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Pressemitteilungen

2022

24.5.2022 17:30: BĂŒrger:innen nach ĂŒber 32 Stunden aus Polizeigewahrsam - Blockade Tanklager Seefeld

BĂŒrger:innen nach ĂŒber 32 Stunden aus Polizeigewahrsam – Blockade Tanklager Seefeld

Bernau, Frankfurt (Oder) 24.05.22, 17:30 Uhr – Nach ĂŒber 32 Stunden in Polizeigewahrsam sind alle 23 BĂŒrger:innen der Letzten Generation wieder frei. Die Amtsgerichte lehnten einen Antrag der Staatsanwaltschaft auf fortgesetzten Unterbindungsgewahrsam als unzulĂ€ssig ab. Die BĂŒrger:innen hatten gestern Vormittag das PCK Mineralöl-Tanklager Seefeld blockiert [1] und waren anschließend teilweise unter Anwendung von Schmerzgriffen [2] in Polizeigewahrsam genommen worden.

 

Unter den Entlassenen ist auch die 42-jĂ€hrige Solvig Schinköthe: „Ich bin erschöpft, aber auch stolz auf die Menschen hier. Was wir tun, ist absolut notwendig. Ich kann nicht dabei zusehen, wie unsere Regierung immer weiter auf den fossilen Kollaps zusteuert. Wir rauben uns selbst und unseren Kindern jegliche Zukunft. Ich will die Hoffnung nicht verlieren. Deshalb werde ich nicht aufhören, auf den Klimanotfall aufmerksam zu machen. FĂŒr eine lebenswerte Zukunft MUSS der fossile Wahnsinn ein Ende haben!”

 

Ihre 20-jĂ€hrigen Tochter Lina, die sich an der Straße angeklebt hatte, ergĂ€nzt: „Anstatt endlich eine LebenserklĂ€rung abzugeben und neue Öl-Bohrungen in der Nordsee auszuschließen, lĂ€sst die Regierung uns BĂŒrgerinnen und BĂŒrger verhaften und wie Verbrecher abfĂŒhren. Herr Habeck muss eine Entscheidung treffen: Will er uns einsperren oder endlich den Appellen der Wissenschaft folgen? PlĂ€ne zu Öl-Bohrungen in der Nordsee mĂŒssen auf der Stelle gestoppt werden!”

 

Auch die Pressesprecherin der Gruppe, Carla Hinrichs, 24 Jahre, ist seit heute morgen wieder in Freiheit. „Nicht wir, sondern der Klimanotfall ist die eigentliche Bedrohung. Wir lassen uns auch von Schmerzgriffen, Strafandrohungen und Haft nicht daran hindern, das Richtige zu tun. Wir werde so lange wiederkommen, bis die Regierung Scholz endlich ihrer verfassungsrechtlichen Verantwortung gerecht wird und vom fossilen Wahnsinn ablĂ€sst – aus Verantwortung fĂŒr unsere Zukunft. Du willst auch fĂŒr deine Zukunft aufstehen? Komm zu einem unserer VortrĂ€ge und Aktionstrainings!”

 

Bei den gestrigen Verkehrsblockaden in Berlin, Oldenburg, Stuttgart, Mannheim, Freiburg, MĂŒnchen und Kassel wurden zusĂ€tzlich 26 BĂŒrger:innen der Letzten Generation kurzzeitig in Gewahrsam genommen. Alle kamen im Laufe des gestrigen Tages frei.


[1] PCK Tanklager Seefeld: 52.611929345591804, 13.677996770854373

[2] Schmerzgriffe gegen die Pressesprecherin Carla Hinrichs www.instagram.com/reel/Cd6omf3DkKq/?igshid=MDJmNzVkMjY=;

Schmerzgriffe gegen Henning Jeschke: www.instagram.com/tv/Cd6rwH8jGQY/?igshid=MDJmNzVkMjY=

 

Solvig Schinköthe (42)

 


Lina Schinköthe (20)

 

23.5.2022 23:00: Update zum heutigen Tag - Tanklager-Blockade Seefeld

Update zum heutigen Tag – Tanklager-Blockade Seefeld

Berlin, 23.05.2022, Update 22:00 – Heute morgen gegen 10:30 hatten etwa 30 Menschen der Letzten Generation das PCK Mineralöl-Tanklager Seefeld blockiert, die RĂ€umung dauerte bis ca. 15:00. Die Beteiligten befinden sich derzeit noch in Polizeirevieren in Bernau bzw. Frankfurt/Oder; 23 von ihnen werden ĂŒber Nacht festgehalten; morgen frĂŒh wird ĂŒber das weitere Verfahren entschieden. Am Tanklager hatte sich ein Stau aus Tanklastern gebildet von teilweise ĂŒber 30 Fahrzeugen.

 

Im Verlauf des Tages fanden außerdem Straßenblockaden statt in folgenden StĂ€dten:

  • Berlin
  • Stuttgart
  • Mannheim
  • MĂŒnchen
  • Freiburg
  • Oldenburg (nachmittags)
  • Kassel (nachmittags)

 

EindrĂŒcke des heutigen Tages finden Sie unten sowie unter Bilder 23.5.2022 und unter unseren Social-Media-KanĂ€len.

Luftaufnahme Straßenblockade Tanklager Seefeld heute Morgen

 

Menschen auf Tanklaster, Seefeld

 

Zustimmung auf Straßenblockade Mannheim

23.5.2022 11:00: PCK Tanklager Seefeld lahmgelegt - Menschen der Letzten Generation kleben sich an Öltransporter

PCK Tanklager Seefeld lahmgelegt – Menschen der Letzten Generation kleben sich an Öltransporter

 

Berlin, 22.05.2022 – Heute morgen blockierten etwa 30 Menschen der Letzten Generation das PCK Mineralöl-Tanklager Seefeld, von dem aus Berlin ein Drittel seines Ölverbrauchs deckt. Dabei klebten sie sich an die Straße fest und kletterten auf die Öl-Laster, um diese möglichst lange aufzuhalten. Parallel gab es bundesweit in vier StĂ€dten Straßenblockaden der Letzten Generation; weitere sind im Tagesverlauf geplant.

Nach letztem Stand waren am Lager Seefeld zunÀchst mindestens 20 Tanklaster blockiert; die Verladung wurde wohl eingestellt.

Mit ihren Aktionen fordert die Letzte Generation den GrĂŒnen-Minister Robert Habeck auf, eine LebenserklĂ€rung abzugeben: Es darf keine neue fossile Infrastuktur geben, insbesondere keine neuen Öl-Bohrungen in der Nordsee!

Maja Winkelmann, die gerade ihr Studium abgeschlossen hat, wĂ€hrend sich auf der Straße anklebt: 
„Fossile Brennstoffe vernichten unsere Lebensgrundlagen und rauben damit uns und unseren Kindern jegliche Zukunft. Wenn wir nicht jetzt aufhören, neue fossile Infrastruktur zu finanzieren und zu bauen, erwarten uns Hungersnöte, immer mehr und hĂ€ufigere Naturkatastrophen und Kriege um immer knappere Ressourcen. Wir mĂŒssen jetzt massiv die erneuerbaren Freiheits- und Friedenstechnologien ausbauen und endliche eine echte WĂ€rmewende einleiten.”

