den zerstörerischen Kurs der Bundesregierung geleistet hat. Das Gericht entschied sich dazu, seinen Hilferuf zu verurteilen. 

Obwohl es die Klimakrise als Problem anerkannte, klammerte das Gericht diese in seiner Entscheidung ausdrĂŒcklich aus. Es sei nicht die Aufgabe des Gerichts, sich mit der Sache auseinanderzusetzen. Dies können wir nur als fatalen Fehler bezeichnen, denn die Augen vor der RealitĂ€t zu verschließen, fĂŒhrt unsere Kinder in den Tod.

Hunderte Menschen werden in den nĂ€chsten Monaten in diese GerichtssĂ€le ziehen und dort, wie auch auf der Straße, deutlich machen: Was wir alle in den nĂ€chsten 2-3 Jahren tun, ist alles entscheidend. 

Wir sind bereit, die rechtlichen Konsequenzen fĂŒr unser Handeln zu tragen, doch können es nicht hinnehmen, dass sich das Gericht heute aus der Verantwortung gezogen hat und damit den Mord an den Armen und der jungen Generation billigt.

UnabhÀngig davon, was in den GerichtssÀlen entschieden wird: Der friedliche Widerstand geht mit derselben Entschlossenheit weiter.

Das Urteil in der Krise ist das zwischen Leben und Tod.

29.08.2022 18:30: Disruption of oil festival ONS 2022

Disruption of oil festival ONS 2022 

 

ONS 2022 will be disrupted on 29.08.2022 by supporters of the Stopp oljeletinga campaign. This action is taken to express opposition to and as a use of freedom of speech against the continued exploration for more oil and gas and the devastating economic and security threat posed by the fossil fuel industry. The goal is to make the public aware and to put pressure on politicians who are massively failing their responsibilities to act in favour of the public wellness and prosperity.

UN General Secretary’s words on the acute need for transformation of our energy systems: “We have a choice. Collective action or collective suicide. It is in our hands”, (18.07.22), should have been more than plenty to shock us all into action. And to treat this urgent threat on humanity with the emergency response required. At the very least it should have been enough to make leaders understand that still looking for more oil is immensely immoral.

Fossil fuels account for 89% of the world’s CO2 emissions. It is awkwardly obvious where to make cuts to avoid complete economic and societal collapse within 50 years should the world exceed 1.5 degrees.

Out of fear of the 3 degrees current policies are headed towards today’s participants in the civil disobedience action are resisting as loud as they can non-violently. They are aware of the consequences of the action in regards to whom it inconveniences and themselves. They are action on their own convictions and they see this as necessary as everything else has been tried.

The Stopp oljeletinga campaign will continue and increase the use of civil disobedience actions until the demands of the campaign has been met:

1. We damand that the Norwegian government announce a full stop to all further oil and gas exploration on Norwegian territories.
2. We demand that the Norwegian government make a detailed plan for a just transition and new jobs for current oil workers.

What will happen?
It is time to sound the alarm about what we are getting into. The oil industry is pushing us towards a crisis, a crisis we must sound the alarm about. Therefore, a supporter of Stopp Oljeletinga will pull the fire alarm during the opening of the oil festival ONS 2022. This is not the time to celebrate the oil industry, it is the time for the closing party. When the alarm is sounded, other participants will tag Stop Oljeletinga on the entrance, before carrying out their civil resistance with glue and arrest. The escalation in the form of resistance occurs as a response to how extreme a celebration of this industry is. The oil industry pours fuel on the fire which will eventually devour today’s children and young people

When and where?
Starting time: 11:58
Location: Clarion hotel Energy
goo.gl/maps/yxrnB5KcNTXZTdyD6

29.08.2022 17:00: Bis zu 4 Jahre Haft - Schweden klagt deutschen Familienvater an

Bis zu 4 Jahre Haft – Schweden klagt deutschen Familienvater an

 

Stockholm/Berlin,  29. August 2022 – Christian BlĂ€ul (40) und Kevin Hecht (30), UnterstĂŒtzer der Letzten Generation, befinden sich zur Stunde noch immer in schwedischer Untersuchungshaft. Sie hatten sich an friedlichen Sitzblockaden von “ÅterstĂ€ll VĂ„tmarker” (“Sumpfgebiete Wiederherstellen”) beteiligt. Die Gruppe fordert von der schwedischen Regierung, den Torfabbau zu verbieten und die fĂŒr das Klima so wichtigen Sumpfgebiete wiederherzustellen.

Vergangenen Freitag haben die schwedischen Behörden entschieden, dass es gegen Christian zur Anklage kommen wird. Dem Vater von zwei Kindern drohen damit bis zu 4 Jahre Haft, weil er nicht bereit ist, die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen einfach hinzunehmen. BlĂ€ul soll mindestens bis zum Gerichtstermin am 2. September in der Untersuchungshaft bleiben. Eine vorĂŒbergehende Freilassung gegen Kaution wurde ihm verweigert, trotz seiner Zusicherung, zu allen Gerichtsverfahren zu erscheinen.

FĂŒr den Familienvater BlĂ€ul ist heute der 12. Tag in Einzelhaft – lĂ€nger, als je zuvor ein Mensch der Letzten Generation in Gefangenschaft verbringen musste. Der Physiker denkt oft an seine Tochter. Über seine Motivation schreibt er: “Wie soll ich mit dem Wissen leben, dass wir unsere Kinder in den Tod schicken? Wenn ich mich jetzt dem fossilen Wahnsinn nicht in den Weg setze, kann ich im Leben keinem Kind mehr in die Augen schauen.”

Über die Haftbedingungen beklagt er sich nicht: “Es geht mir den UmstĂ€nden entsprechend gut im GefĂ€ngnis. Ich werde das bis zum Ende durchstehen, weil ich meinem moralischen Kompass folge. Ich bin hier am richtigen Ort, voller Kraft und voller Liebe fĂŒr das Leben.”

Seit 7 Tagen sitzt auch der Berliner Informatiker Kevin Hecht in Stockholm hinter Gittern. Ob auch gegen ihn Anklage erhoben wird, entscheidet sich in den nĂ€chsten Tagen. Er hatte sich aus SolidaritĂ€t mit BlĂ€ul einer neuerlichen Straßenblockade von ÅterstĂ€ll VĂ„tmarker angeschlossen – in dem vollen Bewusstsein, dass auch ihm damit U-Haft und Strafverfolgung drohen. Abschrecken ließ er sich davon nicht: „Angst habe ich vor der Klimakatastrophe, nicht vor dem GefĂ€ngnis”, schreibt er in einem Brief aus der Zelle.

Und weiter: “Treibhausgase kennen keine Grenzen. Wir stehen vor der schwersten Krise, die die Menschheit je gesehen hat – und uns bleiben vielleicht noch 2-3 Jahre, um einen todbringenden Klimakollaps aufzuhalten. Deshalb mĂŒssen wir uns jetzt ĂŒber alle Grenzen hinweg zusammenschließen, und gemeinsam dem fossilen Wahnsinn ein Ende bereiten.”

Carla Hinrichs, eine Sprecherin der Letzten Generation, fĂŒgt an: “Mit ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit sind Christian BlĂ€ul und Kevin Hecht uns allen ein Vorbild. Wir tun, was notwendig ist, um eine Klimahölle und damit die Vernichtung unserer Zivilisation zu verhindern – und lassen uns auch durch GefĂ€ngnisstrafen nicht ruhigstellen.”

AuffĂ€llig ist der Umgang der schwedischen Behörden mit den beiden deutschen StaatsbĂŒrgern. Mehrere dutzend Beteiligte, darunter auch Personen aus Finnland und Norwegen, wurden kurze Zeit nach den Sitzblockade wieder auf freien Fuß gesetzt. Einzig BlĂ€ul und Hecht befinden sich seit nunmehr ĂŒber einer Woche in Untersuchungshaft. Schweden betritt damit Neuland – es ist das erste Mal ĂŒberhaupt, dass in dem skandinavischen Land KlimschĂŒtzer ins GefĂ€ngnis gesteckt werden.

Kontakt in Schweden:  Spokesperson Josefin  +46703892510; ÄterstÀllvÄtmarker.se

29.08.2022 11:00: Prozess fĂŒr Essensretter - Gericht statt Gerechtigkeit

Prozess fĂŒr Essensretter – Gericht statt Gerechtigkeit 

 

Am Donnerstag, 1. September steht Michael Winter (59), UnterstĂŒtzer der Letzten Generation, um 10 Uhr vor dem Berliner Amtsgericht. Er hat sich Anfang Januar fĂŒr ein Essen-Retten-Gesetz dem fossilen Wahnsinn in den Weg gestellt. Jetzt soll ihm dafĂŒr der Prozess gemacht werden – wĂ€hrend die Vernichtung unserer Lebensgrundlagen in unverminderter HĂ€rte weitergeht.

Wir laden Vertreter:innen der Medien ein, der Verhandlung beizuwohnen. Menschen der Letzten Generation haben bereits angekĂŒndigt, rund um den Prozess weitere Aktionen setzen zu wollen.

Genauer Ort: 
Amtsgericht Tiergarten
Turmstraße 91, 10559 Berlin
Raum 456 (grĂ¶ĂŸerer Raum beantragt – diese können Sie gegebenenfalls vor Ort beim Gericht oder bei unserem Pressekontakt erfragen)

Verhandlungsbeginn:
01.09.2022 – 10 Uhr

27.08.2022 18:45: Bundesliega-Topspiel unterbrochen

Bundesliega-Topspiel unterbrochen

 

MĂŒnchen, 27.08.2022, 18:45 Uhr – Das Bundesliga-Topspiel zwischen Bayern MĂŒnchen und Borussia Mönchengladbach wurde soeben von fĂŒnf UnterstĂŒtzer:innen der Letzten Generation unterbrochen. Vor 75.000 Zuschauer:innen in der Allianz Arena liefen sie aufs Feld und ketteten sich an die Torpfosten, um zu verdeutlichen, dass der drohende Klimakollaps auch vor dem Lieblingssport der Deutschen keinen Halt machen wird.

Das Spiel der beiden Erstligisten wird als Traditionsspiel bezeichnet. Seit Jahrzehnten duellieren sie sich immer wieder um den ersten Platz. “Auch die Klimakrise ist ein Traditionsspiel. Immer weiter treiben Regierungen und Reiche uns mit ihrem todbringenden fossilen Kurs in die Zerstörung. Wenn wir in Zukunft mit unseren Kindern den Fußball rollen sehen wollen, dĂŒrfen wir jetzt nicht die Augen vor der Klimakrise verschließen”, sagt Lina Schinköthe (20), bevor sie das Spielfeld betritt.

Was können wir noch tun, um den Fußball zu retten? „Wir mĂŒssen brutal ehrlich zueinander sein!”, sagte Gladbach-Coach Daniel Farke im Vorfeld des Spiels [1]. Brutale Ehrlichkeit fordert auch Lisa Winkelmann (20), die das heutige Spiel unterbricht: 
„Wir sind kurz davor, alle unsere Lebensgrundlage zu verlieren. Es wird extreme DĂŒrren, Fluten, ErnteausfĂ€lle, Hungersnöte und Wassermangel geben. Ich habe Angst meine Familie, meine Freund:innen, Menschen, die ich liebe zu verlieren. Ich kann nicht einfach mit ansehen, wie uns unsere Lebensgrundlage entrissen wird!” 

„Und wĂ€hrend unsere Welt bereits jetzt brennt, austrocknet und ĂŒberflutet wird, und bereits Hunderttausende verhungern und fliehen, versagt unsere Regierung auf voller Linie. Anstatt eine Vollbremsung hinzulegen, schauen wir weg, verharmlosen es und geben weiter Gas. Obwohl wir wissen, dass genau das tödlich endet”, erklĂ€rt Moritz Sieghart (20) seinen heutigen zivilen Widerstand gegen das todbringende fossile Weiter-So der Bundesregierung.

Auch in anderen LĂ€ndern fanden bereits Unterbrechungen von Sportereignissen durch BĂŒrger:innen statt, zuletzt in England und Frankreich.
Die Letzte Generation ist Teil des internationalen A22 Network, das friedliche Aktionen zivilen Widerstands in 10 LĂ€ndern weltweit gegen das Ausbleiben von Maßnahmen gegen den drohenden Klimakollaps durchfĂŒhrt.

Der Mathematikstudent Leonardo Elgas (23), der heute ebenfalls auf  das Spielfeld rannte, appelliert daher an seine Mitmenschen: „Je mehr Menschen wir auf den Fußballfeldern und vor allem auf der Straße sind, desto grĂ¶ĂŸer ist der politische Handlungsdruck. Die nĂ€chsten Jahre entscheiden ĂŒber die Zukunft von allem, was uns lieb ist. Was wirst du in dieser Zeit tun?”

[1] htps://www.zeit.de/news/2022-08/27/gladbach-coach-farke-moechte-dass-wir-brutal-ehrlich-sind

26.08.2022 15:15: Festgeklebt an “Der Bethlehemitische Kindermord” - Widerstand gegen todbringenden Regierungskurs

Festgeklebt an “Der Bethlehemitische Kindermord” – Widerstand gegen todbringenden Regierungskurs

 

MĂŒnchen, 26.08.2022, 15:15 Uhr – Zum vierten Mal in dieser Woche kleben sich zwei UnterstĂŒtzer:innen der Letzten Generation an ein weltberĂŒhmtes GemĂ€lde, um friedlichen Widerstand gegen den zerstörerischen Kurs der Regierung zu leisten. Dieses Mal an „Der Bethlehemitische Kindermord” des flĂ€mischen KĂŒnstlers Paul Peter Rubens.

Das 400 Jahre alte GemĂ€lde stellt wohl eine der grausamsten Szenen dar, die damals vorstellbar waren: Kleinkinder werden ihren MĂŒttern entrissen und von den gnadenlosen Schergen des Königs Herodes blutig ermordet.
Die heraufziehende Klimakatastrophe trifft den Menschen elementar  – sei es, dass Schlammfluten ihn rasch ersticken oder Missernten ihn langsam und still verhungern lassen. Kipppunkte der Zivilisation können vorher schon zu Krieg und Chaos fĂŒhren, vor dem nichts sicher ist, auch nicht dieses GemĂ€lde. 

„Ich klebe mich heute an dieses GemĂ€lde, weil ich verzweifelt bin. Die Klimakatastrophe ist schon hier, wir sehen schon heute Menschen bei Flutkatastrophen wie im Ahrtal ihre Existenzen verlieren. Auch unsere Kinder werden sterben, wenn unsere Regierung jetzt nicht dem Klimanotstand angemessen handelt”, erklĂ€rt Michael Winter (59) seine Motivation heute Teil der Aktion zu sein.  

Simon Lachner (24, Elektroingenieur fĂŒr erneuerbare Energiesysteme), der zivilen Widerstand bei der Letzten Generation leistet, sagt dazu:
„Bereits heute sterben Menschen an Hitze, Überflutungen, DĂŒrren und ErnteausfĂ€llen. Die Klimakatastrophe ist so sichtbar wie die Messer der Kinder mordenden Soldaten von König Herodes.
Ich habe einen Neffen, der 1 1/2 Jahre alt ist, er trĂ€gt keine Schuld an der Zerstörung unserer Ökosysteme, aber er wird alle Folgen tragen mĂŒssen. Lasst uns jetzt alle gemeinsam dafĂŒr einstehen, dass wir die schlimmsten Auswirkungen verhindern, indem wir von unseren Politiker:innen endlich Verantwortung fordern.”


Die Letzte Generation ist Teil des internationalen A22 Network, das friedliche Aktionen zivilen Widerstands in 10 Ländern weltweit gegen das Ausbleiben von Maßnahmen gegen die drohende Klimakatastrophe durchführt.

Das A22 Network betont in seiner Erklärung zur Krise: “Wir sind nicht hier, um ein Zeichen zu setzen, um etwas zu bitten oder zu unterhalten. Wir sind hier, um den Wandel herbeizuführen, der notwendig ist. Wir sind hier, um die Regierungen dazu zu zwingen, die Treibhausgas-Emissionen drastisch zu senken, nichts weniger.”

Die Letzte Generation erhält für Aktionstraining zur Vorbereitung friedlicher Störaktionen sowie ihre Öffentlichkeitsarbeit finanzielle Unterstützung vom Climate Emergency Fund (www.climateemergencyfund.org/).

26.08.2022 08:50: U-Haft droht nach GemÀldeprotest - Innensenatorin verurteilt aufs SchÀrfste

U-Haft droht nach GemĂ€ldeprotest – Innensenatorin verurteilt aufs SchĂ€rfste

 

Berlin, 8:50 Uhr: Nach der gestrigen Protestaktion in der GemĂ€ldegalerie wird einer der beiden UnterstĂŒtzer:innen der Letzten Generation, Maja Winkelmann (24), um 9 Uhr dem LKA zur Anhörung vorgefĂŒhrt. Laut ihrem Anwalt wird seit gestern Untersuchungshaft geprĂŒft. Die Staatsanwaltschaft kĂŒndigte an, um 12 Uhr ihren Antrag auf Untersuchungshaft dem Gericht zur Entscheidung vorzulegen. Eine Entscheidung wird im Lauf des Tages erwartet.

Seit Beginn der GemĂ€lde Proteste der letzten Generation diesen Dienstag streitet die Öffentlichkeit. WĂ€hrend der Leiter der Hamburger Kunsthalle seine Sympathie aussprach, verurteilte Iris Spranger, Innensenatorin von Berlin, das Vorgehen der BĂŒrger:innen [1].

Maja Winkelmann vor ihrer Anhörung: “Unser aller Überleben hĂ€ngt davon ab, was wir in den nĂ€chsten Jahren tun. Meine Angst, dass die Regierung ihren mörderischen Kurs beibehĂ€lt und unser aller Leben zerstört, ist grĂ¶ĂŸer als davor, in einer Zelle zu sitzen. Wir sind der Alarm, der zwingend notwendig ist, damit alle verstehen: Wir sind in einer Notsituation”. 


[1] twitter.com/Innensenatorin/status/1562849388128780288?s=20&t=bvFqi-RYqLQyayopfGoX2w

25.08.2022 15:00: Erneut festgeklebt an GemÀlde - Katastrophe nimmt Hoffnung auf eine sichere Zukunft

Erneut festgeklebt an GemĂ€lde – Katastrophe nimmt Hoffnung auf eine sichere Zukunft

 

Berlin 25.08.2022 , 15:00 Uhr – Zwei UnterstĂŒtzer:innen der Letzten Generation haben sich heute Mittag an das GemĂ€lde “Ruhe auf der Flucht nach Ägypten” von Lucas Cranach in der Berliner GemĂ€ldegalerie geklebt. Denn auf einer 2 oder 4 Grad heißeren Welt wird es keine sichere Zuflucht mehr geben.

 

Das Kunstwerk zeigt Maria mit dem kleinen Jesus, die auf ihrer Flucht nach Ägypten Kraft schöpfen. Sie fliehen vor Herodes, der es auf das Leben Jesu abgesehen hat. Maria sehnt sich nach einer Zukunft, in der ihr Kind in Sicherheit leben kann und nicht um seine Existenz fĂŒrchten muss.
Maria und Jesus waren auf dem Weg in eine sichere Zuflucht. Die Menschheit befindet sich jedoch derzeit auf der Überholspur in eine tödliche Klimakatastrophe.

 

Lina Eichler (19), die ihr Abitur abgebrochen hat, um sich dem zivilen Widerstand der Letzten Generation anzuschließen, erklĂ€rt:
„Ich habe mich heute an dieses GemĂ€lde geklebt, um fĂŒr eine sichere Zukunft fĂŒr uns und alle Kinder zu kĂ€mpfen. Wir mĂŒssen jetzt unsere KrĂ€fte sammeln, wie Maria auf dem berĂŒhrenden GemĂ€lde, und uns dafĂŒr einsetzen, dass wir und die Kinder dieser Welt wieder hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können. Eine Zukunft, in der sie nicht von DĂŒrren und Flutkatastrophen bedroht werden und sich nicht vor Kriegen fĂŒrchten mĂŒssen.”

 

Maja Winkelmann (24) erklÀrt ihre Motivation, sich an das GemÀlde zu kleben:
„Maria steht hier auf dem GemĂ€lde stellvertretend fĂŒr uns Alle, denn wir alle sehnen uns nach einer sicheren Zukunft fĂŒr unsere Familien und Freunde. Wir mĂŒssen jetzt friedlichen Widerstand leisten, um sie retten zu können. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren, denn die Klimakatastrophe hat schon begonnen.”

 

Die Letzte Generation ist Teil des internationalen A22 Network, das friedliche Aktionen zivilen Widerstands in 10 LĂ€ndern weltweit gegen das Ausbleiben von Maßnahmen gegen die drohende Klimakatastrophe durchfĂŒhrt. 

 

Das A22 Network betont in seiner ErklĂ€rung zur Krise:  “Wir sind nicht hier, um ein Zeichen zu setzen, um etwas zu bitten oder zu unterhalten. Wir sind hier, um den Wandel herbeizufĂŒhren, der notwendig ist. Wir sind hier, um die Regierungen dazu zu zwingen, die Treibhausgas-Emissionen drastisch zu senken, nichts weniger.”

 

Die Letzte Generation erhĂ€lt fĂŒr Aktionstraining zur Vorbereitung friedlicher Störaktionen sowie ihre Öffentlichkeitsarbeit finanzielle UnterstĂŒtzung vom Climate Emergency Fund (www.climateemergencyfund.org/ ).

24.08.2022 16:00: Untersuchungshaft in Schweden - weiterer UnterstĂŒtzer der Letzten Generation in schwedischem GefĂ€ngnis

Untersuchungshaft in Schweden – weiterer UnterstĂŒtzer der Letzten Generation in schwedischem GefĂ€ngnis


Stockholm/Berlin, 24.08.2022, 16:00 UhrKevin Hecht (30), UnterstĂŒtzer der Letzten Generation aus Berlin, befindet sich nach einer heutigen richterlichen Anhörung weiter in Untersuchungshaft.

 

Hecht, der in Deutschland als Informatiker arbeitet, hatte am Montag, den 22.08.2022, zusammen mit 19 weiteren Personen in Stockholm mit einer Sitzblockade friedlich eine Autobahn blockiert.

 

Die Aktion der schwedischen Schwesterorganisation der Letzten Generation ‘Aterstall Vatmaker’ (Sumpfgebiete Wiederherstellen) richtete sich gegen den weiteren Torfabbau in Schweden und fand in SolidaritĂ€t mit dem deutschen Familienvater Christian BlĂ€ul (40) statt.

 

BlÀul befindet sich bereits seit dem 17.08.2022 nach einer friedlichen Autobahnblockade in schwedischer Untersuchungshaft bis mindestens zum 26.08.

 

In beiden Verfahren prĂŒft die schwedische Staatsanwaltschaft, ob im Schnellverfahren Anklage erhoben wird. In diesem Fall können die Inhaftierungen beider noch lĂ€nger andauern.

 

Vor seiner Festnahme sagte Kevin Hecht: „Die Dramatik und Geschwindigkeit, mit der die Klimakatastrophe sich in ihren Auswirkungen schon heute zeigt, macht keinen Halt vor LĂ€ndergrenzen. Deswegen unterstĂŒtze ich den Protest von ‘Aterstall Vatmaker’ und zeige, dass wir uns auch von drohender Haft nicht abschrecken lassen! Denn wir haben nur noch 2-3 Jahre Zeit, um den todbringenden Klimakollaps aufzuhalten.”

 

Carla Hinrichs, eine der Sprecherinnen der Letzten Generation, erlĂ€utert: “Christian BlĂ€ul und Kevin Hecht sind die ersten BĂŒrger, die jemals in Schweden fĂŒr ihren Einsatz fĂŒr das Klima inhaftiert wurden. Wir lassen uns nicht durch die Androhung von GefĂ€ngnis davon abhalten, alles Notwendige dafĂŒr zu tun, um Klimakipppunkte und die Vernichtung unserer Zivilisationen aufzuhalten.”

 

24.8.2022 13:30: Festgeklebt an Poussind GemĂ€lde “Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe” - friedlicher Widerstand gegen Regierungskurs der Zerstörung

Festgeklebt an Poussind GemĂ€lde “Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe” – friedlicher Widerstand gegen Regierungskurs der Zerstörung

24.08.2022 Frankfurt (Main), 13:30 Uhr – Aus Protest gegen den tödlichen fossilen Kurs der Bundesregierung haben sich heute Mittag zwei Mitglieder der Letzten Generation an das GemĂ€lde „Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe“ von Nicolas Poussin im StĂ€del Museum in Frankfurt (Main) geklebt.

 

Das Bild steht heute symbolisch fĂŒr den zerstörerischen Kurs der aktuellen Politik: Es zeigt Pyramus am Boden liegend, neben ihm ein Schwert, mit dem dieser sich aufgrund irriger Annahmen in den Tod stĂŒrzte. Sowie Pyramus von falschen Annahmen ausging, geht auch unsere Regierung von falschen Annahmen aus, die unsere Gesellschaften in den Zusammenbruch fĂŒhren werden: LNG-Terminals, der Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken und ein Ausbleiben sinnvoller Maßnahmen wie ein Tempolimit oder kostenloser Nahverkehr werden uns weiter in die tödliche Klimakatastrophe fĂŒhren.