Solvig Schinköthe, die heute zusammen mit ihrer Tochter Öl-Laster blockiert, ergĂ€nzt: 
„Die Verantwortlichen nutzen Putins Angriffskrieg in der Ukraine, um ohne große öffentliche Beachtung ihren fossilen Wahnsinn weiter zu treiben. Sie genehmigen neue FlĂŒssiggas-Terminals, finanzieren diese mit Milliarden an Steuergeldern und erlauben neue Gasbohrungen in der Nordsee. Wir brauchen jetzt eine ErklĂ€rung unserer Bundesregierung, dass sie fĂŒr und nicht gegen unser Überleben und das unserer Kinder arbeitet.”

Ihre Tochter Lina (20) erklÀrt, warum sie heute erneut den Verkehr stört: 
„Die Geschichte zeigt uns: Friedlicher ziviler Widerstand kann funktionieren, wenn wir jetzt zusammenkommen, um entschlossen und gewaltfrei “Nein!” zu sagen zum fossilen Wahnsinn. Denn wir haben nur noch zwei bis drei Jahre, in denen wir den fossilen Pfad der Vernichtung noch verlassen können. Was wirst du in diesen zwei bis drei Jahren tun – was ist deine Verantwortung? Komm’ zum Vortrag, zum Training und mit uns auf die Straße!”

Die Letzte Generation organisiert VortrÀge und Trainings in ganz Deutschland. Termine und Ort sind auf der Website zu finden: https://letztegeneration.de.

In Berlin, Stuttgart, Mannheim und MĂŒnchen setzten sich heute Morgen BĂŒrger:innen von der Letzten Generation auf die Straße und verursachten enorme Verkehrsstörungen. Blockaden in weiteren StĂ€dten sind fĂŒr den heutigen Montag angekĂŒndigt.

Erst letzte Woche haben Bundesregierung und Bundesrat im Eilverfahren ein neues Gesetz beschlossen, das den Bau von bis zu zwölf FlĂŒssiggas-Terminals ermöglicht [1]. Mit diesen ImportkapazitĂ€ten wĂŒrden selbst die russischen Gaslieferungen aus Friedenszeiten bei Weitem ĂŒbertroffen [2]. FlĂŒssiggasterminals an Land, die bis 2043 laufen sollen, sind unvereinbar mit dem Pariser Abkommen und nicht erforderlich, um Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewĂ€hrleisten [3]. Der Landtag in Niedersachsen hat außerdem letzten Donnerstag neue Gasbohrungen in der Nordsee erlaubt [4]. Die Bundesregierung befeuert damit den Zusammenbruch der Gesellschaft, wie wir sie heute kennen. 

Quellen
[1] www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/sichere-gasversorgung-2037912#:~:text=Das%20LNG%20-Beschleunigungsgesetz%20dient%20diesem%20Zweck.%20Es%20soll,Sie%20ist%20essentiell%20f%C3%BCr%20die%20Versorgungssicherheit%20in%20Deutschland
[2] www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/neue-berechnung-der-deutschen-umwelthilfe-lng-plaene-der-bundesregierung-wuerden-grossteil-des-deutsch/
[3] www.diw.de/de/diw_01.c.838843.de/publikationen/diw_aktuell/2022_0083/energieversorgung_in_deutschland_auch_ohne_erdgas_aus_russland_gesichert.html
[4] www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Landtag-erlaubt-nun-doch-Erdgas-Bohrungen-vor-Borkum,erdgas394.html

Blockade-Orte:

  • PCK Tanklager Seefeld: 52.611929345591804, 13.677996770854373 

Straßenblockaden:

  • Berlin: 52.516448, 13.376785 (Brandenburger Tor)
  • Stuttgart: Heilbronner Straße Stuttgart-Feuerbach
  • Mannheim: 49.492500, 8.459528
  • MĂŒnchen: Ausfahrt zur Passauerstraße von der B2R (Innerer Ring) (48.110417, 11.533889)

 

 

Straßenblockade Tanklager Seefeld heute Morgen

17.5.2022 10:30: PCK-Pipeline erneut abgedreht und weitere Straßenblockade - „Wir stoppen erst, wenn der fossile Wahnsinn stoppt“

PCK-Pipeline erneut abgedreht und weitere Straßenblockade – „Wir stoppen erst, wenn der fossile Wahnsinn stoppt“

 

Mecklenburg-Vorpommern & Göttingen, 17. Mai 2022 – Heute Nacht haben zwei weitere BĂŒrger:innen der Letzten Generation zum dritten Mal am gleichen Tag die PCK-Pipeline in der NĂ€he von Neubrandenburg an der gleichen Stelle friedlich abgedreht [1]. Insgesamt gab es am Montag von der Letzten Generation vier Protestaktionen an der Pipeline und in acht StĂ€dten Straßenblockaden. Insgesamt wurden bei diesen Aktionen ĂŒber 10 Menschen von der Polizei vorĂŒbergehend in Gewahrsam genommen.

 

„Wir werden weiter Pipelines abdrehen und montags Straßen blockieren, bis Minister Habeck eine LebenserklĂ€rung abgibt, dass es keine neuen Investitionen in fossile Infrastruktur geben wird, insbesondere keine neuen Bohrungen in der Nordsee”, kĂŒndigt Carla Hinrichs (Pressesprecherin) an.

 

„Wir werden wiederkommen, bis Minister Habeck unserer Forderung nach einer LebenserklĂ€rung nachkommt. Ich bin bereit, fĂŒr meine Überzeugung, dass es keinen neuen Investitionen in tödliche, fossile EnergietrĂ€ger geben darf, ins GefĂ€ngnis zu gehen”, sagt der 72-JĂ€hrige Ernst Hörmann, nach dem er die PCK-Pipeline abgedreht hat.

 

„FĂŒr meine acht Enkel sehe ich mich in der Verantwortung alle friedlichen Möglichkeiten zu nutzen, um die Klimakatastrophe zu stoppen, solange wir es noch können.”

Winfried Lorenz, 62 Jahre, Drucker aus Berlin, erklĂ€rt, warum er heute zum wiederholten Male eine Pipeline abgedreht hat: „Ich gehöre zur letzten Generation, die den von den Menschen im globalen Norden in Gang gesetzten Klimakollaps noch aufhalten kann. Die bisherigen Demonstrationen und Aktionen haben zwar dazu gefĂŒhrt, dass die Klimakrise in der öffentlichen Diskussion endlich wahrgenommen wird, aber es wird nicht danach gehandelt. Es ist unser aller Verantwortung jetzt alle friedlichen Mittel auszuschöpfen, denn in zwei bis drei Jahren ist es möglicherweise schon zu spĂ€t.”