 

Penelope Frank (31) erklÀrt, weshalb sie sich heute an das Bild klebt:
„Ich bin verstĂ€ndnislos und wĂŒtend, dass die Regierung unsere Zukunft, unser aller Leben aufs Spiel setzt. Wir sehen schon heute auf durch DĂŒrre und Feuer zerwĂŒstete FlĂ€chen und von Fluten weggerissene Ortschaften, hier in Deutschland, in Europa und vor allen bei den Ärmsten dieser Welt. Ich habe mich heute an dieses bedrĂŒckende GemĂ€lde angeklebt, weil Protest und Widerstand gegen den Kurs der Zerstörung unserer Regierung nicht weiter ignorierbar sein dĂŒrfen.“

 

Raul Semmler (38), Schauspieler und Drehbuchautor, fĂŒgt hinzu:
„Wollen wir in ein paar Jahrzehnten, in den TrĂŒmmern stehen und uns fragen, warum wir nicht genug getan haben? Warum wir die Kriege um Essen und Wasser, die Zerstörung durch extreme Wetterereignisse, BrĂ€nde, StĂŒrme, Fluten nicht verhindert haben? Wir haben noch 2 bis 3 Jahre, um die schlimmsten Szenarien der Klimakatastrophe abzuwenden. Deswegen mĂŒssen wir jetzt Widerstand leisten, ĂŒberall.“

 

“Mit Aktionen wie der heutigen wird der Widerstand gegen den Kurs der Bundesregierung unignorierbar auch an Orte der Kunst und Kultur getragen. Orte, die einem absoluten Kollaps des Weltklimas und einem folgenden Zusammenbruch sozialer Systeme ebenso zum Opfer fallen werden wie unzĂ€hlige Leben, wenn nicht endlich die Notbremse gezogen wird, „ erklĂ€rt Lea Bonasera, MitgrĂŒnderin der Letzten Generation.

 

Erst gestern hatten sich zwei UnterstĂŒtzer:innen der Letzten Generation an Raffaels „Sixtinische Madonna“ in Dresden festgeklebt.

23.08.2022 12:10: An GemÀlde festgeklebt - Widerstand an Sixtinischer Madonna

An GemĂ€lde festgeklebt – Widerstand an Sixtinischer Madonna

 

 

Dresden, 22.08.2022, 12:10 – Zwei Menschen der Letzten Generation klebten sich heute Vormittag an Raffaels „Sixtinische Madonna“ fest. Mit ihrer Aktion in der Dresdner GemĂ€ldegalerie verdeutlichen die entschlossenen BĂŒrger:innen, dass die weltweit voranschreitende Klimakatastrophe unignorierbar ist.

Jakob Beyer (28), der seine Zimmermann-Lehre abgebrochen hat, um in den zivilen Widerstand zu treten, wĂ€hrend er sich an der ‚Sixtinischer Madonna‘ festklebt: „Die Klimakatastrophe ist eine bisher nie dagewesene Bedrohung unglaublichen Ausmaßes. Mörderische DĂŒrren, vernichtende Hitze, alles verschlingende WaldbrĂ€nde: Das wird in den nĂ€chsten Jahren dramatisch zunehmen. Nicht nur hier in Deutschland. Nicht nur in der SĂ€chsischen Schweiz, dem wichtigsten Naherholungsgebiet Dresdens. Sondern weltweit!“

Maike Grunst (21) ergĂ€nzt, wĂ€hrend sie sich an das weltberĂŒhmte GemĂ€lde klebt: „Die international bekannte Sixtinische Madonna ist ein starkes Symbol: Maria und Jesus blicken mit Furcht in die Zukunft. Sie sehen dem Kreuztod Christi mit Schrecken entgegen. Ein genauso vorhersehbarer Tod wird auch das Resultat des Klimakollaps sein. Und zwar auf der ganzen Welt!“

Mit der heutigen Aktion solidarisiert sich die Letzte Generation auch mit Christian BlĂ€ul (40). Der deutsche Software-Entwickler und zweifacher Familienvater hatte im schwedischen Stockholm am 17.08. zusammen mit “ÅterstĂ€ll VĂ„tmarker” (Sumpfgebiete Wiederherstellen) mit einer friedlichen Sitzblockade auf den Klimakollaps aufmerksam gemacht. In einem Eilverfahren war er anschließend zu mindestens 9 Tagen Haft verurteilt worden. Bei der gestrigen Aktion der schwedischen Schwesterorganisation “ÅterstĂ€ll VĂ„tmarker” wurde erneut ein deutscher BĂŒrger, Kevin Hecht (30), festgenommen, der sich bis auf unbestimmte Zeit in Gewahrsam befindet. 

„Alles was uns lieb ist, wird durch die Klimakatastrophe zerstört werden. Die globale Erhitzung betrifft uns alle: In jedem Land, jeder Branche und allen Bereichen der Gesellschaft. Um zu ĂŒberleben, mĂŒssen wir sofort handeln!“, so Carla Hinrichs (25), eine der Sprecherinnen der Letzten Generation.

22.08.2022 Deutscher Familienvater im schwedischen GefÀngnis

Stockholm, 22.08.2022Christian BlĂ€ul wurde am Mittwoch, 17.08.2022 in Stockholm festgenommen, nachdem er sich dort bei einer friedlichen Sitzblockade fĂŒr mehr Klimaschutz eingesetzt hatte. Der deutsche Familienvater und UnterstĂŒtzer der Letzten Generation wurde von einem Gericht in Schnellverfahren fĂŒr mindestens 9 Tage in Haft genommen. BlĂ€ul wird daher bis mindestens Freitag, den 26.08. in einem schwedischen GefĂ€ngnis ausharren, wĂ€hrend nun ĂŒber weitere Strafverfolgung entschieden wird.

 

Die schwedischen Behörden gehen in diesem Fall besonders hart vor. Noch nie war ein UnterstĂŒtzer der Letzten Generation oder der schwedischen Schwesterorganisation “ÅterstĂ€ll VĂ„tmarker” (Sumpfgebiete Wiederherstellen) [1] so lange in Gefangenschaft.

 

„Ich stehe zu dem, was ich tue und werde zu allen Gerichtsverhandlungen erscheinen. Es ist wichtig jetzt zu handeln, auch international, denn die Klimakatastrophe macht nicht vor den Grenzen halt“, teilte Christian BlĂ€ul dem Gericht vor seiner Verurteilung mit.

 

Die Sitzblockade, an der sich BlĂ€ul beteiligte, fand zusammen mit “ÅterstĂ€ll VĂ„tmarker” (Sumpfgebiete Wiederherstellen) statt. Diese schwedische Schwesterorganisation der Letzten Generation fordert von der schwedischen Regierung, Torfabbau zu verbieten und Sumpfgebiete wiederherzustellen. Beide sind Teil des A22-Networks, unter dem sich Kampagnen des friedlichen zivilen Widerstandes in inzwischen 9 LĂ€ndern zusammengeschlossen haben. Der drohende Klimakollaps macht nicht vor Landesgrenzen halt, genauso wenig wie die dringenden Gegenmaßnahmen, daher tut es der zivile Widerstand auch nicht.

 

Heute morgen blockierten erneut BĂŒrger:innen von “ÅterstĂ€ll VĂ„tmarker” gemeinsam mit anderen Organisationen friedlich eine Fernstraße bei Stockholm. Dabei auch ein UnterstĂŒtzer der Letzten Generation [2].

Carla Hinrichs (Pressesprecherin der Letzten Generation) fĂŒhrt dazu an: „Wir befinden uns in einer globalen Krise, die Erde brennt. Darum ist es wichtig, dass wir auch auf internationaler Ebene mehr Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe fordern. Wir lassen uns von unserem Einsatz fĂŒr die Zukunft unserer Kinder und aller Menschen nicht abschrecken. Auch nicht von GefĂ€ngnisstrafen!“

 

[1] Kontakt in Schweden: Spokesperson Josefin +46703892510; ÄterstÀllvÄtmarker.se
[2] www.facebook.com/aterstallvatmarker/videos/584874889770006/

16.8.2022 NĂŒrnberger Pater Dr. Jörg Alt blockiert Hauptverkehrsstraße in NĂŒrnberg

NĂŒrnberger Pater Dr. Jörg Alt blockiert Hauptverkehrsstraße in NĂŒrnberg

Immer mehr Menschen schließen sich dem Widerstand an – Vorgeschmack auf einen turbulenten Herbst

NĂŒrnberg, 16.8. – Am heutigen Dienstagmittag um 100 Sekunden vor 12 blockiert der Jesuiten-Pater Dr. Jörg Alt gemeinsam mit dem Hungerstreikenden Henning Jeschke, weiteren NĂŒrnberger:innen der Letzten Generation sowie Extinction Rebellion den Altstadtring.
Jörg Alt SJ: „In der Klimakatastrophe hat die Kirche die Pflicht, die Regierung an ihre moralische Verantwortung den Menschen gegenĂŒber zu erinnern.“
Zuletzt hatte sein öffentliches Retten weggeworfener Lebensmittel aus der Supermarkttonne zu Diskussionen rund um zivilen Ungehorsam gefĂŒhrt – wĂ€hrend sich klimabedingte Hungersnöte weiter ausbreiten und unsere Lebensmittelpreise steigen.

 

Die Weltuntergangsuhr des Bulletin of the Atomic Scientists zeigt: Es ist fĂŒr uns Menschen gerade 100 Sekunden vor zwölf [1]. Um kurz vor zwölf Ortszeit bringen die BĂŒrger:innen inklusive des bundesweit bekannten Jesuiten-Paters den Altstadtring vor dem NĂŒrnberger Hauptbahnhof in beiden Fahrtrichtungen zum Stillstand. Die prominente UnterstĂŒtzung vor Ort umfasst unter anderem Pater Klaus VĂ€thröder, MdL a.D. Hermann Imhof (CSU) und MdB a.D. Uwe Kekeritz (GrĂŒne). Das breite BĂŒndnis zeigt: Immer mehr Teile der Gesellschaft schließen sich dem entschlossenen Widerstand auf den Straßen an und versuchen, den todbringenden Regierungskurs noch aufzuhalten. Sie kĂŒndigen der fossilen Elite den Gehorsam auf – in der Tasche die Vision einer besseren Welt. Auf der Straße spielen Menschen live Klaviermusik, ein Sofa und Topfpflanzen laden zum Verweilen ein.

 

Henning Jeschke, 22 (MitgrĂŒnder Letzte Generation): „Ich war 27 Tage lang im Hungerstreik bis auf die Intensivstation. Dann war Bundeskanzler Olaf Scholz bereit, mit uns ĂŒber seine Verantwortung in der Klimakatastrophe zu sprechen. Ein Jahr spĂ€ter versinkt Europa in WaldbrĂ€nden und noch immer fehlen die einfachsten Schritte, um das globale Massenmorden zu beenden. Gerade Bayern ist das nationale Symbol des Klimaversagens – nirgends ist die politische Planlosigkeit wohl offensichtlicher als hier [2]. So ist es genau der richtige Ort, um gemeinsam mit der Kirche die Bundesregierung im Angesicht der moralischen Verwahrlosung unserer Gesellschaft an ihre Verantwortung zu erinnern: Wie kann es sein, dass alle Bundes- und Landesregierungen mit Geld fĂŒr schmutziges Öl Kriege wie in der Ukraine finanzieren, wenige Reiche und ihre Öl-Konzerne steuerfrei die Gewinne abgreifen und die einfache Bevölkerung sich im kommenden Winter ihr Essen nicht leisten kann?”

 

Ernst Hörmann, 72 (Letzte Generation): „Wir mĂŒssen jetzt handeln, weil unser Leben davon abhĂ€ngt; und das unserer Kinder. Aus der Geschichte wissen wir: Wenn wir uns friedlich und entschlossen dem Todesmarsch unserer Gesellschaft entgegenstellen, können wir schnelle VerĂ€nderung herbeifĂŒhren. Wir brauchen jetzt mehr Menschen im zivilen Widerstand, die im Herbst mit uns auf die Straßen gehen, um das Ruder noch rumzureißen und die Klimakatastrophe abzuwenden. Denn der Kollaps unserer Gesellschaft ist fĂŒr uns alle keine Option.”


Quellen
[1] Weltuntergangsuhr: thebulletin.org/doomsday-clock/
[2] Siehe z.B. Studie “BundeslĂ€nderindex MobilitĂ€t & Umwelt” der Allianz pro Schiene: www.allianz-pro-schiene.de/wp-content/uploads/2020/10/2020_Bundeslaenderindex.pdf#page=5

30.7.2022 14:00 Letzte Generation sammelt 60 x 241€ Ablöse-GebĂŒhren in 48 Stunden

Letzte Generation sammelt 60 x 241€ Ablöse-GebĂŒhren in 48 Stunden

30.7.2022 14:00 Uhr – Seit Anfang des Jahres setzen sich die BĂŒrger:innen der Letzten Generation mit ihren Protestaktionen fĂŒr den Klimaschutz ein. FĂŒr ihre Straßenblockaden mit angeklebten HĂ€nden sollen sie nun 60 mal 241 Euro GebĂŒhren fĂŒr das Ablösen zahlen [1]. Weniger als 48 Stunden nach dem ersten Social Media Aufruf [2] fehlen bereits nur noch wenige Euro zum Gesamtbetrag von 14.460 Euro (aktuell: 13.935 Euro) [3].

 

Foto: Screenshot der Spendenkampagnen-Seite: www.gofundme.com/f/60-x-241

 

Henning Jeschke (22), Mitinitiator der Letzten Generation dazu: “Mit unseren Blockaden kĂ€mpfen wir darum zu ĂŒberleben! Wir wollen die Bundesregierung dazu bewegen, die Verfassung zu schĂŒtzen und den gesellschaftlichen Kollaps abzuwenden. DafĂŒr sind wir auch bereit hohe Strafen zu zahlen und sogar ins GefĂ€ngnis zu gehen.”

 

Carla Hinrichs (25), Pressesprecherin der Letzten Generation ergĂ€nzt: “Wir sind unglaublich dankbar fĂŒr die finanziellen Hilfen. Sie zeigen, dass die Bevölkerung unsere Forderungen und den Widerstand unterstĂŒtzt, von dem das Ankleben ein notwendiger Teil ist, um mit der VerlĂ€ngerung der Störung die grĂ¶ĂŸtmögliche Aufmerksamkeit auf den drohenden Klimakollaps zu lenken. Den Menschen ist klar: Wir mĂŒssen beim Klimaschutz sofort handeln, sonst ist es zu spĂ€t!

 

Neben den Kosten fĂŒrs Ablösen mussten die KlimaschĂŒtzer:innen bislang keine Strafen oder Bußgelder zahlen. Noch kein Verfahren wurde vor einem Gericht eröffnet und die Staatsanwaltschaft selbst zweifelt an der Strafbarkeit der Blockaden [4].

 

Dass im Falle der AblösegebĂŒhren nun so schnell Hilfe aus der Bevölkerung kam wirft daher auch weitere Fragen auf: Wie geht der Staat damit um, dass verzweifelte BĂŒrger:innen den Alltag stören? Handelt er durch seine Maßnahmen im Namen der Bevölkerung?

Die BĂŒrger:innen der Letzten Generation jedenfalls werden ihren Widerstand fortfĂŒhren. Denn die Zeit im Kampf gegen den Klimakollaps ist knapp. Weitere Spenden sammeln die KlimaschĂŒtzer:innen ĂŒber ihre Website: letztegeneration.de

 

[1] RBB v. 19.7.2022: www.rbb24.de/politik/beitrag/2022/07/strassenblockaden-letzte-generation-strafverfahren-berlin.html
[2] Aufruf auf Twitter: twitter.com/AufstandLastGen/status/1552695507172081664; Instagram: www.instagram.com/p/CgjfitWMSfW/
[3] Link zu abgeschlossener Kampagne auf gofundme: www.gofundme.com/f/60-x-241
[4] Bericht der Berliner Zeitung dazu: www.berliner-zeitung.de/news/autobahn-blockaden-letzte-generation-73-verfahren-gegen-klima-aktivisten-in-berlin-li.244098

22.7.2022 Statement: Bundesregierung Ă€ußert sich zu Nordseeöl

Bundesregierung Ă€ußert sich zu Nordseeöl


Auf dem Weg in den absoluten Klimakollaps sprach das Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) noch im MĂ€rz öffentlich davon, neue Nordseeölbohrungen prĂŒfen zu wollen. [1]

Mit Blick auf die wissenschaftlichen Fakten zur bevorstehenden Klimakatastrophe dĂŒrfte jedem Kind klar sein, dass solche Bohrungen absoluter fossiler Wahnsinn sind. Neue Ölbohrungen wĂŒrden das dringend zu löschende Feuer weiter massiv anheizen.

 

Nun, Mitte Juli 2022, erklĂ€rt das Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Klima auf Anfrage dem NDR gegenĂŒber endlich öffentlich: „Die Bundesregierung bereitet weder neue Ölbohrungen vor, noch prĂŒft sie, inwieweit diese möglich wĂ€ren. […]“ [2]

 

Wir befĂŒrworten es sehr, dass die Bundesregierung von diesem fatalen Schritt nun abrĂŒckt und nicht kurzfristig neue Ölbohrungen vorantreiben will. Das ist ein kleiner Schritt in der Anerkennung des Klimanotfalls. Es zeigt uns deutlich, dass unser Widerstand auf der Straße wirksam ist und Einfluss nimmt.

 

Doch erklĂ€rt die Bundesregierung weiter: „Genehmigungen […] fallen […] in die ZustĂ€ndigkeit der LĂ€nder. Die Landesbergbehörden mĂŒssen dann […] ĂŒber solche AntrĂ€ge entscheiden.“ [2] und schiebt damit ihre Verantwortung, der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen eine Absage zu erteilen, zum Teil auf die LĂ€nder ab. Diese können bei Vorhaben in der Zukunft vom Kurs der Bundesregierung und dem Koalitionsvertrag abweichend Ölbohrungen durch die HintertĂŒr zulassen.

 

Eine Bundesregierung, die sich gewahr wird, dass diese Legislaturperiode ĂŒber das Schicksal der Menschheit entscheidet, wĂŒrde den politischen Kurs allumfassend in Richtung Überleben wandeln. Den Notfall anerkennen, als der er ist, und massiv umlenken. Nicht nur sparen anstatt zu bohren, sondern jetzt ein Tempolimit auf den Weg bringen und mit kostenlosem ÖPNV eine MobilitĂ€t fĂŒr die BĂŒrger:innen bauen, muss die Devise sein.

 

Bereits jetzt gerĂ€t die Lage im Klimanotfall immer weiter außer Kontrolle: Die Selbstreinigung der AtmosphĂ€re in Bezug auf das hochgradig klimaerhitzende Methan versagt [3], in der vergangenen Woche starben in Europa ĂŒber 1000 Menschen an Hitze [4], Italien, Frankreich, Griechenland und Kroatien brannten, es erschien eine Recherche, laut der Asylsuchende an Europas Grenze in Handschellen ins Meer geworfen wurden [5], das Amt fĂŒr Bevölkerungsschutz warnte vor unbewohnbaren Gebieten in Deutschland [6].

 

Quellen:
[1] Tagesspiegel:
www.tagesspiegel.de/politik/lindner-will-mehr-nordsee-statt-putin-oel-warum-neue-oelbohrungen-in-deutschland-zur-option-werden/28159470.html
FAZ:
www.faz.net/aktuell/politik/inland/energieversorgung-bundesregierung-ringt-um-nordsee-oel-bohrung-17875320.html
WZ: www.wz.de/nrw/nrw-landtagswahl-stoerer-klebt-sich-bei-habeck-rede-in-duesseldorf-an-buehne_aid-69609745
[2] Das Erste:
daserste.ndr.de/panorama/archiv/2022/Radikale-Klimaproteste-Stoppen-sie-die-Katastrophe,klimaproteste102.html
[3] Der Spiegel:
www.spiegel.de/wissenschaft/natur/methan-konzentration-steigt-die-selbstreinigung-der-atmosphaere-macht-schlapp-a-623619c3-368f-46d7-bb62-f0a4866c6bcf
[4] Heise:
www.heise.de/tp/features/Ueber-1000-Hitzetote-Wann-werden-Kohle-Gas-und-Oel-endlich-als-Krankmacher-eingestuft-7182324.html
[5] aegean.forensic-architecture.org
[6] Tagesschau:
www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/klimawandel-deutschland-unbewohnbar-101.html

15.7.2022 8:00: Zentrale Blockade A103/A100 - „Die Entscheidung fĂ€llt jetzt“

15.07.2022, 8:00 Uhr – WĂ€hrend in Europa Wassernotstand herrscht, leisten BĂŒrger:innen der Letzten Generation auf der A103 in Berlin zur Zeit erneut friedlich Widerstand gegen das Befeuern der Klimakatastrophe. Sie rufen ihre Mitmenschen dazu auf, sich ihrem zivilen Widerstand gegen die Vernichtung unserer Lebensgrundlagen anzuschließen. Denn trotz ausgetrockneter FlĂŒsse, weltweiter Hungerkatastrophen und tödlicher Hitzewellen befeuert die Regierung Scholz die Klimakrise weiter.

Lea Bonasera (24), MitbegrĂŒnderin der Letzten Generation, wĂ€hrend sie heute friedlich die A100 blockiert: 

„In Zeiten von Hungerkatastrophen, tödlicher Hitze und Wassernotstand sind wir gezwungen, uns zu entscheiden. Entweder wir reduzieren unseren Ausstoß von Treibhausgasen sofort drastisch oder das wir unser neuer Alltag. Wir dĂŒrfen nicht lĂ€nger zuschauen, wie unsere Regierung weiter nach Öl bohren will! Leistet Widerstand!“

„Wir brauchen kein neues Öl aus der Nordsee und keine neuen FlĂŒssigerdgas-Terminals an Land. Wir können unsere Versorgung auch ohne das sicherstellen, indem wir endlich entschiedene Sparmaßnahmen einleiten. Wie zum Beispiel ein Tempolimit und einen kostenlosen Nahverkehr.“

Nachdem es in den vergangen vier Wochen immer wieder zu Blockaden in der ganzen Stadt kam, fanden die BĂŒrger:innen sich heute zu einer zentralen Blockade am Autobahnkreuz Schöneberg zwischen A100 und A103 zusammen. Und machten die Autobahnen damit erneut zum zentralen Ort des friedlichen zivilen Widerstandes. Mehrere Menschen klebten sich dabei erneut auf der Straße fest, um eine grĂ¶ĂŸtmögliche Störung zu erreichen.

Außerdem gingen einige BĂŒrger:innen durch die wartenden Autoreihen. Dabei hielten sie Plakate mit persönlichen Botschaften hoch, die ihre Verzweiflung und Angst im Angesicht des drohenden Klimakollaps zum Ausdruck brachten.

14.7.2022 10:30: UnterlassungserklĂ€rung nach Pipelineaktion - „Ich lasse mich nicht mundtot machen“

UnterlassungserklĂ€rung nach Pipelineaktion – „Ich lasse mich nicht mundtot machen“

 

14.7.2022 – RaĂșl Semmler legt Widerspruch ein gegen eine UnterlassungserklĂ€rung der PCK Raffinerie GmbH nach der er keine Fotos oder Videos seines zivilen Widerstands an der PCK-Pipeline „verbreiten oder verbreiten lassen“ dĂŒrfe. Semmler, Schauspieler und Drehbuchautor, hatte dieses Jahr mehrmals, zusammen mit anderen Menschen der Letzten Generation, die PCK-Pipeline abgedreht. Damit wollen sie auf die kommende unwiederbringliche Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durch fossile Brennstoffe aufmerksam zu machen.

 

RaĂșl Semmler zu der UnterlassungserklĂ€rung, die die PCK ihm ĂŒber eine Anwaltskanzlei zukommen ließ:

 

„Unser Protest hat gewirkt – Der Pipelinebetreiber PCK sagt selbst, dass die gesamte Anlage abgestellt werden musste und sie bis zu 99.999 Euro weniger Geld mit der Zerstörung unserer Zukunft verdienen konnten. Nun soll ich nicht mehr ihre Anlagen betreten, nicht mehr Pipelines abdrehen, keine Bilder und Videos von meinen vorherigen Aktionen hierzu verbreiten.“

Und er wendet sich an seine Mitmenschen:

 

„Ich fechte diese UnterlassungserklĂ€rung an, da ich mich nicht mundtot machen lassen möchte. Helft mit und verbreitet die Fotos von den Protestaktionen an der Öl-Pipeline. Das Zeitfenster, eine lebensfeindliche Welt abzuwenden, schließt sich und damit das Zeitfenster, milliardenfaches Leid abzuwenden.”

 

Falls er der UnterlassungserklĂ€rung nicht nachkomme, drohe ihm das Unternehmen mit bis zu 250.000 € Strafzahlung oder sogar bis zu 6 Monaten Haft, so Semmler weiter.

 

Auf die Frage, warum er die Pipeline friedlich abgedreht habe, ergÀnzt er:

„Hier muss das Eigentum gegen das Recht auf Leben abgewogen werden. Unsere Aktionen zeigen, dass Pipelines wie die der PCK weiter Rohöl transportieren und unsere Umwelt und Lebensgrundlagen weiter zerstören. Und dass sie sich daran bereichern. Das habe ich fĂŒr einen Moment verhindert.“

Unter diesem Link finden Sie den Twitter Post der Letzten Generation dazu. Hier RaĂșl Semmlers ganzes Statement im Video.

 

17 Menschen der Letzten Generation hatten dieses Jahr bereits mehrfach friedlich Pipelines in ganz Deutschland abgedreht. Sie forderten von der Bundesregierung, dass es keine neue fossile Infrastruktur geben wird, insbesondere keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee. Raul Semmler hatte dreimal friedlich die PCK Pipeline abgedreht: am 27.4. bei der Druschba Pipeline, am 1.5. in Liepe und am 16.5. in Borrentin.

12.7.2022 22:00: DerniĂšre RĂ©novation interrupts the Tour de France at the 10th stage: "We must stop the mad race towards our annihilation"

DerniĂšre RĂ©novation interrupts the Tour de France at the 10th stage: „We must stop the mad race towards our annihilation“

 

 

July 12, 2022 – 9 citizens supporting DerniĂšre RĂ©novation interrupted the 10th stage of the Tour de France between Morzine and MegĂšve at Magland, to stop the crazy race towards the destruction of our society. 

We can no longer remain spectators of the ongoing climate disaster. We have 989 days left to save our future, our humanity. 

The finish line is a ravine and we accuse our government and in particular the President of the Republic of condemning us to death. The effects of announcement, the pitiful effects of language on the alleged ecological „revolution“ of the government are intolerable and criminal. It is necessary to change policy, and to start -immediately- with the global energy renovation of buildings. 

The Tour de France was disrupted for 17 minutes and the race was stopped for more than 15 minutes.

Alice (32) and three other citizens had a „We have 989 days left“ t-shirt and a link – derniererenovation.fr – echoing AlizĂ©e’s action at Roland Garros on June 3rd. DerniĂšre RĂ©novation’s sports disruption actions are part of an international Civil Resistance movement, the A22 Network.