 

Die gleiche Pipeline PCK wurde gestern Morgen bei Lindenhof ebenfalls friedlich abgedreht [2]. In den Morgenstunden gab es zusĂ€tzlich zum Teil erhebliche Verkehrsbehinderungen durch Straßenblockaden der Letzten Generation in Leipzig, Dresden, Karlsruhe, MĂŒnchen, Braunschweig, Stuttgart und Freiburg [4].

Am Abend blockierten acht BĂŒrger:innen der Letzten Generation in Göttingen den Verkehr [3]. „Durch die ausbleibende Notfallreaktion der Bundesregierung auf die Klimakrise wird es in Zukunft nur mehr Krisen und Kriege geben. Wir fordern eine LebenserklĂ€rung von Minister Habeck. Das fossile, todbringende Weiter-so muss jetzt beendet werden” erklĂ€rt Psychologin Jana MestmĂ€cker, die sich mit Sekundenkleber an der Fahrbahn festgeklebt hat.

WĂ€hrend sie von der Polizei festgenommen wird, sagt die Psychologin aus Niedersachen: „Mit meinem Gewissen kann ich es nicht anders vereinbaren, als mich gegen den tödlichen Kurs der Regierung zu stellen und bitte meine Mitmenschen, dies auch zu tun. Kommen Sie zu unseren VortrĂ€gen, werden Sie mit uns aktiv!”

In allen StÀdten, in denen die Letzte Generation blockiert, und in vielen weiteren StÀdten deutschlandweit lÀdt sie zu VortrÀgen und Trainings ein. Die bundesweiten Vortragstermine finden sich unter: letztegeneration.de/vortraege/

 

Blockadeorte

[1] Pumpstation Glantzhof zwischen Woldegk und Strasburg, Rohölpipeline Rostock-Schwedt (PCK)

[2] Pumpstation bei Lindenhof, Rohölpipeline Rostock-Schwedt (PCK)

[3] Straßenblockade in Göttingen, Hiroshimplatz, Kreuzung am Geismartor

[4] Straßen-Blockaden heute Morgen:

Leipzig: Jahnallee Höhe Waldplatz, 51.341959,12.358643

Dresden: Hansastraße stadteinwĂ€rts in der NĂ€he vom Bahnhof Neustadt.

Stuttgart: Löffelstraße Degerloch

Karlsruhe: 49°00’17.5″N 8°21’55.1″E

MĂŒnchen: Ausfahrt der A95 Richtung stadteinwĂ€rts (zweispurig)

Freiburg: B31 / Lessingstraße

16.5.2022 15:30: “Diese Pipeline legen wir still.” - LebenserklĂ€rung von Habeck gefordert

“Diese Pipeline legen wir still.” – LebenserklĂ€rung von Habeck gefordert

 

Mecklenburg-Vorpommern, 16. Mai 2022, 15:30 – Soeben haben zwei Menschen der Letzten Generation zum zweiten Mal am gleichen Ort wie schon heute Morgen die PCK-Pipeline bei Lindenhof friedlich abgedreht [1]. Sie hatten Bundesminister Robert Habeck am Samstag auf einer Wahlkampfveranstaltung persönlich angekĂŒndigt, sie wĂŒrden nicht lockerlassen, bis Herr Habeck eine LebenserklĂ€rung abgibt und neue Ölbohrungen in der Nordsee und den Bau und die Finanzierung neuer fossiler Infrastruktur ausschließt. 

Heute Morgen hatten UnterstĂŒtzer:innen der Letzten Generation die gleiche Station schon einmal [1] sowie die gleiche Pipeline an anderer Stelle abgedreht [2] sowie Straßen in sechs StĂ€dten blockiert [3]. Alle Beteiligten agieren friedlich aber bestimmt in der Bereitschaft, sich fĂŒr die Aktionen festnehmen zu lassen. Dies ist die grĂ¶ĂŸte Zahl paralleler Aktionen der Letzten Generation seit einigen Wochen.

Wolfgang Metzeler-Kick, Ingenieur des technischen Umweltschutzes und Vater, und RaĂșl Semmler, Drehbuchautor und verheiratet, hatten sich fĂŒr die Aktion heute Morgen die HĂ€nde aneinander geklebt, um damit das Notfallventil an der PCK-Pipeline bei Lindenhof nachhaltig zu stören. 

Metzeler-Kick: „Das fossile Gift, dass durch diese Pipeline fließt, tötet uns. Es zerstört unsere Zukunft und die unserer Kinder. Wir werden diese Pipelines solange friedlich abdrehen, bis unsere Bundesregierung diesen fossilen Wahnsinn endlich stoppt und keine weitere fossile Infrastruktur baut.“

Und weiter: „Wir wollen, dass unsere Mitmenschen begreifen, wie dramatisch die Lage ist. Wir haben nur noch zwei bis drei Jahre Zeit, um einen tödlichen Klimakollaps zu verhindern. Schaffen wir das nicht, dann werden in Zukunft Millionen Menschen an Hitze sterben, ihre Heimat verlieren oder um Essen und Wasser kĂ€mpfen mĂŒssen, auch hier in Deutschland. Deswegen sind wir fest entschlossen, immer wiederzukommen und nehmen dafĂŒr auch lĂ€ngere GefĂ€ngnisstrafen in Kauf.“

Außerdem blockierten heute Morgen Menschen der Letzten Generation in sechs StĂ€dten in ganz Deutschland Straßen. In Freiburg, MĂŒnchen, Karlsruhe, Stuttgart, Dresden und Leipzig forderten die BĂŒrger*innen mit diesen Blockaden eine LebenserklĂ€rung unseres Wirtschafts- und Klimaministers. Weitere Blockaden sind geplant, und werden so lange Woche fĂŒr Woche stattfinden, bis sich Robert Habeck öffentlich gegen neue fossile Infrastruktur ausspricht, insbesondere gegen neue Öl-Bohrungen in der Nordsee. 

Lina Schinköthe (20) aus Leipzig erklĂ€rte, wĂ€hrend sie sich an der Straße mit Sekundenkleber festklebte: „Lasst uns alle so handeln, als wĂŒrde unser Leben davon abhĂ€ngen, denn das tut es! Wir rufen alle dazu auf, mit uns entschlossen friedlichen zivilen Widerstand gegen den fossilen Wahnsinn zu leisten. Wir haben zwei bis drei Jahre, in denen wir den fossilen Pfad der Vernichtung noch verlassen können. Was wirst du, der du das hörst oder liest, in diesen zwei bis drei Jahren tun – was ist deine Verantwortung?“

In allen StÀdten, in denen die Letzte Generation blockiert, und in vielen weiteren StÀdten deutschlandweit lÀdt sie zu VortrÀgen und Trainings ein.  Die bundesweiten Vortragstermine finde Sie hier: letztegeneration.de/vortraege/ 

Blockade-Orte:
[1] (2x) Pumpstation bei Lindenhof, Rohölpipeline Rostock-Schwedt (PCK) 
[2] Pumpstation Glantzhof zwischen Woldegk und Strasburg, Rohölpipeline Rostock-Schwedt  (PCK) 
[3] Straßen-Blockaden von heute Morgen:

  • Leipzig: Jahnallee Höhe Waldplatz, 51.341959,12.358643
  • Dresden: Hansastraße stadteinwĂ€rts in der NĂ€he vom Bahnhof Neustadt.
  • Stuttgart:  Löffelstraße Degerloch
  • Karlsruhe: 49°00’17.5″N 8°21’55.1″E
  • MĂŒnchen: Ausfahrt der A95 Richtung stadteinwĂ€rts (zweispurig)
  • Freiburg: B31 / Lessingstraße 

 

RaĂșl Semmler (links) und Wolfgang Metzeler-Kick an der Pumpstation Lindenhof heute Morgen

16.5.2022 8:45: Letzte Generation legt PCK-Pipeline und Verkehrsadern in sechs StÀdten lahm - Stoppt den fossilen Wahnsinn

Letzte Generation legt PCK-Pipeline und Verkehrsadern in sechs StĂ€dten lahm – Stoppt den fossilen Wahnsinn

 

Berlin, 16.5.2022, 8:45 – Heute Morgen machen in 6 deutschen StĂ€dten BĂŒrger:innen der Letzten Generation durch Straßenblockaden erneut auf die kurze Frist von 2-3 Jahren aufmerksam, die uns noch bleibt, um einen tödlichen Klimakollaps zu verhindern und fordern von Robert Habeck eine LebenserklĂ€rung, in der er neue Ölbohrungen und einen weiteren Ausbau fossiler Infrastruktur ausschließt.

Außerdem legten parallel 2 Menschen erneut die Erdöl-Pipeline zwischen Woldegk und Strasburg  lahm.

“Es ist 5 vor 12. Wenn wir nicht jetzt einen gerechten Wandel herbeifĂŒhren, wird es zu spĂ€t sein, um die grĂ¶ĂŸte Klimakatastrophe noch abzuwenden. Wir brauchen jetzt viele Menschen, die Verantwortung ĂŒbernehmen und bereit sind, friedlich Widerstand zu leisten – unĂŒbersehbar, so wie wir hier heute auf der Straße” sagt Lina Schinköthe aus Leipzig. 

Blockade-Orte heute Morgen:

  • Leipzig: Jahnallee Höhe Waldplatz, 51.341959,12.358643
  • Dresden: Hansastraße stadteinwĂ€rts in der NĂ€he vom Bahnhof Neustadt.
  • Stuttgart:  Löffelstraße Degerloch
  • Karlsruhe: 49°00’17.5″N 8°21’55.1″E
  • MĂŒnchen: G-Maps-Link Ausfahrt der A95 Richtung stadteinwĂ€rts (zweispurig)
  • Freiburg: B31 / Lessingstraße 
  • PCKPipeline: Pumpstation Glantzhof zwischen Woldegk und Strasburg 
13.5.2022 19:00: Habeck drĂŒckt Respekt fĂŒr Letzte Generation aus – Wahlkampfveranstaltung unterbrochen

Habeck drĂŒckt Respekt fĂŒr Letzte Generation aus – Wahlkampfveranstaltung unterbrochen

 

DĂŒsseldorf, 13.05.2022 – BĂŒrger:innen der Letzten Generation haben heute mehrere Wahlkampfveranstaltungen vom grĂŒnen Bundesminister fĂŒr Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck unterbrochen. Raul Semmler, 37, Schauspieler und UnterstĂŒtzer der Letzten Generation, klebte sich in DĂŒsseldorf an die BĂŒhne der Veranstaltung. Daraufhin beantwortete der Minister ihm öffentlich eine Frage. In einem anschließenden GesprĂ€ch sagte Habeck, die Letzte Generation habe seinen vollsten Respekt. 

„Wir brauchen keinen Respekt, sondern eine LebenserklĂ€rung, dass Robert Habeck anstelle von uns in AusĂŒbung seiner Pflicht, die Verfassung zu schĂŒtzen, den blutigen Ölfluss stoppt“, so RaĂșl Semmler, 37.

Im Klimanotfall richten sich die BĂŒrger:innen an ihn mit der deutlichen Aufforderung, keine neuen Projekte fĂŒr fossile Infrastruktur ins Leben zu rufen, insbesondere dĂŒrfe in keinem Fall in unserer Nordsee nach weiterem Öl gebohrt werden. 

Vor der Öffentlichkeit reagierte der grĂŒne Minister auf die Frage des BĂŒrgers nach einem Grund fĂŒr neue Öl-Bohrungen in der Nordsee mit Verweis auf die „BrĂ€sigkeit oder strategische Dummheit der VorgĂ€ngerregierung“, die mindestens indirekt den Ukraine-Krieg unterstĂŒtze.[1]

„Die aktuelle Bundesregierung hĂ€lt die Zukunft von 1000 zukĂŒnftigen Generationen in ihren HĂ€nden. UnabhĂ€ngig der vergangenen Regierungen: Wir können uns vor allem jetzt keine strategische Dummheit leisten“, sagt RaĂșl Semmler, 37, der sich an die BĂŒhne geklebt hatte. „Nichts wĂ€re strategisch dĂŒmmer, als im Klimanotfall in unserem schönen Wattenmeer nach neuem fossilem Öl zu bohren.“

Bei einer weiteren Wahlkampfveranstaltung Habecks in Köln wurde ein weiterer angeklebter BĂŒrger der Letzten Generation durch das BKA von der BĂŒhne abgerissen.

Die BĂŒrger:innen, die die Wahlkampfveranstaltungen gestört haben, kĂŒndigten Habeck an, am kommenden Montag persönlich wieder Pipelines in der Bundesrepublik friedlich abzudrehen.

Quellen 
[1] Zeit online nach dpa: www.zeit.de/news/2022-05/13/stoerer-klebt-sich-bei-habeck-rede-in-duesseldorf-an-buehne

 

 

Raul Semmler, festgeklebt an der BĂŒhne der Wahlkampfveranstaltung von Robert Habeck in DĂŒsseldorf.

13.5.2022 13:00: UniversitÀt gibt ErklÀrung zu Klimanotstand ab - Besetzung wird nach erfolgreichem Widerstand beendet

UniversitĂ€t gibt ErklĂ€rung zu Klimanotstand ab – Besetzung wird nach erfolgreichem Widerstand beendet

 

Leipzig, 13. Mai 2022, 13 Uhr – Nachdem Leipziger Studierende und UnterstĂŒtzende der Letzten Generation am Mittwochabend den grĂ¶ĂŸten Hörsaal der UniversitĂ€t Leipzig, das Auditorium Maximum, besetzt hatten, gaben sie heute den Sieg bekannt und erklĂ€rten im Einvernehmen die Besetzung fĂŒr beendet.

Die UniversitĂ€tsleitung erklĂ€rte öffentlich, die tatsĂ€chliche, wie auch vom Stadtrat Leipzig ausgerufene, Dringlichkeit des Klimanotstands. Zudem erkannte sie, gestĂŒtzt auf wissenschaftliche Erkenntnisse, die klimaschĂ€dliche Wirkung fossiler EnergietrĂ€ger und den dringenden Handlungsbedarf an. 

“Die erfolgreiche Besetzung der Uni zeigt uns erneut: Entschlossener, ziviler Widerstand funktioniert! Es ist unsere beste Chance, in dem sich dramatisch schnell schließenden Zeitfenster progressiven Wandel zu bewirken”, sagt Lilly Schubert, 23, die als ehemalige Studierende der Uni Leipzig, die Verhandlungen mit der UniversitĂ€tsleitung zusammen mit Student Wieland Bicher, 21, fĂŒhrte. 

Weiter verdeutlicht Lina Schindköthe, 20, Studentin der UniversitĂ€t Leipzig, nach drei Tagen Besetzung: “UniversitĂ€ten, wie die Uni Leipzig, tragen eine große Verantwortung in politischen Prozessen und haben die Macht, in der Krise notwendige gesellschaftliche Meinungsbildungsprozesse zu beeinflussen und anzustoßen. Bedauerlich ist, dass sie dieser Verantwortung bisher nicht nachgekommen sind.” 

“Diese, ihre Besetzung hat einen Impuls gegeben. Ich sehe jetzt aber einen Punkt erreicht, wo sie sie beenden können aus meiner Sicht und trotzdem der Impuls bleibt”, sagte Frau Prof. Dr. Birgit DrĂ€ger, Kanzlerin der Uni Leipzig, dazu bei der Bekanntgabe der ErklĂ€rung der UniversitĂ€tsleitung vor den besetzenden Studierenden und UnterstĂŒtzenden im Audimax [1].

Sie verkĂŒndete zusĂ€tzlich, die Forderung der Besetzenden, jegliche neue Förderung fossiler Energien durch die Bundesregierung einzustellen, da dies nicht zuletzt dem Koalitionsvertrag und der höchstwahrscheinlichen ÜberlebensfĂ€higkeit unserer Gesellschaft widersprĂ€che, nĂ€chste Woche Dienstag mit Nachdruck in den Senat einzubringen, der als zentrales Gremium der UniversitĂ€t eine LebenserklĂ€rung demokratisch legitimieren soll [2].

Die Studierenden sowie UnterstĂŒtzer:innen der Letzten Generation geben bekannt, die UniversitĂ€t auch in Zukunft an das dringende Nachkommen ihrer Verantwortung in der Klimakrise zu erinnern und schließen eine erneute Besetzung bei Nicht-Handeln nicht aus. 

Aktuelle Informationen:
WÀhrend ihnen diese Pressemitteilung zukommt, sind die Student:innen dabei, die Besetzung im Hörsaal abzubauen und werden das GebÀude, wie mit der UniversitÀtsleitung abgemacht, bis 13 Uhr verlassen. 
Die GesprĂ€che mit dem Rektorat als UniversitĂ€tsleitung fĂŒhrten Lilly Schubert (23), ehemalige Studentin der Uni Leipzig, und Wieland Bicher (21), Student der Uni Leipzig.

Quellen: 
[1] Livestatement (Video) von Frau Prof. Dr. Birgit DrÀger drive.google.com/file/d/10ijND-ySWc9AkTLGjbwmB7uGSD-hwyyy/view?usp=sharing
[2] ErklÀrung der UniversitÀt Leipzig drive.google.com/drive/u/1/folders/1Si7UXKDjOCryq2AIeqB_eMXMfx5hVhG_

 

Prof. Dr. Birgit DrÀger, Kanzlerin der Uni Leipzig mit (von links) Wieland Bicher, Lotta Schubert und Lina Schindköthe bei der Bekanntgabe der ErklÀrung.

12.5.2022 15:30: Professoren solidarisieren sich mit Studierenden - GrĂ¶ĂŸter Hörsaal der UniversitĂ€t Leipzig bleibt zweiten Tag in Folge besetzt

Professoren solidarisieren sich mit Studierenden – GrĂ¶ĂŸter Hörsaal der UniversitĂ€t Leipzig bleibt zweiten Tag in Folge besetzt

 

Leipzig, 12.05.22 15:30 Uhr – Prof. Helge Peukert und Prof. Niko Paech von der UniversitĂ€t Siegen solidarisieren sich in einer Stellungnahme mit der Unibesetzung in Leipzig. Studierende besetzen nun den zweiten Tag in Folge das Audimax der UniversitĂ€t Leipzig. Die Rektorin, Prof. Dr. Eva InĂ©s Obergfell, lehnt die Forderung der Studentenschaft nach einer LebenserklĂ€rung bisher ab.

 

Lina Schinköthe, 20, Studierende der UniversitĂ€t Leipzig: „Wir bleiben, denn wir brauchen dringend eine LebenserklĂ€rung unserer UniversitĂ€t. Wir sind Prof. Peukert und Prof. Paech dankbar fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung. Alle anderen fordern wir dazu auf, sich ebenfalls mit uns zu solidarisieren und ein Zeichen gegen den fossilen Wahnsinn unserer Bundesregierung zu setzen. Kommt vorbei und besetzt mit uns die UniversitĂ€t! Oder unterschreibt unseren Appell an die Rektorin!“

 

Lilly Schubert, 23, eine der Besetzerinnen des Audimax der UniversitĂ€t Leipzig: „Die Uni bleibt besetzt! Das Rektorat war heute im GesprĂ€ch mit uns nicht dazu bereit, eine LebenserklĂ€rung abzugeben und sich gegen neue Ölbohrungen in der Nordsee auszusprechen. Es war außerdem nicht gewillt, ein öffentliches GesprĂ€ch ĂŒber unsere Forderungen zu fĂŒhren, nachdem uns das vorher bereits zugesagt wurde.”

 

Nach dem gestrigen Vortrag „Unsere Verantwortung in Zeiten des Klimanotfalls – Was du im zivilen Widerstand tun kannst“ von Henning Jeschke, MitbegrĂŒnder der Letzten Generation, an der Uni Leipzig hatten Studierende das Audimax besetzt. Sie fordern eine sofortige LebenserklĂ€rung der Rektorin. Die Rektorin Prof. Dr. Eva InĂ©s Obergfell soll sich offiziell, öffentlich und gerichtet an Robert Habeck gegen den Bau und die Finanzierung neuer fossiler Infrastruktur aussprechen. Insbesondere gegen neue Ölbohrungen in der Nordsee sowie neue FlĂŒssiggas-Terminals.

 

Damit unterstĂŒtzen die Studierenden die aktuelle Forderung der Kampagne „Stoppt den fossilen Wahnsinn“ der Letzten Generation.

11.5.2022 21:00: Unibesetzung in Leipzig - Studierende unterstĂŒtzen Forderungen der Letzten Generation

Unibesetzung in Leipzig – Studierende unterstĂŒtzen Forderungen der Letzten Generation

 

Leipzig, 11.05.2022, 21 Uhr – Nach einem Vortrag von Henning Jeschke, MitbegrĂŒnder der Letzten Generation, besetzen (ehemalige) Studierende das Audimax der UniversitĂ€t Leipzig.