Alice: „I’d rather not get to that point. I’d rather be with my family, sitting on my couch watching the Tour de France, while the government does its job. But that’s not the reality.“

„The reality is that the world towards which politicians are sending us is a world in which the Tour de France will no longer exist. In this world, we will be busy fighting to feed ourselves and to save our families. Under these conditions we will face wars and mass famines. We must act and enter into civil resistance today to save what remains to be saved.“

„What do you expect me to do? Stand by the side of the road and watch my life go by as I watch the cyclists go by? No, I have decided to act and interfere to avoid the worst episode of suffering and create a new world. Because everything can still change.“

12.7.2022 21:00: Haftrichter:innen erkennen Klimakollaps nicht - Statement der Letzten Generation

Haftrichter:innen erkennen Klimakollaps nicht – Statement der Letzten Generation

 

Sehenden Auges rast unsere Bundesregierung dem Zusammenbruch unserer Gesellschaft entgegen. Die friedlichen BĂŒrger:innen der letzten Generation stellen sich dem entschlossen in den Weg und nehmen dafĂŒr selbstlos Gefangenschaft in Kauf. Im Jahr 2022, wĂ€hrend Europa vertrocknet, gibt es keine NeutralitĂ€t. Deswegen baten die BĂŒrger:innen die Haftrichter:innen, welchen sie gestern Nachmittag vorgefĂŒhrt wurden, sich eindeutig zu positionieren:

“Wenn Sie mich freilassen, werde ich mich direkt auf die nĂ€chste Autobahnabfahrt kleben und mich damit dem todbringenden System in den Weg stellen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen: Sperren Sie mich ein oder lassen Sie mich frei, damit ich mich weiter fĂŒr den Schutz unserer Verfassung einsetzten kann”, sagte Lars Werner, in Ă€hnlicher Form wie alle weiteren von der Polizei festgehaltenen BĂŒrger:innen der Letzten Generation gestern Abend vor dem Haftrichter. 

Die Haftrichter:innen urteilten verlĂ€ngerten Gewahrsam ĂŒber Nacht fĂŒr 25 friedliche BĂŒrger:innen. 

“Im Versuch, den geregelten Ablauf des aktuellen fossilen Alltags störungsfrei aufrechtzuerhalten, erkennt die Judikative nicht, dass unser aller Sicherheit und Ordnung durch das kriminelle Handeln der Regierung massiv gefĂ€hrdet ist. Im Sommer 2022, wĂ€hrend die Wetterdienste eine massive Hitzewelle vorhersagen [1], mĂŒssen wir erwarten, dass die Richter:innen dieses Landes Verantwortung im Klimanotfall ĂŒbernehmen.”

Alle BĂŒrger:innen, die am Abend noch entlassen werden mussten, weil die Richter:innen keine Zeit mehr hatten, ĂŒber sie zu urteilen, blockierten am nĂ€chsten Morgen erneut die Autobahn.[2]

[1] twitter.com/TerliWetter/status/1545821069654769664 
[2] Sie blockierten um kurz nach 8 Uhr morgens die Autobahnausfahrt der A111 Heckerdamm Richtung SĂŒden (siehe Instagram-Story: www.instagram.com/letztegeneration/)

12.7.2022 9:00: 241 Euro fĂŒrs Kleben – Wie viel ist uns unsere Zukunft wert?

241 Euro fĂŒrs Kleben – Wie viel ist uns unsere Zukunft wert?

 

Berlin, 12.07.2022, 9 Uhr – Die BĂŒrger:innen der Letzten Generation blockieren heute erneut die Berliner A100. Trotz NĂ€chten in Einzelzellen, StraftatvorwĂŒrfen und 241 Euro Kosten allein fĂŒr das Lösen sind die Menschen fest entschlossen. Denn wir hĂ€tten laut dem letzten Bericht des Weltklimarats nur noch 2-3 Jahre Zeit, um ĂŒber die Zukunft der Menschheit zu entscheiden. [1]

Da die Anzahl der Meschen die richterlichen KapazitĂ€ten ĂŒberstieg, wurden BĂŒrger:innen teilweise schon gestern Abend wieder aus dem Gewahrsam entlassen, obwohl sie vorher angekĂŒndigt hatten, sofort wieder zu blockieren.

Psychologe Lars Werner (30), bevor er gestern ĂŒber Nacht in Gewahrsam genommen wurde: 

„An alle da draußen, die verstanden haben, dass wir eine Klimakatastrophe haben und dass wir kurz vor dem Kollaps unserer Lebensgrundlagen stehen. Es gibt keine NeutralitĂ€t mehr im Jahr 2022, wo Deutschland und Europa brennt und austrocknet, wo Milliarden Menschen Hunger leiden, wo Menschen wegen Fluten ihre Heimat verlieren. Und es ist leider so, dass jetzt kein Widerstand bedeutet, dieses System zu unterstĂŒtzen, was sich zwangslĂ€ufig selbst vernichten und damit unermessliches Leid verursachen wird. Also, kommt mit dazu! Leistet Widerstand!“ [2]

Noch immer schweigt Bundeskanzler Olaf Scholz zu der Forderung, im Angesicht der Klimakatastrophe keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee durchzufĂŒhren. FĂŒr Henning Jeschke (22), Mitinitiator der Letzten Generation, bedeutet das ein Versagen der Regierung in der grĂ¶ĂŸten Not:

„Mit seiner Ignoranz befeuert Kanzler Scholz die grĂ¶ĂŸte Ungerechtigkeit und das grĂ¶ĂŸte Leid in der Geschichte der Menschheit. Die Regierung lĂ€sst die Bevölkerung mit der Klimakatastrophe allein. Schlimmer noch: Sie bricht die Verfassung! Denn sie verspielt mutwillig unser aller Leben und das Leben zukĂŒnftiger Generationen.“

WĂ€hrend Scholz schweigen und BĂŒrger:innen um ihre Zukunft bangen wĂŒrden, wĂŒrden wir ungebremst auf die Klimakatastrophe zu rasen. DĂŒrren und extreme Hitze wĂŒten in SĂŒdeuropa, Italien ruft den DĂŒrre-Notstand aus. Und auch fĂŒr Deutschland ist nĂ€chste Woche eine Hitzewelle mit bis zu 45 °C angekĂŒndigt – wie Renate KĂŒnast bereits anmerkte, als sie die Straßenblockaden gegen Kriminalisierung in Schutz nahm. [3]

Quellen:

[1] Der neueste IPCC Bericht (WGIII, 2022) sagt, dass die globalen Emissionen spĂ€testens 2025 sinken mĂŒssen, um mit 67% noch 2°C einzuhalten. (Summary for Policymakers, Kapitel C, S. 21)
[2] www.instagram.com/p/Cf3cJd_DPOF/
[3] Renate KĂŒnast auf Twitter: „typische Ablenkung. So fing es bei @F4F auch an, da ging erregte Debatte um die „Ungeheuerlichkeit“ freitags nicht zur Schule zu gehen. Aber die existentielle Frage ist: wie produzieren, transportieren, wohnen, essen wir? NĂ€chste #Hitzewelle in 1 Woche.“ / Twitter

11.7.2022 18:00: Zahlreiche Festnahmen bei Straßenblockaden - „Auch Einzelzellen können uns nicht stoppen“

Zahlreiche Festnahmen bei Straßenblockaden – „Auch Einzelzellen können uns nicht stoppen“

 


11.07.2022, 18 Uhr – Zahlreiche BĂŒrger:innen wurden bei den heutigen Straßenblockaden der Letzten Generation in polizeilichen Gewahrsam genommen. Sie hatten der Polizei zuvor entschlossen angekĂŒndigt, sich sofort wieder auf die Straße zu setzen, sollten sie freigelassen werden. Denn, „was wir in den nĂ€chsten 3 bis 4 Jahren tun, wird ĂŒber die Zukunft der Menschheit entscheiden.“ [1]

 

Sonja Manderbach (45), Kirchenmusikerin und Mutter, wĂ€hrend sie von der Polizei in Gewahrsam genommen wurde: „Ich bin fest entschlossen, mich dem zerstörerischen Kurs unserer Regierung weiter in den Weg zu stellen. Auch wenn sie mir Strafen androhen oder mich in eine Einzelzelle stecken, werde ich wiederkommen. Sobald sie uns freilassen, werden wir mit mehr Menschen wieder auf die Straße gehen. Wir alle, auch Polizei und Justiz, haben jetzt die Wahl: entscheiden wir uns fĂŒr das Überleben der Menschheit oder sperren wir lieber Menschen fĂŒr ihren friedlichen Widerstand gegen die Vernichtung ein?“

 

Ronja (16), die eigentlich noch zur Schule geht, blockierte heute bereits zum zweiten Mal eine Berliner Autobahn. Sie habe Angst vor der Zukunft, weil die Politik ihrer Verantwortung in der Klimakrise weiterhin nicht gerecht werde.

Eike, Ronjas Mutter, wĂ€hrend sie sich neben ihrer Tochter auf die Straße klebt: „Wir sind heute hier, weil wir Angst vor der Klimakrise und der damit verbundenen Zukunft haben. Ich habe Angst um die Zukunft meiner Kinder! Aber auch, weil wir die Hoffnung haben, durch zivilen Widerstand noch etwas verĂ€ndern zu können! Herr Scholz, verzichten Sie auf neues Nordseeöl, fĂŒr unsere Kinder!“

 

Vor einigen Tagen Ă€ußerte sich der ehemalige Bundesumweltminister JĂŒrgen Trittin im Fernsehen zu den Straßenblockaden der Letzten Generation. Auf die Frage, ob dieser friedliche Protest ein geeignetes Mittel sei, antwortete er:

 

„Ziviler Ungehorsam beruht ja darauf, dass Recht gebrochen wird. Auch auf die Gefahr hin, selber sanktioniert zu werden. Ich glaube, es ist wichtig, dass Menschen sich engagieren. […] der Druck, der auf der Straße gemacht worden ist, der hat schon sein Echo gefunden.“ [2]

 

Quelle:

 

[1] Climate Reality Check 2021 (S.3)
[2] youtu.be/bqzJGqWiolg

11.7.2022 08:00 Vierte Woche Widerstand - BĂŒrger:innen weiterhin fest entschlossen

Vierte Woche Widerstand – BĂŒrger:innen weiterhin fest entschlossen

Berlin, 11.07.2022, 8:00 Uhr
– BĂŒrger:innen der Letzten Generation blockieren zur Zeit die vierte Woche in Folge friedlich Berliner Autobahnen. Damit prangern sie das ,kriminelle FĂŒhrungsversagen‘ [1] der Regierung Scholz an, die weiterhin neue Ölbohrungen in der Nordsee plant. Sie zeigen sich weiterhin entschlossen und rufen alle Mitmenschen dazu auf, sich ihrem friedlichen Widerstand fĂŒr ein Überleben der Menschheit anzuschließen.

Sonja Manderbach (45), Kirchenmusikerin und Mutter, auf die Frage, warum sie heute wieder auf der Straße sitzt: „Wir sind erschĂŒttert darĂŒber, dass Olaf Scholz nicht bereit ist, eine ErklĂ€rung gegen neues Nordseeöl abzugeben. Mir sagt das, dass er und seine Regierung die Bevölkerung nicht retten werden. Scholz wird uns ĂŒber die Klippe in die Klimakatastrophe stĂŒrzen.“

Und sie gibt sich fest entschlossen, wĂ€hrend sie sich an der Straße festklebt: „Neue Nordseeöl-Bohrungen bedeuten Leid fĂŒr Milliarden von Menschen. Fossiles Öl zerstört unsere Zukunft und die unserer Kinder. NĂ€chte in Einzelzellen oder VorwĂŒrfe von Straftaten werden uns keinen Zentimeter von unserem Widerstand abbringen. Es geht in der Klimakatastrophe um nicht weniger als das Überleben der gesamten Menschheit!“

Lea Bonasera (24), MitbegrĂŒnderin der Letzten Generation, ruft ihre Mitmenschen auf: „Im Sommer 2022, wĂ€hrend Europa austrocknet und brennt und wir auf einen weltweiten Klimakollaps zusteuern, gibt es keine NeutralitĂ€t mehr. Jetzt keinen Widerstand zu leisten, bedeutet, den zerstörerischen fossilen Kurs unserer Regierung mitzutragen. Schließt euch unserem friedlichen Widerstand gegen die Vernichtung unserer Gesellschaft an!“

Bislang wĂŒrden die Bundestagsabgeordneten der CDU [2] und Linken [3] ĂŒber Twitter lieber ĂŒber das Vorgehen der Polizei als ĂŒber Maßnahmen zur EindĂ€mmung des Klimanotstands diskutieren. Doch schon jetzt werde in Norditalien der DĂŒrre-Notstand ausgerufen. Abertausende Menschen stĂŒnden in Australien vor zerstörten HĂ€usern und wir hier in Deutschland wĂŒrden vielleicht schon nĂ€chste Woche tödliche Hitze von 45 Grad erleben.