 

Sie fordern von der Rektorin Prof. Dr. Eva Ines Obergfell eine LebenserklĂ€rung. Sie soll sich offiziell und öffentlich an den GRÜNEN Minister Habeck wenden und sich gegen den Bau und die Finanzierung NEUER fossiler Infrastruktur aussprechen. Insbesondere, so die Studierenden, darf es keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee geben.

 

Die Studierenden solidarisieren sich mit ihrer Aktion mit der Letzten Generation und deren aktueller Kampagne: „Stoppt den fossilen Wahnsinn“. Sie kĂŒndigen an, die Uni so lange zu besetzen, bis die Rektorin Prof. Dr. Obergfell auf die Forderungen eingeht.

 

Lilly Schubert, 23, eine der Besetzerinnen des Audimax der UniversitĂ€t Leipzig: „Fossile Brennstoffe zerstören unsere Zukunft. Wir unterbrechen hiermit den normalen UniversitĂ€tsalltag und nehmen diesen öffentlichen Raum friedlich ein. Denn wir mĂŒssen uns jetzt alle mit der wissenschaftlichen RealitĂ€t auseinandersetzen und vom Reden ins Handeln kommen! Auch die UniversitĂ€t muss ihrer Verantwortung und ihrem gesellschaftlichen Auftrag im Klimanotfall gerecht werden.”

 

Lina Schinköthe (20), Studierende der UniversitĂ€t, ergĂ€nzt: “Wir laden alle ein – Studierende, Arbeitende und Dozierende – sich unserer Unibesetzung anzuschließen und unseren Appell an die Rektorin Prof. Dr. Obergfell zu unterschreiben. Kommt vorbei und zeigt euch solidarisch! Wir brauchen jetzt eine LebenserklĂ€rung von unserer Rektorin!”

 

Das Rektorat zeigt sich offen und will morgen frĂŒh prĂŒfen, ob sie auf die Forderung nach einem öffentlichen Appell an Robert Habeck eingeht. Denn, so die heute beim Vortrag anwesende Kanzlerin Prof. Dr. Birgit DrĂ€ger, ihnen sei selbst bewusst, dass die UniversitĂ€t Leipzig bislang im Angesicht des Klimanotfalls zu wenig handeln wĂŒrde.

 

Die studentischen Besetzer:innen fordern außerdem eine Umstellung des Lehrbetriebs auf den Klimanotfall, in dem wir alle uns befinden. Es soll eine regelmĂ€ĂŸige, dauerhafte und akkreditierte Vorlesungsreihe zum Thema “Handeln in der Klimakrise” geben.

11.5.2022 17:00: 24 Öl-Pipeline Blockaden - Trotz Einzelzellen weiterhin entschlossen

24 Öl-Pipeline Blockaden – Trotz Einzelzellen weiterhin entschlossen

 

Brandenburg 11.05.2022, 17 Uhr – Zum zweiten Mal heute stoppen Menschen der Letzten Generation den Ölfluss der PCK-Pipeline zwischen Rostock und Schwedt. 24 mal in den letzten 15 Tagen wurden Notfall-Absperrsysteme durch BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aktiviert mit der dringenden Forderung an den GrĂŒnen-Minister Habeck, eine ErklĂ€rung gegen neues Nordseeöl abzugeben. Sechs Menschen wurden bei den Aktionen heute Morgen in Polizeigewahrsam genommen.

 

„Wir befinden uns in einem lebensbedrohlichen Notfall. Doch anstatt unser Leben zu schĂŒtzen, rennt die Bundesregierung weiter in die falsche Richtung. Wir brauchen jetzt ein Zeichen der Bundesregierung, dass sie FÜR statt GEGEN unser Überleben arbeitet! Wir fordern eine LebenserklĂ€rung vom GrĂŒnen-Minister Robert Habeck: Eine ErklĂ€rung, dass es keine neue fossile Infrastruktur geben wird, insbesondere keine neuen Öl-Bohrungen in der Nordsee.“, erklĂ€rt Psychologe Lars Werner (30) aus Göttingen, warum er auch weiterhin Pipelines abdrehen wird.

 

Jakob Bayer (27), der wegen des Klimanotstandes seine Ausbildung zum Zimmermann abgebrochen hat, wurde erst gestern nach einer Pipeline-Blockade aus der Polizeistation entlassen. Heute hat er den Öl-Fluss der MVL-Pipeline gestoppt. WĂ€hrend er erneut festgenommen und auf die Polizeistation gebracht wird erklĂ€rt er: „Wir lassen uns durch Einzelzellen nicht einschĂŒchtern. NatĂŒrlich ist es da drinnen nicht schön. Aber es ist nichts im Vergleich zu den Folgen des Klimanotfalls. Die Geschichte hat gezeigt: Friedlicher ziviler Widerstand kann funktionieren. Was willst du in Zeiten der Vernichtung der Lebensgrundlagen durch die Regierung machen? Schließe auch du dich dem friedlichen zivilen Widerstand an, damit Habeck endlich eine LebenserklĂ€rung abgibt!“

 

Infos

Orte, an denen heute Nachmittag friedlich Pipelines abgedreht wurden:

 

Ort 1: Pumpstation bei Lindenhof, Rohölpipeline Rostock-Schwedt (53.85792, 13.00496)

11.5.2022 13:00: Rohöl-Pipelines stehen still - Letzte Generation fordert: Keine neue fossile Infrastruktur

Rohöl-Pipelines stehen still – Letzte Generation fordert: Keine neue fossile Infrastruktur

 

Brandenburg, 11.05.2022, 13 Uhr – Gleich an zwei Pipelines drehten heute Morgen Menschen der letzten Generation die Notfall-Absperrsysteme zu. Sie unterbrechen damit den Rohöl-Fluss nach und aus der Raffinerie PCK in Schwedt. Mit ihren Störungen fordert die Letzte Generation eine LebenserklĂ€rung vom GrĂŒnen Wirtschaftsminister Robert Habeck: Eine ErklĂ€rung, dass es keine NEUE fossile Infrastruktur geben wird, insbesondere keine neuen Öl-Bohrungen in der Nordsee.

 

“Wir werden 1,5 Grad wahrscheinlich bis 2026 ĂŒberschreiten, das steht heute ĂŒberall in der Zeitung [1]. Und was macht die Regierung? Sie kippt Öl auf unsere brennende Welt. Sie befeuert den Klimanotfall immer und immer weiter. Sie plant ĂŒberdimensionierte Gas-Terminals und Lindner will im Nationalpark Wattenmeer nach Öl bohren. Die Regierung zerstört wissentlich unsere Lebensgrundlage. Da mache ich nicht mehr mit!”, erklĂ€rt Projektmanager Edmund Schultz (58) aus Braunschweig, warum er seit drei Wochen immer wieder friedlich die Notfall-Absperrsysteme von Öl-Pipelines zudreht.

 

Fossile Brennstoffe zerstören. Sie finanzieren blutige Kriege und zerstören unser Klima. Sie befeuern Überschwemmungen, Hitzetote und den Zusammenbruch unserer Zivilisation. Doch wĂ€hrend die Welt sich weiter erhitzt, plant die Bundesregierung immer weitere fossile Infrastrukturen.

 

“Ich kann dieses Verbrechen an der Menschheit nicht weiter widerstandslos hinnehmen.”, erklĂ€rt Jakob Beyer (27), der wegen des Klimanotstandes seine Ausbildung zum Zimmermann abgebrochen hat, warum er heute erneut den Rohöl-Fluss der MVL-Rohöl-Pipeline stoppt: “Ich werde weiter friedlich die Pipelines zudrehen, bis die Regierung ein Zeichen abgibt, dass sie FÜR statt GEGEN unser Überleben arbeitet. Bis der “grĂŒne” Minister Habeck eine LebenserklĂ€rung abgibt. Oder bis ich eingesperrt werde. Denn lieber gehe ich ins GefĂ€ngnis, als dieses Verbrechen an der Menschheit weiter widerstandslos hinzunehmen.”

 

Quellen:

[1] ​​www.tagesschau.de/ausland/europa/erderwaermung-klimabericht-wmo-101.html

 

 

Maja Winkelmann, nachdem sie friedlich die MVL-Pipeline an der Schieberstation S19 abgedreht hat.

9.5.2022 19:30: Zu Habeck-Besuch in Schwedt - Russisches Öl abgedreht

Zu Habeck-Besuch in Schwedt – Russisches Öl abgedreht

Schwedt, 9. Mai 2022, 19:30 Uhr – AnlĂ€sslich des Besuchs von Wirtschafts- und Klimaminister Habeck bei der PCK-Raffinerie in Schwedt drehten Menschen der Letzten Generation heute am frĂŒhen Abend erneut friedlich die Öl-Pipelines Druschba und PCK ab. Die Letzte Generation fordert Robert Habeck auf, eine LebenserklĂ€rung abzugeben und darin den Bau neuer fossiler Infrastruktur, insbesondere weitere Ölbohrungen in der Nordsee, auszuschließen.

 

„Wir fordern den grĂŒnen Minister Habeck auf: Keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee! Jede weitere Ölbohrung und jeder Bau neuer fossiler Infrastruktur tötet Menschen. Dieser fossile Wahnsinn vernichtet unser Klima und bedeutet Mord an uns!“, so Edmund Schultz, 58 Jahre, Projektmanager, der heute friedlichen zivilen Widerstand leistete.

 

Und weiter: „Hier an der Raffinerie in Schwedt wird besonders deutlich: Die AbhĂ€ngigkeit von Öl, Gas und Kohle hat uns in die derzeitige Krise mit LieferengpĂ€ssen und explodierenden Heiz- und Spritpreisen gefĂŒhrt. Durch sie sind wir in der Geiselhaft von Diktatoren und bezahlen ihre Waffen – so wie jetzt gerade in der Ukraine. Neue Ölbohrungen und Gasimporte aus Qatar verschĂ€rfen unsere fossile AbhĂ€ngigkeit nur noch weiter und finanzieren neue Kriege.“

 

Solar- und Windenergie sowie endlich eine echte WĂ€rmewende sind unser SchlĂŒssel zu Frieden und Freiheit, mit ihnen machen wir uns unabhĂ€ngig von Diktatoren und LieferengpĂ€ssen

 

Wolfgang Metzeler-Kick, Ingenieur des technischen Umweltschutzes, der heute die Öl-Pipeline Druschba friedlich abdrehte, richtete sich danach in einem verzweifelten Appell an seine Mitmenschen:

 

„Lasst uns alle handeln, als ob unser Überleben als Menschheit davon abhĂ€ngt – denn das tut es. Aus unserer Geschichte wissen wir, dass ziviler Widerstand VerĂ€nderungen zum Guten bewirken kann, wenn sich mehr und mehr Menschen anschließen. Wir haben nur noch wenige Jahre, um den Pfad der fossilen Vernichtung verlassen zu können. Was werden Sie Ihren Kindern antworten, wenn sie Sie spĂ€ter einmal fragen, was Sie in diesen entscheidenden Jahren getan haben?“

 

Beim friedlichen Abdrehen des Transports von russischem Öl ĂŒber die Pipelines Druschba (,Freundschaft’) und PCK legten die vier BĂŒrgerinnen und BĂŒrger symbolisch Sonnenblumen als Nationalsymbol der Ukraine nieder. Sie befestigten sich anschließend selbst mit einer Kette an den Notfall-Absperrventilen.

 

Miriam Meyer, nachdem sie friedlich die PCK-Pipeline an der Pumpstation Glantzhof abgedreht hat.

 

Infos

Orte, an denen heute friedlich Pipelines abgedreht wurden:

PCK 1 Pumpstation Glantzhof, Rohölpipeline Rostock-Schwedt (53.48908, 13.68757)

Schieberstation DS3 der Freundschaft-Pipeline (Druschba) (53.05791, 14.22718)

9.5.2022 18:00: Ziviler Widerstand in Bremen, Freiburg, Leipzig und Heidelberg

Ziviler Widerstand in Bremen, Freiburg, Leipzig und Heidelberg

In Leipzig, Bremen und Heidelberg kam es heute zu massiven BeeintrÀchtigungen des Verkehrs auf Hauptverkehrsadern und Autobahnen infolge von Widerstandsaktionen gegen den tödlichen Ausbau fossiler Brennstoffe durch die Bundesregierung.

 

UnterstĂŒtzer:innen der Letzten Generation wĂ€hlen diese nicht ignorierbare Form des Widerstands, da weder die 1,4 Millionen Menschen, die im September 2019 mit Fridays for Future auf der Straße waren, noch das Bundesverfassungsgericht die Bundespolitik dazu bewegen konnten, ihre oberste Pflicht zu erfĂŒllen: Das Leben der Menschen in Deutschland zu schĂŒtzen. Stattdessen wird der weitere Ausbau von Öl, Kohle und Gas mit unseren Steuergeldern finanziert, und sogar Ölbohrungen im Nationalpark Wattenmeer werden in ErwĂ€gung gezogen.

 

„In der Nordsee nach Öl zu bohren, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wir wissen, dass es kein neues Öl, Kohle oder Gas mehr geben darf, wenn wir den Klimatod von hunderten Millionen Menschen noch abwenden wollen. Wer in der Nordsee nach Öl bohrt, nimmt diese Toten bewusst in Kauf. Ich rufe alle meine Mitmenschen auf, sich diesem Verbrechen friedfertig in den Weg zu stellen. Kommt zu unseren VortrĂ€gen, Trainings und mit auf die Straße.” sagt Lina Schinköthe, 20, die schon in Frankfurt mit ihrer Mutter auf der Straße saß und heute in Leipzig auf dem Asphalt klebte.