Aus diesem Grund wĂŒrden die BĂŒrger:innen der Letzten Generationheute heute erneut an mehreren Stellen die A100 blockieren und auch wieder SchilderbrĂŒcken besetzen. Sie seien fest entschlossen, weiter fĂŒr unser aller Zukunft und die kommender Generationen friedlichen zivilen Widerstand zu leisten.

Quellen:

[1]unric.org/de/ipcc280202022/
[2]twitter.com/jm_luczak/status/1545685993621176321?s=21&t=o6damEcEmGdqoprCRHjtyw
[3]twitter.com/carenlay/status/1545762491229257735?s=21&t=5MZFY-t-WHD3QqiUVw3ltw

9.7.2022 10:30 Scholz bohrt vor Kanzleramt nach Öl - Guterres: ,Kriminelle' Bundesregierung

Scholz bohrt vor Kanzleramt nach Öl – Guterres: ,Kriminelle‘ Bundesregierung

 

Berlin, 09.07.2022, 10:30 Uhr – Ein großes Polizeiaufgebot hat soeben BĂŒrger:innen der Letzten Generation in Handschellen abgefĂŒhrt, die als der selbsternannte ‚Klimakanzler‘ Olaf Scholz verkleidet waren. Zuvor rissen sie, bewaffnet mit Spaten und Schaufeln, die Erde vor dem Kanzler:innenamt auf und stießen sogleich auf große Mengen fossilen Öls. Außerdem hielten sie Plakate mit der Aufschrift ,Klimakanzler gesucht’. Die BĂŒrger:innen fordern noch vor der Sommerpause eine ErklĂ€rung des Bundeskanzlers, in der er neuen Ölbohrungen in der Nordsee eine Absage erteilt.

Mitinitiatorin Lea Bonasera (24) zu der symbolischen Aktion: „Seit Wochen wenden wir uns bereits tĂ€glich an Olaf Scholz und appellieren an seine Verantwortung gegenĂŒber den BĂŒrger:innen und allen zukĂŒnftigen Generationen. Wir bitten ihn, die Klimakrise endlich ernst zu nehmen und neuen Ölbohrungen eine klare Absage zu erteilen. Jeder neue Liter fossiles Öl befeuert den Kollaps unseres Klimas und unserer Gesellschaft.“

Bonasera bezieht sich damit auf Art. 20a GG, in dem es heißt: „Der Staat schĂŒtzt auch in Verantwortung fĂŒr die kĂŒnftigen Generationen die natĂŒrlichen Lebensgrundlagen (
) durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“ [1]

Weiter sagt sie: „Bereits heute sind Milliarden von der Klimakatastrophe betroffen und Menschen sterben an ihren Folgen. UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres bezeichnet den ,Verzicht auf FĂŒhrung’ unserer Regierung als ,kriminell’. [2] Wir fordern, dass sie ihrer Verantwortung wieder gerecht wird und Öl spart, zum Beispiel durch ein Tempolimit und einen kostenlosen ÖPNV.“

Bereits seit Mitte Juni macht die Gruppe Letzte Generation mit tĂ€glichen Blockadeaktionen in Berlin und bundesweit auf das Eskalieren der Klimakatastrophe aufmerksam. Mit der Aussage ,Uns bleiben noch 2-3 Jahre!’ beruft sie sich auf den neuesten Bericht des Weltklimarats und Sir David King, den ehemaligen Chefberater der britischen Regierung in Klimafragen.

[1] dejure.org/gesetze/GG/20a.html
[2] www.tagesspiegel.de/wissen/ipcc-bericht-2022-zur-klimakrise-3-6-milliarden-menschen-schon-heute-hochgradig-gefaehrdet/28113098.html

8.7.2022 08:00 Sommerpause mitten im Klimanotstand - Kein Tag ohne Widerstand gegen kriminelle Regierung

Sommerpause mitten im Klimanotstand – Kein Tag ohne Widerstand gegen kriminelle Regierung

Das Titelbild dieser Mitteilung finden Sie hier.

Berlin, 08.07.2022, 8:00 Uhr – „Die Klimakatastrophe macht keine Sommerpause!“ so fordert die Letzte Generation den selbsternannten ‘Klimakanzler’ Olaf Scholz auf, sich gegen neu geplante Ölbohrungen in der Nordsee auszusprechen. Den fĂŒnften Tag in Folge setzt sich der Widerstand der KlimaschĂŒtzer:innen gegen die Verbrechen der Regierung nun schon fort. Eine simple ErklĂ€rung, die sich zum Recht auf Leben der Jungen und Armen bekennt, wĂŒrde dem ganzen vorerst ein Ende bereiten. Aber selbst dazu kann sich Olaf Scholz nicht durchringen. Noch bleibt der Klimakanzler verschwunden.

Heute schreiten sogar drei UnterstĂŒtzer:innen der Initiative auf der Suche nach ihm die stehenden Autoreihen auf der Autobahn ab. In ihren HĂ€nden halten sie dabei Plakate auf denen geschrieben steht: „Klimakanzler vermisst!”.

Obwohl die Gewalt durch SchlĂ€ge und Tritte gegen die BĂŒrger:innen zunimmt, sind sie entschlossen auch weiterhin fĂŒr eine lebenswerte Zukunft einzutreten. Carla Hinrichs (25), Pressesprecherin der Letzten Generation dazu:

„Neue Ölbohrungen in der Nordsee werden die Klimakatastrophe auf die Spitze treiben! Wir fordern, dass die Regierung unsere natĂŒrliche Lebensgrundlage schĂŒtzt, statt in die Sommerpause zu verschwinden! Die Zeit ist knapp. Deshalb muss Herr Scholz sofort handeln. Jetzt Urlaub zu machen ist unverantwortlich! Die Klimakatastrophe macht auch keine Pause!“.

Ernst Hörmann (72), Maschinenbauingenieur in Rente und Großvater von 8 Enkeln blockiert seit Mitte Juni mit der Letzten Generation fast tĂ€glich Berlins Straßen. Seine BeweggrĂŒnde, in friedlichen zivilen Widerstand zu treten, erklĂ€rt er so:

„Ich bin wĂŒtend, dass das Leiden der Menschen ignoriert wird. Schon heute spĂŒren wir die katastrophalen Auswirkungen des Klimanotstandes: DĂŒrren in Norditalien und BrĂ€nde in Brandenburg. Unsere Kinder und Enkel werden unter Wasserknappheit, Fluten und Kriegen leiden. Um das noch zu verhindern mĂŒssen wir jetzt handeln!“

Statt massenweise Öl aus dem Naturschutzgebiet Wattenmeer zu fördern fordern die WiderstĂ€ndigen kostengĂŒnstige und schnelle Maßnahmen fĂŒr den Klimaschutz. Sie schlagen sowohl ein Tempolimit als auch einen kostenlosen Nahverkehr als Möglichkeiten vor.

 

7.7.2022 08:00 Die Klimakatastrophe macht keine Sommerpause! – Letzte Generation blockiert weiter.

Die Klimakatastrophe macht keine Sommerpause! – Letzte Generation blockiert weiter.

 

Berlin, 07.07.2022, 8:00 Uhr – WĂ€hrend sich Olaf Scholz in die Sommerpause verabschieden will, blockieren heute erneut BĂŒrger:innen der Letzten Generation den Verkehr in Berlin und fordern den selbsternannten ‘Klimakanzler’ auf, seiner Verantwortung nachzukommen: PlĂ€ne zu neuen Ölbohrungen in der Nordsee sollen fallen gelassen werden.

 

„Die Bilanz von Scholz ist fatal. Er steuert uns mit immer grĂ¶ĂŸerer Geschwindigkeit in eine 2, 3, 4 Grad heißere Welt, in der Wasserknappheit, Hunger, Flucht und Kriege an der Tagesordnung sein werden”, resĂŒmiert Henning Jeschke (22), MitgrĂŒnder der Letzten Generation.

 

Weiter sagt er: „Sie brechen die Verfassung, Herr Scholz, indem Sie die Klimakrise bewusst weiter eskalieren. Sie wollen in die Sommerpause gehen? Sie fliehen vor Ihrer Verantwortung! Die Klimakatastrophe macht keine Sommerpause!”

 

Lea Bonasera (24), ebenfalls MitgrĂŒnderin der Letzten Generation, ergĂ€nzt: „In dieser apokalyptischen Katastrophe muss unsere Regierung der eigenen Verfassung treu bleiben! [3] Wo die Hitze die Ernte vernichtet und Fluten alles mit sich reißen, wird auch die MenschenwĂŒrde und die Lebensgrundlage unserer Kinder vernichtet. Auch aller zukĂŒnftigen Generationen! Dies ist nicht die Zeit fĂŒr eine Sommerpause. Es ist Zeit, die menschenverachtenden Fehlentscheidungen zu korrigieren.”

 

Janine O’Keeffe, eine der MitbegrĂŒnder:innen von Fridays for Future hatte sich dem friedlichen Widerstand der KlimaschĂŒtzer:innen diese Woche angeschlossen. Auch heute blockiert sie gemeinsam mit der Letzten Generation in Berlin Straßen. Dazu sagt sie:

 

„Schließt euch alle dem friedlichen zivilen Widerstand der Letzten Generation an! Diese Menschen blockieren widerwillens, aber vernĂŒnftigerweise Straßen, in Übereinstimmung mit dem letzten Bericht des IPCC. Die Alternative heißt: ‚Alles Leben auf Erden zu riskieren!‘ (Johan Rockström, Potsdam Institut fĂŒr Klimafolgenforschung).”

 

Die Letzte Generation fordert von Bundeskanzler Scholz, dass es keine neuen Bohrungen nach Öl in der Nordsee geben darf. Stattdessen muss Öl gespart werden. Einfache Schritte dazu sind ein Tempolimit und kostenloser öffentlicher Nahverkehr. Eine entsprechende Stellungnahme von Scholz wird die friedlichen Störaktionen beenden.

 

[3] Art. 20a GG: „Der Staat schĂŒtzt auch in Verantwortung fĂŒr die kĂŒnftigen Generationen die natĂŒrlichen Lebensgrundlagen (
) durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

6.7.2022 17:00: Tour de France gestört – Noch 3 Jahre, um das Schicksal der Menschheit zu entscheiden!

Tour de France disrupted - 3 years left to decide the fate of humanity!

 

GrĂ„sten, 03.07.2022, 17:00 Uhr – Am Sonntag wurde die Tour de France, das grĂ¶ĂŸte jĂ€hrliche Sportevent der Welt, von KlimaschĂŒtzer:innen der Letzten Generation und der neu gegrĂŒndeten Sidste Generation gestört. Ihre Nachricht: „Schon in den kommenden drei Jahren könnte sich das Schicksal der Menschheit entscheiden! Was wirst du tun?”. Weitere Störungen bedeutsamer Events werden angekĂŒndigt. 

Climate activists entered the Tour de France track in GrÄsten, Denmark, on Sunday. "Stop the fossil fuel madness" and "Only 999 days left" were the messages written on the banners unfurled by the climate activists while the peloton was still about 5 km away. This distance was chosen deliberately in order to ensure the safety for everyone involved. 

In einem Video, dass die Beteiligten heute veröffentlichten, ist zu sehen, wie die Frontfahrzeuge der Tour vor den auf der Straße sitzenden KlimaschĂŒtzer:innen zum Stehen kommen. [1]  

„Wir bedauern wirklich sehr, die Tour de France zu stören. Doch wenn die Welt in Flammen aufzugehen droht und alle Warnungen nichts gebracht haben, dann ist es unsere Pflicht, ein weltweites Alarmsignal zu senden. Wir sind nicht bereit, jubelnd an der Seitenlinie zu stehen wĂ€hrend unsere Regierungen dieses unvorstellbare Verbrechen begehen.”,

erklÀrt Kristoffer Krogh (21), one of the Danish climate activists who disrupted the Tour de France.

Zu Sidste Generation und Letzte Generation Ă€hnliche Initiativen des friedlichen zivilen Widerstands fĂŒhren derzeit unter dem gemeinsamen Namen „A22-Network“ in 10 LĂ€ndern immer wieder solche Störungen durch. Eine UnterstĂŒtzerin der französischen “DerniĂšre RĂ©novation” kettete ihren Hals beim French Open Finale an das Tennisnetz und UnterstĂŒtzer:innen der britischen „Just Stop Oil”-Kampagne betraten die Strecke beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone. 

Until the respective governments turn away from their deadly, criminal course, there will be peaceful disruptions at numerous other events to focus the public's attention on the conscious destruction of our society by the government’s actions. These disruptions will be focused on upcoming major events where the whole world is watching. The Tour de France has also just begun. 

[1]www.youtube.com/watch?v=DqUBBorZQl8

6.7.2022 8:00: BĂŒrger:innen sagen Klimakollaps den Kampf an – Regierung fĂ€hrt in den Urlaub.

BĂŒrger:innen sagen Klimakollaps den Kampf an – Regierung fĂ€hrt in den Urlaub.

 

Einen Titelbildvorschlag finden Sie hier.

 

Berlin, 06.07.2022, 8:00 Uhr – Unmenschliche Hitzewellen und DĂŒrren herrschen in Italien, Portugal und Spanien. Doch wĂ€hrend die Klimakrise in Europa eskaliert, bereitet sich die deutsche Politik auf die Sommerpause vor. Im Vollversagen der Regierung Scholz suchen die KlimaschĂŒtzer:innen der Letzten Generation weiter verzweifelt nach dem ‚Klimakanzler‘. Wieder blockieren sie die Autobahnen.

Bei den heutigen morgendlichen Blockaden halten die BĂŒrger:innen Schilder in die Höhe: „Wo ist der Klimakanzler?“, steht anklagend darauf. Bis heute zeichnet Erfolglosigkeit die Suche nach entschiedenem konstruktiven Handeln in der Katastrophe. Ein Vollversagen der Regierung mit folgenreichen Konsequenzen fĂŒr unser aller Leben.

Das weiß auch Lea Bonasera (24), Mitinitiatorin der Letzten Generation:

„Was aktuell in Italien, Portugal und Spanien passiert ist nur ein bitterer Vorgeschmack auf die kommenden Jahre. Die Klimakatastrophe ist bereits RealitĂ€t. Sie wird nicht vor Deutschland halt machen. Kann es sich ein Klimakanzler in dieser Zeit wirklich Leisten in die Sommerpause zu gehen?”

„Der aktuelle Pfad der Regierung ist menschenfeindlich. Die heutige Politik bedroht uns alle. Und alle zukĂŒnftigen Generationen!“, so Bonasera weiter.

Zu diesem Schluss kam auch das Bundesverfassungsgericht, als es die Maßnahmen gegen die Klimaerhitzung im letzten April als unzureichend befand. Die physische Grundlage menschlicher Existenz darf unter keinen UmstĂ€nden aufs Spiel gesetzt werden. Genau dies droht jedoch durch die aktuelle Ignoranz des Bundeskanzlers. [1]

Mit ihrer Grabesstille wendet sich die Bundesregierung nicht nur gegen die Zukunft ihrer schutzbefohlenen BĂŒrger:innen. Sie bricht auch die in Art. 20a GG festgehaltene, verfassungsmĂ€ĂŸige Ordnung. Dort nĂ€mlich heißt es: „Der Staat schĂŒtzt auch in Verantwortung fĂŒr die kĂŒnftigen Generationen die natĂŒrlichen Lebensgrundlagen (
) durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“ [2]

Die KlimaschĂŒtzer:innen jedenfalls geben nicht auf. Sie werden ihren friedlichen zivilen Widerstand weiterfĂŒhren. Sie blockieren weiter Autobahnen. Solange bis sich der Bundeskanzler gegen neue Ölbohrungen in der Nordsee positioniert hat.


[1] Bahnbrechendes Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts – BUND e.V.
[2] Art. 20a GG – dejure.org

5.7.2022 17:30: Schmerzgriffe bei Wissenschaftler:innen - Fakten lassen sich nicht mit Schmerzgriffen mundtot machen

Schmerzgriffe bei Wissenschaftler:innen – Fakten lassen sich nicht mit Schmerzgriffen mundtot machen

 

Berlin, 05.07.2022, 17:30 – Heute Morgen haben 7 Wissenschaftler:innen der Gruppe Scientist Rebellion den Berliner Verkehr lahmgelegt, um die Bundesregierung die wissenschaftliche Tatsache zu erinnern, dass der Kollaps des Klimas, ganzer Ökosysteme und schließlich der Gesellschaft droht, wenn nicht im Notfalltempo der Ausstoß von CO2 beendet wird. Mit dabei war auch die MitbegrĂŒnderin von Fridays for Future und Vertraute von Greta Thunberg, Janine O’Keeffe.

Die obigen Tatsachen sind im IPCC-Bericht niedergeschrieben, der von den Vereinten Nationen herausgegeben wird und auf dem Lebenswerk von tausenden Wissenschaftler:innen basiert. Statt jedoch diese RealitĂ€t anzuerkennen, seine Verantwortung wahrzunehmen und das Leben der Menschen in Deutschland zu schĂŒtzen, lĂ€sst Olaf Scholz mahnende Wissenschaftler:innen mit Schmerzgriffen von der Straße rĂ€umen. Eine Biologin, die an der Berliner CharitĂ© beschĂ€ftigt ist, musste anschließend einen Arzt aufsuchen.

„​​​​​​Wenn die Politik von Olaf Scholz so weit von der RealitĂ€t entfernt ist, dass er Wissenschaftler:innen mit Schmerzgriffen mundtot machen muss, wo fĂŒhrt uns das hin?„, fragt Lea Bonasera, MitbegrĂŒnderin der Bewegung „Letzte Generation” und selbst Doktorandin.

„Es hat richtig wehgetan, und das völlig unnötig – das wird von der Polizei Berlin schon als Bestrafung verwendet, um friedliche Menschen davon abzuschrecken, gegen die Vernichtung unserer Gesellschaft, unserer Lebensgrundlage, unserer Kinder Widerstand zu leisten.„, so Prof. Dr. Niko Froitzheim, Geologe an der Uni Bonn zu seinen heutigen Erlebnissen.

„Obwohl es einfach gewesen wĂ€re, mich wegzutragen, hat sich die Polizei entschieden, mich mit Schmerzgriffen (Ă€rztlich attestierte Überdehnung beider Handgelenke) von der Straße zu zerren. Die BegrĂŒndung: ich hĂ€tte eine Straftat begangen und daher wĂ€re es angemessen, mir Schmerzen zuzufĂŒgen. VerhĂ€ngen nicht Gerichte Urteile und Strafen? Ich habe an der Aktion teilgenommen, um auf die wissenschaftlichen Fakten ĂŒber die immer schneller eskalierende Klimakrise aufmerksam zu machen – eine Entwicklung, die uns alle einer sicheren, lebenswerten Zukunft beraubt, und die von Klimakanzler Scholz ignoriert wird.“ berichtet Dr. Nana-Maria GrĂŒning, Biologin an der Berliner CharitĂ©.

Mahatma Gandhi sagte einmal „Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat gesetzlos oder korrupt geworden ist. Und ein BĂŒrger, der mit einem solchen Staat kooperiert, hat Anteil an seiner Korruption und Gesetzlosigkeit.“

Die Letzte Generation wird dieser heiligen Pflicht nachkommen und so lange friedlichen Widerstand leisten gegen Olaf Scholz und seine Regierung bis sie aufhört, die Stimmen der Vernunft in unsere Gesellschaft, mit Schmerzgriffen mundtot zu machen. Bis sie aufhört, das Recht auf Leben von Milliarden Menschen mit FĂŒĂŸen zu treten. Was fĂŒr ein Klimakanzler ist Olaf Scholz, wenn er glaubt, wissenschaftliche Fakten mit Schmerzgriffen mundtot machen zu können?

 

 

Dr. Nana-Maria GrĂŒning, Biologin an der Berliner CharitĂ© wird mit Schmerzgriffen von der Straße geschleift. 

 

5.7.2022 8:00: Wissenschaftler:innen blockieren Autobahn - Scientist Rebellion unterstĂŒtzt Letzte Generation

Wissenschaftler:innen blockieren Autobahn – Scientist Rebellion unterstĂŒtzt Letzte Generation

 

Berlin, 05.07.2022, 8:00 Uhr – Um den wissenschaftlichen Fakten ĂŒber die Eskalation der Klima- und ökologischen Katastrophe Nachdruck zu verleihen, blockierten 7 Wissenschaftler:innen von Scientist Rebellion (SR) die Fahrbahn des AuslĂ€ufers der A103, Kreuzung Schlossstraße. Sie unterstĂŒtzen damit die Forderungen der Gruppe „Letzte Generation“ nach einer ErklĂ€rung von Bundeskanzler Scholz gegen neue Ölbohrungen in der Nordsee. Mehrere der Wissenschaftler:innen in weißen Laborkitteln klebten sich zusĂ€tzlich mit Sekundenkleber auf der Fahrbahn fest.

“Ich bin Geologe und weiß aus der Erdgeschichte, dass das Klima kippen kann. Wir sind extrem nahe an so einem Punkt angekommen und haben nur noch wenige Jahre, um das Schlimmste zu verhindern. Dass unsere Regierung in dieser Situation noch neue fossile Brennstoffe erschließen will, ist ein Verbrechen an den am stĂ€rksten betroffenen LĂ€ndern und ein Verbrechen an unseren Kindern und Enkeln. Dagegen leiste ich als Naturwissenschaftler Widerstand”, sagt Prof. Dr. Nikolaus Froitzheim von der Uni Bonn.

“Es tut uns leid, wenn wir den Alltag mancher Menschen belasten. Aber Aktionen, die niemanden stören, werden ignoriert und sind damit wirkungslos. Wir brechen zwar Gesetze und Regeln, aber wirklich schuldig wĂŒrden wir uns machen, wenn wir dies nicht tĂ€ten. Dann wĂŒrden wir unser stillschweigendes EinverstĂ€ndnis einem politischen und wirtschaftlichen System geben, das uns gen Ökozid und ungekanntem menschlichen Leid treibt”, so die Biologin Dr. Nana-Maria GrĂŒning von der Berliner Charite. 

Die in Laborkitteln gekleideten Wissenschaftler:innen prĂ€sentierten Publikationen, in denen die Klimakrise mit ihren dramatischen Folgen beschrieben wird, sowie prĂ€gnante Zitate berĂŒhmter deutscher Klimawissenschaftler. WĂ€hrend die Klimakrise eskaliert und alles Leben der Welt bedroht ist, will die Regierung von Olaf Scholz in die Sommerpause gehen. Die Wissenschaftler:innen von SR ordnen die Klima- und ökologische Katastrophe als mittlerweile so bedrohlich ein, dass sie ihre Arbeit pausieren, um in den friedlichen zivilen Widerstand zu gehen.

Scientist Rebellion ruft die Wissenschaft auf, Verantwortung zu ergreifen und sich friedlichen Aktionen des zivilen Ungehorsams anzuschließen. Diejenigen, die am meisten ĂŒber die Krise wissen, haben eine moralische Pflicht entsprechend zu handeln.

 

5.7.2022 8:00: Greta Thunberg - Vertraute verlangt Antwort von verbrecherischer Regierung

Greta Thunberg – Vertraute verlangt Antwort von verbrecherischer Regierung

 

Berlin, 05.07.2022 08:00 – Der Verkehr auf den Autobahnen rund um Berlin steht still. Zum zweiten Mal diese Woche, die dritte Woche in Folge. Die BĂŒrger:innen der Letzten Generation haben sich erneut auf die Fahrbahn geklebt, um Widerstand zu leisten, gegen den tödlichen Kurs, den die Regierung Scholz in der eskalierenden Klimakatastrophe eingeschlagen hat. Sie fordern noch vor der Sommerpause eine ErklĂ€rung von Olaf Scholz, dass es keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee geben wird.

Aber nicht nur gewöhnliche BĂŒrger:innen schauen nicht lĂ€nger zu, wie Menschenrechte, Verfassung und alles, was wir zum Leben brauchen, dem fossilen Wahnsinn zum Fraß vorgeworfen wird. Mit der Letzten Generation zusammen bringen heute auch Wissenschaftler:innen der Gruppe Scientist Rebellion und eine der einflussreichsten Personen der Fridays for Future-Bewegung den Alltag zum Innehalten.

Janine O’Keeffe ist eine der MitbegrĂŒnder:innen von Fridays for Future. Sie unterstĂŒtzt Greta Thunberg seit ihrem allerersten Schulstreik damals im August 2018 vor dem schwedischen Parlament. Es war auch sie, die die erste Facebook-Seite fĂŒr Fridays for Future erstellte und fĂŒr dessen öffentlichen Auftritt verantwortlich war als die Bewegung weltweite Bekanntheit erlangte [1]. Die Greta Thunberg – Vertraute ist ĂŒberzeugt: Die Zeit in den zivilen Widerstand zu treten ist gekommen. Das Handeln der Regierungen ist kriminell und sie haben sich mit weniger störenden Mitteln nicht von ihren Verbrechen abhalten lassen.

“Wir, die Klimabewegungen, haben seit Jahrzehnten immer stĂ€rker werdende Aktionen durchgefĂŒhrt. Die letzte Generation fĂŒhrt diesen friedlichen zivilen Widerstand vernĂŒnftig, mutig und widerwillens weiter. Um ihr eigenes und das Leben vieler zu schĂŒtzen, denn wie Johan Rockström sagt: ,Alles Leben ist bedroht!’”, so Janine O’Keeffe wörtlich, wĂ€hrend sie eine der Hauptverkehrsadern der Landeshauptstadt blockiert. 

“Tödliche Hitzewellen, Überflutungen, Flucht und Hunger werden auch in Deutschland uns das Leben zu Hölle machen, wenn wir weiter nach Öl bohren. Olaf Scholz hat sich entschieden, das stur zu ignorieren. Wo bleibt ein deutscher Klimakanzler, wenn die Bevölkerung ihn braucht? Geht er einfach in Sommerpause und lĂ€sst die Menschen im Stich?” ordnet Lea Bonasera, MitbegrĂŒnderin der Letzten Generation, die heutigen Aktionen ein. 

Dass sich das Klima kurz vor der Kippe befindet und wir uns deshalb in einer weltweiten Notlage befinden, möchten auch die Wisschenschaftler:innnen mit ihrer Anwesenheit auf der Straße heute ganz klarmachen.