 

22 Menschen befanden sich heute wieder in polizeilichen Maßnahmen; vielen wurden Bußgelder angedroht. Zu weiteren Aktionen kam es heute auch Freiburg. Dort wurden AuszĂŒge aus dem Weltklimabericht an die Schaufenster einer Bank gekleistert, die trotz der erschreckenden RealitĂ€t, in der wir uns befinden, weiter in fossile Brennstoffe investiert.

 

Sollte es im Verlauf der Woche keine LebenserklĂ€rung von GrĂŒnen-Minister Robert Habeck geben, in der er verspricht, sich fĂŒr das Leben zu entscheiden und nicht nach Nordsee-Öl zu bohren, wird es nĂ€chsten Montag wieder zu friedlichen Blockaden und weiteren Akten des zivilen Widerstands kommen.

 

In allen StĂ€dten, in denen heute Blockaden stattfanden, wird es diese und kommende Woche VortrĂ€ge geben, bei denen Teilnehmer:innen der Blockaden ĂŒber HintergrĂŒnde und Motivation fĂŒr diese informieren. Falls Sie als Vertreter:innen der Presse Interesse haben, dort mit Menschen der letzten Generation ins GesprĂ€ch zu kommen, sind Sie herzlich eingeladen. Ganz besonders hervorheben wollen wir den Vortrag mit Henning Jeschke diesen Mittwoch um 18 Uhr an der UniversitĂ€t Leipzig.

 

Weiter Termine finden sie auf der Websiter unter VortrÀge: letztegeneration.de/vortraege/

 

[1] fridaysforfuture.de/ruckblick-allefuersklima1/

 

Blockadeorte:

Heidelberg: Bergheimer Str. Ecke Yorkstraße (49°24’28.8″N 8°40’13.2″E)

Leipzig: Jahnallee stadteinwÀrts beim Waldplatz (Ecke Willmar-Schwabe-Str.)

Bremen: Autobahnzubringer UniversitÀt

9.5.2022 8:15: Straßen-Blockaden der Letzten Generation in Leipzig und Heidelberg; Blockade in Stuttgart verhindert

Straßen-Blockaden der Letzten Generation in Leipzig und Heidelberg; Blockade in Stuttgart verhindert

 

Leipzig, Heidelberg, Stuttgart, 8:15 – Am heutigen Montag blockieren BĂŒrger:innen der letzten Generation erneut Verkehrswege in StĂ€dten Deutschlands und fordern ihre MitbĂŒrger:innen auf, sich an den Protesten zu beteiligen.

 

“Wir haben nur noch ein kurzes Zeitfenster von wenigen Jahren, um die Klimakatastrophe aufzuhalten. Wir haben einen Plan, wie wir das noch schaffen können. Hören sie sich unseren Plan an, kommen sie zu unseren VortrĂ€gen” ruft Carla Hinrichs auf, Pressesprecherin der Letzten Generation.

 

Verkehrsblockaden von UnterstĂŒzer:innen der Letzten Generation fanden heute in Leipzig und Heidelberg statt; in Stuttgart wurde ein Blockadeversuch von der Polizei abgefangen. Weitere Aktionen sind fĂŒr heute geplant.

 

“Ich sitze heute hier auf der Straße, da wir mit immer weiter steigenden Emissionen immer schneller in den Klimakollaps rasen. Wir mĂŒssen damit aufhören. Daher darf es auch keine Bohrungen nach Öl in der Nordsee geben” erklĂ€rt Lina Schinköthe aus Leipzig.

 

“Ich bin Drehbuchautor und Schauspieler, aber heute habe ich mit Sekundenkleber auf die Fahrbahn geklebt. Wir alle sind die letzten Menschen, die das unwiderrufliche Kippen unseres Klimas sowie Hunger und tödliche Hitze noch verhindern können. Schließen Sie sich uns an!” appelliert RaĂșl Semmler aus Heidelberg an seine MitbĂŒrger:innen.

 

Ab heute wird es Verkehrsblockaden und andere Aktionen an jedem Montag in ganz Deutschland geben. In bislang 75 geplanten VortrĂ€gen informiert die Letzte Generation MitbĂŒrger:innen ĂŒber ihre Forderung “Stoppt den fossilen Wahnsinn” und die klimawissenschaftlichen HintergrĂŒnde sowie die Ziele der Kampagne.

 

Zeitgleich werden weiterhin BĂŒrger:innen der Letzten Generation wie die letzten Wochen den Öl- und Gasfluss durch das Abdrehen von Notfallventillen zum Stoppen bringen. Die Letzte Generation fordert eine LebenserklĂ€rung von GrĂŒnen-Minister Robert Habeck, indem er verspricht, dass es keine NEUE fossile Infrastruktur geben wird, insbesondere keine neuen Öl-Bohrungen in der Nordsee.

 

Blockadeorte:

Heidelberg: Bergheimer Str. Ecke Yorkstraße (49°24’28.8″N 8°40’13.2″E)

Leipzig: Jahnallee stadteinwÀrts beim Waldplatz (Ecke Willmar-Schwabe-Str.)

5.5.2020 20:00: Hunderte Tonnen Öl gestoppt – RRB Pipeline ĂŒber mehrere Stunden immer wieder abgedreht

Hunderte Tonnen Öl gestoppt – RRB Pipeline ĂŒber mehrere Stunden immer wieder abgedreht

 

RRB-Pipeline, 05.05.2022 20 Uhr – 285 t Öl kann die RRB-Pipeline zwischen Rostock und Leuna bzw. Böhlen durchschnittlich pro Stunde transportieren [1]. In einem Zeitraum von sechseinhalb Stunden haben couragierte BĂŒrger:innen heute den Ölfluss immer wieder zum Erliegen gebracht und damit den Transport von bis zu 1800 t Rohöl verhindert. Die sechs Personen betĂ€tigten die fĂŒr NotfĂ€lle, wie den Klimanotfall, vorgesehenen Absperrsysteme der Pipeline.

 

Einer von ihnen war der 30-jĂ€hrige Psychologe Lars Werner aus Göttingen: „Ich bin davon ĂŒberzeugt, dass die Mehrheit dieser Gesellschaft so wie ich eine bessere Zukunft will. Deswegen stelle ich mich der fossilen Zerstörung in den Weg. Herr Habeck muss jetzt eine LebenserklĂ€rung abgeben. Kein neues Öl, Kohle oder Gas mehr. Volle Kraft voraus bei Wind und Solar.“

 

Alle sechs Menschen, die heute zwischen 09:30 und 16:00 friedlich die Pipeline zudrehten, wurden vorerst in Polizeigewahrsam genommen.

 

Genau Orte, an denen abgedreht wurde:
Ort 1: RRB 20 – Schieberstation bei Osterweddingen
Ort 2: RRB 12 – Schieberstation bei Gorsleben
Ort 3: RRB 21 – Schieberstation bei Schnarsleben

 

[1] S.10 docplayer.org/9520889-Rohstoffpipeline-rostock-boehlen.html