“Dass unsere Regierung in dieser Situation noch neue fossile Brennstoffe erschließen will, ist ein Verbrechen an den am stĂ€rksten betroffenen LĂ€ndern und ein Verbrechen an unseren Kindern und Enkeln. Dagegen leiste ich als Naturwissenschaftler Widerstand”, sagt Prof. Dr. Nikolaus Froitzheim wĂ€hrend er sich mit Sekundenkleber auf der Fahrbahn festklebt.

[1] www.jetzt.de/umwelt/fridays-for-future-janine-okeeffe-ist-admin-der-internationalen-facebook-seite

4.7.2022 12:00: A100 seit Stunden blockiert - Sommerpause wÀhrend Lebensgefahr?

A100 seit Stunden blockiert – Sommerpause wĂ€hrend Lebensgefahr?

 

Titelbild dieser Pressemitteilung finden Sie hier

 

Berlin, 04.07.2022, 12:00 Uhr –  Seit heute Morgen um 08:00 blockieren BĂŒrger:innen der Letzten Generation unignorierbar die dritte Woche in Folgen den Verkehr in Berlin. Die Letzte Generation erklĂ€rt, dass die Blockaden heute und in den nĂ€chsten Tagen weiter gehen werden.

Ehemalige Zimmermanns-Azubi Jakob Beyer (28), der seit 08:30 auf einer SchilderbrĂŒcke angeklebt die A100 blockiert, stellt fest: „Wir blockieren immer noch den Verkehr. Das bedauern wir. Wir können es uns jedoch nicht mehr leisten, dass der Bundeskanzler die drohende Vernichtung unserer Gesellschaft weiter völlig ignoriert. Es geht um Leben und Tod und der Bundeskanzler will in die Sommerpause gehen?”

Christian BlĂ€ul (40) Vater und Diplom-Physiker, der heute bereits einmal die A100 blockiert hat, betont: „Ich und andere werden heute ein weiteres Mal auf die Straßen Berlins gehen, denn es kann nicht sein, dass die Regierung Scholz in die Sommerpause geht, wĂ€hrend wir auf die Vernichtung unserer Gesellschaft zu steuern. Erst kommt die Arbeit, dann das VergnĂŒgen, Herr Scholz.“

Die Letzte Generation fordert eine ErklĂ€rung, dass es keine Bohrungen nach Öl in der Nordsee geben darf und Schritte hin zum Sparen statt bohren. Kostenloser Nahverkehr und ein Tempolimit wĂ€ren dafĂŒr erste einfach umzusetzende Schritte.

4.7.2022 8:15: Sommerpause trotz Notstand? - Letzte Generation blockiert SchilderbrĂŒcken auf A100

Sommerpause trotz Notstand? – Letzte Generation blockiert SchilderbrĂŒcken auf A100

 

Berlin, 04.07.2022 8:15 Uhr – Um ein Eskalieren der Klimakatastrophe zu verhindern, kleben sich am heutigen Morgen erneut BĂŒrger:innen der Letzten Generation auf der Fahrbahn der Berliner Stadtautobahn A100 fest. FĂŒr eine lebenswerte Zukunft ohne neue Ölbohrungen in der Nordsee intensivieren die KlmaschĂŒtzer:innen am Anfang der dritten Wochen ihre Widerstandsaktionen sogar noch und fixieren sich auf SchilderbrĂŒcken ĂŒber der Autobahn. 

Mit ihren Aktionen fordert die Letzte Generation Bundeskanzler Scholz weiterhin auf, seinem selbstgewĂ€hlten Titel als sog. ‚Klimakanzler‘ gerecht zu werden. Er soll sich klar gegen neue Ölbohrungen in der Nordsee positionieren. Ein Verabschieden des Kanzlers trotz akutem Klimanotstand in die Sommerpause wollen die WiderstĂ€ndigen nicht hinnehmen. Zu diesem Zweck halten die friedlichen Blockierer:innen heute Plakate in die Höhe: „Vermisst! Klimakanzler“.

Begleitet wird eine der Blockaden heute von einer der wichtigsten Personen der Klimabewegung; Elektroingenieurin und MitbegrĂŒnderin von Fridays for Future, Janine O’Keeffe (58). Die gebĂŒrtige Australierin ist ĂŒberzeugt: Die Zeit, in den zivilen Widerstand zu treten ist gekommen. [FK1] 

„Wir sehen zu, wie das Klima zusammenbricht, wĂ€hrend der UN-GeneralsekretĂ€r Antonio Guterres unsere Politiker, unsere Regierungen, als kriminell bezeichnet, weil sie nicht gegen den Klimanotfall vorgehen. Kriminell, weil sie neue Projekte fĂŒr Kohle und fossile Brennstoffe zulassen!

Wir, die Klimabewegungen, haben seit Jahrzehnten immer stĂ€rker werdende Aktionen durchgefĂŒhrt. Die letzte Generation fĂŒhrt diesen friedlichen zivilen Widerstand vernĂŒnftig, mutig und unfreiwillig weiter.
Um ihr eigenes und das Leben vieler zu schĂŒtzen, denn wie Johan Rockström sagt: „Alles Leben ist bedroht!
““


Henning Jeschke (22), MitbegrĂŒnder der Letzten Generation, ergĂ€nzt: „Uns rennt die Zeit davon! Wir haben noch zwei bis drei Jahre, um etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. ZukĂŒnftig werden DĂŒrren, tödliche Hitzewellen und Ressourcenknappheit, Überflutungen, Flucht und Hunger zu unserem Alltag werden.“

Weiter sagt er: „Und was macht die Regierung Scholz? Sie lĂ€sst ihre Bevölkerung in dieser Katastrophe allein! Scholz verspricht ein ‚Klimakanzler‘ zu sein, aber plant sich in die Sommerpause zu verabschieden – sprich: Dem Zusammenbruch des Klimas zuzusehen und nichts zu tun!  Deswegen werden wir so lange friedlichen zivilen Widerstand leisten, bis die Regierung sich gegen neue Ölbohrungen in der Nordsee ausspricht!“

Die Bewegung gibt die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft nicht auf. DafĂŒr sind die BĂŒrger:innen bereit, auch ins GefĂ€ngnis zu gehen. Mit den heutigen Aktionen und der UnterstĂŒtzung immer weiterer bekannter Gesichter der Klimaschutzbewegung wie O’Keeffe will die Letzte Generation heute weitere Menschen einladen, sich dem zivilen Widerstand anzuschließen. Interessierten können jederzeit an einem Vortrag und Training teilnehmen. [FK2]
2.7.2022 11:00: Kinderwagen in Flammen - Wo ist der Klimakanzler?

Kinderwagen in Flammen – Wo ist der Klimakanzler?

 

Das Titelbild dieser Pressemitteilung finden Sie hier.

 

Berlin, 2. Juli 2022, 11 Uhr – BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Letzten Generation haben ihrer Forderung heute Mittag mit einer symbolischen Aktion vor dem Bundeskanzleramt Nachdruck verliehen. Sie fordern von Bundeskanzler Olaf Scholz eine ErklĂ€rung, in der er neue Ölbohrungen in der Nordsee ausschließt. Ein leerer Kinderwagen stand in Flammen, wĂ€hrend ein Politiker in einem Sonnenstuhl tatenlos daneben saß und seine Sommerpause genoss.

Solvig Schinköthe (42), Mutter von drei Kindern:

„Mein jĂŒngstes Kind ist neun und es wĂ€chst in einer brennenden Welt auf. Schon heute sterben vor allem Kinder an der Klimakatastrophe. Und was tut unsere Bundesregierung? Sie will durch weitere Bohrungen in der Nordsee noch neues Öl ins Feuer gießen. Damit vernichtet sie unsere Lebensgrundlagen und die Zukunft unserer Kinder.“

Weiter sagte sie:

„Wir BĂŒrgerinnen und BĂŒrger verlangen, dass unsere Regierung ihrer Pflicht nachkommt. Sie ist in unserem Grundgesetz dazu verpflichtet, unsere Lebensgrundlagen zu schĂŒtzen, gerade in Verantwortung fĂŒr unsere Kinder. Daher fordern wir von Olaf Scholz, dass er neuen Ölbohrungen in der Nordsee noch vor der Sommerpause eine klare Absage erteilt!“

Lea Bonasera (24), MitbegrĂŒnderin der Letzten Generation:

„Heute schon sehen wir die katastrophalen Auswirkungen des Klimanotstandes: DĂŒrren in Norditalien oder die BrĂ€nde hier in Brandenburg. Und wir haben nur noch wenige Jahre Zeit, bevor unser Klima völlig außer Kontrolle gerĂ€t und wir auf die Vernichtung unserer Gesellschaft zusteuern. Deshalb muss unsere Regierung jetzt Sparmaßnahmen wie ein Tempolimit und einen kostenlosen ÖPNV beschließen, die massiv fossiles Öl sparen wĂŒrden!“

Nach einer weiteren Woche Autobahnblockaden wollen die friedlichen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Letzten Generation mit der symbolischen Aktion auf die Dringlichkeit und Dramatik der Klimakrise aufmerksam machen. Unter dem Motto „Klimakanzler vermisst!“ fordern sie von Olaf Scholz noch vor Beginn der parlamentarischen Sommerpause eine Absage an neue Ölbohrungen in der Nordsee. Dazu gab es in den letzten Tagen bereits wiederholt Farbaktionen der Letzten Generation am Bundeskanzler:innenamt und am Willy-Brandt-Haus, bei denen der Schriftzug „Wo ist der Klimakanzler?“ an der Fassade angebracht wurde.

Ort der heutigen Aktion: Paul-Löbe-Allee 52.51973955015593, 13.373151469340456

1.7.2022 8:25: Bundesweite Straßenblockaden - Klimakanzler gesucht!

Bundesweite Straßenblockaden – Klimakanzler gesucht!

 

Berlin, Köln und im Laufe des Tages weitere StĂ€dte deutschlandweit, 01.07.2022, 8:25 Uhr – Am dritten Morgen in Folge unterbrechen die KlimaschĂŒtzer:innen der Letzten Generation den Verkehr auf der Berliner A100. Damit kommt es in mindestens vier StĂ€dten bundesweit heute zu Widerstandsaktionen durch Verkehrsunterbrechungen. Mit ihrem friedlichen Widerstand fordern die BĂŒrger:innen Bundeskanzler Scholz auf, seiner Rolle als selbsternanntem ‘Klimakanzler’ gerecht zu werden: Scholz solle PlĂ€ne zu neuen Ölbohrungen in der Nordsee auf Eis legen. 


Carla Hinrichs (25), studiert Jura und ist Sprecherin der BĂŒrger:innenbewegung. Zu den Verkehrsblockaden sagt sie: 

„Wir brauchen dringend einen Klimakanzler! Der derzeitige Kurs von Kanzler Scholz bringt die Grundrechte der Bevölkerung auf Leben und Freiheit in massive Gefahr. Auch fĂŒr einen Kanzler gilt die Verfassung!  Wir erwarten von ihm eine klare ErklĂ€rung, dass es in der Nordsee keine todbringenden Ölbohrungen geben wird.”

Seit dem 18. Juni blockiert die Initiative nun fast tĂ€glich Autobahnen in Berlin. WĂ€hrend den friedlichen Störungen des Verkehrs erlitten mehrere KlimaschĂŒtzer:innen bereits Verletzungen. Erst am gestrigen Tag wurde ein Mensch von einem Polizisten zu Fall gebracht und erlitt dadurch einen SchlĂŒsselbeinbruch und eine GehirnerschĂŒtterung [1]. Selbst nach solchen VorfĂ€llen werden die friedlichen WiderstĂ€ndigen weiter blockieren. Denn sie wissen, dass durch den Klimakollaps hunderte Millionen Menschenleben auf dem Spiel stehen. Sie fordern weiterhin eine ErklĂ€rung des Bundeskanzlers. 

In den Worten von Lea Bonasera (24), MitgrĂŒnderin der Letzten Generation:

“Im Kampf gegen den Klimakollaps lĂ€uft uns die Zeit davon. Olaf Scholz muss sich jetzt Ă€ußern. Tut er es nicht, verpasst die deutsche Politik die letzte Ausfahrt in Richtung einer lebenswerten Zukunft. Wir fordern: ‘Öl sparen statt bohren’. Ein Tempolimit und kostenlose öffentliche Verkehrsmittel wĂ€ren hier erste Schritte. WĂŒrden sie verwirklicht, ginge Herr Scholz einen wichtigen Schritt in Richtung ‘Klimakanzler’.”

[1] Letzte Generation auf Twitter: „++ SchlĂŒsselbeinbruch und GehirnerschĂŒtterung ++ WĂ€hrend der Straßenblockade an der A100 Abfahrt Steglitz Nord brachte ein Polizist heute eine Person von der Letzten Generation zu Fall. Das sagte Ede, nachdem er aus dem Krankenhaus kam: @EdmundSchultz2 t.co/wM6RnZfozE“ / Twitter

270 x 241€ fĂŒr Klebekosten & Geldstrafen

UNTERSTÜTZE UNS BEI DEN KOSTEN

#!trpst#trp-gettext data-trpgettextoriginal=882#!trpen#WordPress Cookie Notice by Real Cookie Banner#!trpst#/trp-gettext#!trpen#